Ein Sommerexperiment – eigentlich zwei

Ich will meinen ersten Roman schreiben. Drei Businessromane gibt es schon. Das heißt, ich weiß, wie Bücherschreiben funktioniert. Und dass es richtig viel Arbeit ist.

Roman schreiben. Kann ich das?

Schiebe ich einen belletristischen Roman – auf den ich schon lange Lust habe –  deshalb seit Jahren vor mir her? Ich finde einfach nicht die Zeit dazu, denn das daily-StoryCoaching-Business macht mir einfach so viel Freude und schenkt mir ständig neue Ideen. Ganz verschiedene Roman-Schreib-Experimente habe ich schon gemacht, um endlich anzufangen. Die halte ich dann drei, maximal vier Wochen durch und schon kommt mir wieder das Leben dazwischen.

Ein Sommerexperiment

Doch jetzt habe ich mir eine Woche Schreibauszeit in der Nähe von Berlin genehmigt, jetzt will ich es wissen. Danach werde ich neu entscheiden. Entscheiden, ob ich für den Rest meines Lebens noch eine ernsthafte Romanschreiberin werde oder nicht. Und was ich tun kann, um wirklich dranzubleiben.

Für die zwei Stunden im Zug von Hamburg nach Berlin habe ich das Buch von Bettina Ramm dabei. Ihr zweites: „Der unsichtbare Riese“ Auch Bettina hat im letzten Jahr ein Sommerexperiment gemacht. Sie hat sich drei Monate Zeit genommen und dieses Buch ist dabei herausgekommen. Es liest sich leicht und flüssig. Bis plötzlich sanft, doch unüberhörbar ein Gong in meinem Verstand angeschlagen wird. „Was man nicht tut, das will man im Grunde überhaupt nicht.“ (frei aus der Erinnerung zitiert) Dieser leise Nachhall des Gongs lässt mich seitdem nicht mehr los. Will ich vielleicht gar keine Romane schreiben?

Der unsichtbare Riese taucht auf

Der unsichtbare Riese, so besagt die Geschichte von Michael Neill, sei immer an unserer Seite und erledige Dinge für uns, wenn wir ihn um Hilfe bitten und dann machen lassen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Doch ich bin neugierig – das will ich ausprobieren.

In meinem einwöchigen Sommer-Schreib-Experiment werde ich beobachten wie es mir mit Bettinas Ideen ergeht. Schon ihr erstes Buch „Das muss doch auch anders gehen“ habe ich verschlungen. Und jetzt werde ich testen:

Was wäre, wenn

… ich eine Woche lang aufhöre zu kontrollieren?

Wenn ich statt all dessen was ich tun müsste oder sollte, statt dessen, was mein Verstand durchs Megafon brüllt, einfach das tue, wozu ich in dem Moment gerade Lust habe und alles andere ignoriere? Wenn ich gelassen davon ausgehe, dass dieses dann genau das Richtige für diesen Moment ist? Und der ganze Rest wunderbar funktionieren wird. Also wenn ich schreibe schreibe ich. Wenn mir nicht nach Schreiben ist, dann recherchiere ich vielleicht. Und wenn gar nichts geht, ruhe ich mich aus.

Ob das funktioniert? Oder ob ich sauer auf mich werde, wenn ich nicht schnell genug Ergebnisse sehe?

Was wäre, wenn

… es mir gelingt genau das, was dann passiert, mit allen Sinnen wahrzunehmen?

Zu erleben, zu erfahren, zu spüren? Neugierig zu entdecken, was da direkt vor meiner Nase noch alles stattfindet? Erfahrungen im Außen oder Innen, die ich sonst nicht wahrnehme, weil ich entweder vorbeirenne oder mich abwende, weil ich sie nicht aushalten kann? Oder will?

Was wäre, wenn

… ich aufhöre, mir selbst im Weg zu stehen, und jeglichen Versuch von Grübeln und Nachdenken stoppe, sobald ich mich dabei ertappe?

Autsch, das könnte hart werden, denn ich bin unglaublich brillant im Nachdenken. Das heißt, meist denke ich vor: „Was könnte passieren, welche Situationen muss ich einkalkulieren und was tue ich dann?“ Wenn die Situation dann vorbei ist, ist keine meiner Befürchtungen eingetreten, aber ich habe vorab schon mal mächtig viel Zeit und Energie verbrannt. Wie wäre es, wenn ich mir selbst aus dem Weg gehe?

Was wäre, wenn

… ich mich darauf einlasse, mich verbunden zu fühlen mit dem Leben, mit der Quelle und wach werde für die Momente in denen es „mich schreibt“.

In denen einfach das in die Tasten fließt, was schon lange da ist. Kostbare Augenblicke, in denen ich gar nichts mehr tue, sondern nur geschehen lasse? Boah, das macht mir schon jetzt beim Aufschreiben Gänsehaut. Bin ich bereit und in der Lage, so viel Vertrauen aufzubringen?

Ich mach das jetzt

So, das soll jetzt erstmal reichen für 7 Tage. Mehr Zeit habe ich mir im Moment nicht eingeräumt. Wieso eigentlich nicht? Zack, schon denke ich nach. Stop it, Katrin. Ich werfe mich jetzt einfach in mein Experiment  und werde berichten, wie es ausgegangen ist.

4 Tage später – Boxenstop #1

Tag 1: Ich mache ich erstmal gar nichts, außer mit herzlichen Menschen gute Gespräche führen. Siehe da – jedes Gespräch schenkt mir Ideen für meine Geschichte. Läuft.

Tag 2: Am Morgen bin ich schier erschlagen von der Fülle meiner Möglichkeiten. Wo fange ich bloß an? Ich baue mir eine Struktur auf. Darin bin ich gut. Dann bitte ich den Riesen. Abends habe ich eine klare Vorstellung, wie es weitergeht. Erstaunlich.

Tag 3: Die Erkenntnisse heute sind eher körperlicher Natur

  • Wenn ich zum Schreiben reise – immer die externe Tastatur mitnehmen.
  • Unbedingt von Beginn an regelmäßige Dehnungsübungen in den Schreibprozess einbauen, sonst gibt es eine Muskelkatastrophe.
  • Mach das verflixte Smartphone aus, wenn du ernsthaft schreiben willst.
Katrin Klemm Sommerexperiment Roman schreiben

Einladung zum Frühstück: ein guter Grund genussvoll zu prokrastinieren

Tag 4: Halleluja, aber so was von Riesenerlebnis… Am Vormittag ein super Lauf – komme meiner Protagonistin auf die Spur. Mittags kurzes Tief. Ich gebe ihm nach – Powernap mit einer 10 Hz Meditation von Jason Stephenson. Nach 8 Minuten bin ich wieder topfit.
Plötzlich ein fieses technisches Problem – die Papyrus-Software frisst meine Kapitel. Bin genervt, probiere alles Mögliche. Nix funktioniert. Werde knurrig. Muss ich jetzt nochmal komplett von vorn anfangen? Zukunftspanik. Der Riese ist vergessen. Aber immerhin schaffe ich es zurück ins Hier und Jetzt. Es gibt ein Supportforum bei Papyrus. Ich grase alles ab. Keiner kennt mein Problem. Ich poste meine Anfrage ins Forum, bleibe ruhig und frage konkret.

Teamwork mit dem Unsichtbaren Riesen

Dann entferne ich mich vom Problem. Wunderbarer frischer Salat zu Mittag. Nach dem Espresso ist eine Antwort da. Mit einer Vermutung zur Ursache und der Bitte, die Datei an den Support einzuschicken. Na gut. Noch während ich die Mail an den Support formuliere, kommt mir ein Gedanke. Ich folge dem Impuls, halte kurz die Luft an uuuuund … muss nicht mehr beim Support anfragen, kann jetzt weiterschreiben. Jippieh – lieber Riese, du und ich wir sind ein tolles Team.

Boxenstop #2

Tag 5: Es kommt auf die Abwechslung an. Auch beim Schreiben. Keiner zwingt mich, die ganze Zeit nur eines zu tun. Sicher, wenn der Roman dann erstmal begonnen ist, wird Schreiben die Haupttätigkeit sein. Doch ich erlaube meinen Gedanken, auch mal woanders zu spazieren. Ich plane kreative Pausen ein. Sie gehören dazu. Ich genieße sie und lasse mich überraschen, was daraus wird.

Tag 6: Schon wieder ist es passiert, ich beginne viel später als gedacht mit dem Schreiben. Und es fühlt sich nicht gut an. Verflixtes Social Media. Ab heute höre ich sehr bewusst hin, wenn ich mal wieder „mal eben schnell“ denke. Ich streiche diese Floskel meinem Wortschatz. Dieses „mal schnell“ wird bei mir nie was und klaut mir nur Zeit. Ich schreibe es mir auf und lege es für die nächste Pause bereit.

Fazit: Die Entscheidung ist gefallen

Tag 7: Ja, ich werde dieses Buch schreiben. Es wird für die nächsten Monate (vielleicht Jahre) ein weiteres Projekt sein, so wie andere Storytelling-Projekte und das StoryCoaching für meine Kund*innen. Doch ab sofort gibt es keine Termine am Freitag mehr außer der Verabredung mit mir und meiner Tastatur.

Ich werde testen, ob es sich im Homeoffice mit Unterstützung des unsichtbaren Riesen genauso gut schreibt, wie in meiner Berliner Sommeridylle

Im Gepäck auf der Fahrt zurück nach Hamburg habe ich jetzt:

  • eine gut sortierte Materialsammlung für den Roman
  • die Kapitelstruktur
  • erste Figurenskizzen
  • Fitness in meinem Profi-Schreibprogramm

Was danach geschah

Seit zwei Tagen bin ich zurück in Hamburg. Die Bahnfahrt habe ich genutzt, um im Unsichtbaren Riesen bis Seite 175 zu lesen. Entdecke, dass es für Bettina Phasen heftigen Zweifels am Riesen gab.

Bin also vorgewarnt, als an meinem heimischen Schreibtisch erstmal gar nichts mehr geht. Nervige Post von Ämtern. Termine, die durcheinanderpurzeln, Verpflichtungen auf die ich keine Lust habe. Das fühlt sich gleich wieder zu viel an, um so entspannt am Roman weiterarbeiten zu können, wie ich es eine Woche lange genossen habe. Fast will ich mich dem freien Fall hingeben „das darf doch jetzt alles nicht wahr sein.“

Doch, ist es aber. Und es liegt NUR an mir, ob ich ein Drama draus mache oder nicht. Blitzschnell höre ich auf zu grübeln und erledige die Dinge dann, wenn sie dran sind. Nicht früher! Außerdem erlaube ich mir zu beobachten, ob sich manches vielleicht von allein erledigt. Und ich bleibe mit allen Sinnen wach dafür, wie es mir damit geht.

Überlebt der Riese in meinem Alltag?
Falsche Frage!

Ich entscheide mich, ihm einen Platz in meinem Leben einräumen. Ich meine, er ist ja eh da. Also geht es nicht ums „Ob“, sondern um das „Wie“. Deshalb werde ich mich häufiger mit ihm unterhalten.

Dann und wann werde ich mir wieder einwöchige Schreibauszeiten nehmen – liebe Freund*innen, wenn ihr im Urlaub seid und ich eure Wohnung einhüten soll, herzlich gern.

Falls du neugierig auf Bettinas Buch geworden bist: hier kannst du es kaufen. Wenn du Bettina erst besser kennenlernen willst, schau dir gern unser Gespräch an.

Wenn du auch ein Sommerexperiment machst, schreib mir gleich unten in die Kommentare. Ich bin schon mega gespannt.

Diesen Beitrag habe ich eingereicht bei der Blogparade von Cordula Natusch

Outtakes 2020

Blick hinter den Kulissen einer StoryCoach. Oder die Frage: Mit welcher Story hast du dich in diesem Jahr selbst überrascht?

Der StoryLetter – neu, persönlich, regelmäßig

Fragst du dich auch, wo dieses Jahr geblieben ist? Was das ist, das seit Jahresbeginn über uns hinweg und durch jede von uns hindurchfegt? Und das uns mit Sicherheit auch noch eine Weile begleiten wird? Keine Sorge – das wird kein weiteres Big-C-Lamento. Denn es ist, wie es ist.

Wir leben in herausfordernden Zeiten.

Ich persönlich durfte in diesem Jahr extrem viel lernen und habe in den letzten Tagen eine Entscheidung getroffen.

Ab sofort schreibe ich wieder regelmäßig meinen StoryLetter. Doch er wird keiner dieser Newsletter sein, die ununterbrochen kostenlosen Content, Content, Content liefern, mit dem du dein Business zum Fliegen bringst, schlank und schön im Schlaf wirst, dein ganzes Leben optimierst, kurz – über Nacht ein ganz anderer und viel besserer Mensch werden kannst.

katrin klemm storycoach du bist richtig wie du bist

Genau so wie du bist, bist du richtig.

Aber was wird der StoryLetter denn dann? Wofür soll es sich lohnen, ihn überhaupt zu öffnen und sich dann noch die Zeit zum Lesen zu nehmen? In einer Zeit, in der sich unsere Aufmerksamkeit spätestens nach 50 Zeilen verkrümelt und die meisten lieber sowieso ein Video gucken als lesen wollen.

Es wird ein ganz persönlicher Newsletter, so als bekämst du von mir einen guten alten handgeschriebenen Brief. Natürlich wird es immer um Stories gehen – du weißt, die sind mein Motor und eine meiner großen Lieben.

  1. Ich gebe dir Einblicke hinter die Kulissen meiner Arbeit als StoryCoach und StoryTelling-Trainerin; Gedanken und Ereignisse teilen, die mich inspirieren.
  2. Natürlich werde ich Arbeitsweisen und Tools vorstellen, mit denen sich Stories besonders gut entdecken, entwickeln und nutzen lassen.
  3. Ich will dich inspirieren und herausfordern, dein Leben immer wieder durch eine neue überraschende Brille zu sehen. Damit es sich so entwickeln kann, wie du es dir wünschst.
  4. Du sollst von den vielen Ideen, die ich in diesem Story-Jahr dazu umgesetzt habe, natürlich profitieren. Hier gibts ein paar davon.
  5. Und wie ich von meinen Klientinnen nie Dinge verlange, die ich nicht selbst ausprobiert habe, lasse ich dich ehrlich und ungeschminkt auch an meinen Flops teilhaben. Kennst du schon die Fortsetzung meiner Heldinnen-Story die inzwischen schon 5 Monate ohne happy end an meinen Nerven zerrt?

Mir liegt am Herzen, über Dinge zu schreiben, die dich zu den Stories deines Lebens interessieren und weiterbringen. Deshalb lade ich dich ein: Erzähl mir von deinen Wünschen und stelle mir Fragen, die du gern beantwortet haben möchtest.

Abonnieren kannst du den StoryLetter gleich rechts im Kasten.

Ich freu  mich drauf, für dich zu schreiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

September- Zwischenbilanz 2020

Mein unglaubliches Storyjahr

Unser Jahr ist jetzt 9 Monate alt. Perfektes Alter für ein Baby, um zur Welt zu kommen. Dass die menschlichen Natur das auch nach Jahrtausenden so hält, schafft eine gewisse beruhigende Konstante in unserem Leben, oder?

Blicke ich auf mein Jahr zurück, dann habe ich den Stall schon jetzt voller 2020er-Kinder fröhlich, frühreif und irgendwie unglaublich. Vieles von dem, was heute zu meinem Alltag gehört, hätte ich mir im Januar nicht in meinen kühnsten Träumen ausgemalt. Geht’s dir auch so?

Im Januar startete mein persönlicher Prototyp: „Wie lässt es sich in vier Wochen Workation im Ausland Schreiben und Genießen?“ Meine Top-Erkenntnisse:

  • Am besten geht’s, wenn es lecker ist. Dafür ist Thailand das perfekte Land.
  • Ich werde nie wieder über Menschen lästern, die ihr Essen in Social Media posten.
  • Ich brauche Struktur, um zu schreiben: Zeiten, Orte, konkrete Ziele. Schau an, wie treu mir meine alten Projektmanager-Muster immer noch sind.
  • Mit weniger Planung entstehen die besseren Stories und das wie von selbst. Aha, wir arbeiten dann mal weiter am Loslassen, Katrin.
  • Wie Nr. 3 und Nr. 4 gemeinsam funktionieren sollen? Ich habe noch keinen blassen Schimmer. Das wird der Prototyp 2021 zeigen (allerdings eher in Mecklenburg-Vorpommern als in Thailand).

Zurück aus Asien, bereits mit der Maske im Flieger dann mit Kopfsprung in die Online-Welt.

katrin klemm storytelling auch mit maske

Himmel, welche Tools teste ich alles, um meinen Klienten und Teams ein so persönliches und intensives Arbeiten zu ermöglichen, wie sie es von mir gewohnt sind. Ok, es bleiben immer zwei Scheiben und ein Mikro dazwischen, doch es funktioniert großartig, und – ich fürchte mich nie wieder vor einem neuen Tool. Alle kochen nur mit (digitalem) Wasser.

Dann geht es im Raketentempo weiter

  • April Start der ersten Online-Interviews, Stephanie Selmer lädt mich in ihren Podcast ein – Storytelling im Change Management
  • April Das letzte Buch der Bella4Business Reihe ist schon Ende 2019 erschienen, doch echte Lesung mit Publikum ist nicht drin. Also lese ich online – auch um Mut zu machen, die es heftig aus der Spur geworfen hat: Mentaler Reboot mit dem New Deal
  • Juni – ich starte meinen allererstes exklusives Webinar „Großes Kino für dein Business“ – die Teilnehmerinnen bekommen viel mehr als sie erwartet hatten und ich bin happy, dass wir trotz technischer Anlaufschwierigkeiten nicht nur eine großartige Zeit miteinander haben, sondern auch über die unglaublichen Business-Stories, die die Frauen am Ende entwickeln.
  • Juli Sicherheit und Finanzen sind ein großes Thema in diesen Zeiten, ich teste Finanzgeschichten vom Buffet Welche Stories erzählen wir Frauen uns selbst über unseren Umgang mit Geld? Welche davon bringen uns voran und welche in Stress? An diesem Abend kommt alles auf den Tisch. Entspannt und lecker.
  • Juli – mit zitternden Nerven und weichen Knien stehe ich vor der Kamera für die Digitale Karrieremesse der Sticks and Stones mit „Zeig dich und deine Story. Für eine authentische Karriere“. Ich interagiere mit 187 Teilnehmer*innen, die ich nicht sehen kann. Ein Abenteuer der dritten Art. Doch der Vortrag bekommt die zweihöchsten Einschaltquoten der ganzen Messe.
  • Im August schufte ich gefühlt Tag und Nacht. Mehr als einmal will ich aufgeben. Doch es klappt. Nur wenige Stunden vor Abgabeschluss (nostalgische Erinnerung an die Diplomarbeiten) wird er fertig und jetzt gibt es ihn zu kaufen – egal ob ich da bin oder nicht – mit einem Klick – meinen allerersten selbstproduzierten Online-Kurs in einem echten Online-Shop „Geschichten für dein Business gibts wie Sand am Meer„. Schon über 120 Menschen arbeiten jetzt mit Hilfe meiner Videos daran, lieber ihre authentischen Geschichten zu finden, statt im Netz nur bei anderen abzugucken.
  • September Mit Abstand und Lüften darf jetzt auch der StoryTeller wieder stattfinden, das Thema „Krise als produktiver Zustand“ – eine ganz neue Vernetzung entsteht.
  • Die Teilnehmer*innen der dritten Runde von Design your LifeStory haben unglaubliche Improvisationen meistern müssen und sind mit beeindruckenden Lebensentwürfen im Sommer in ihr Prototyping gegangen. Inzwischen läuft seit September die vierte Runde – endlich wieder ganz echt und live mit drei phantastischen Teilnehmerinnen.
  • Für Oktober/ November habe ich noch eine Überraschung in der Pipeline. So viele haben mich schon gefragt, wann es endlich losgeht. Auch das wird wieder ein fröhlicher Selbstversuch.

Während ich – fast ein bisschen atemlos – all das runterschreibe, was in diesem Jahr bereits rund um das Thema STORY entstanden ist, dann spüre ich in mir eine tiefe Ruhe, Sicherheit und Lebensfreude, die Raum finden dürfen, weil ich 2020 wirklich angekommen bin in meinem Leidenschaftsthema.

Wie ist es dir in diesem Jahr bis jetzt ergangen?

Welche Geschichten hast du erlebt? Welche Hindernisse überwunden?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Heldenstory – ganz alltäglich

Eine Heldenstory erleben immer nur die anderen!?

Vergiss es! Du steckst täglich in deiner mittendrin!

Das glaubst du nicht? Dann überspring meine und lies gleich Hier weiter

Jetzt als Fortsetzungsroman

Update vom 11. September  – die besten Stories haben Fortsetzungen, oder? Aktuelle Staffel: wird es der Heldin gelingen ihre Nerven zu behalten…?  Hier weiter

Das ist meine Heldenstory vom 5. Mai 2020.

Gestern Abend im Video-Call war das schon komisch mit meinem HP-Laptop. Der Netzstecker steckt, doch die Ladestandsanzeige in der Symbolleiste sinkt von Minute zu Minute. Wie kann das sein? Bei 20 % brechen wir unseren Call ab. Ich muss dringend rausfinden, was hier los ist. In Zeiten von Corona und Onlinearbeit bin ich drauf angewiesen, dass das Gerät reibungslos funktioniert. Hat die Steckerleiste einen Kurzschluss? Probiere andere Steckdosen. Alle in Ordnung. Gerät lädt nicht. Ist der Anschlusspin verdreckt? Sauber! Rechner runter- und wieder hochfahren. Nichts ändert sich. Außer dem Ladestand, der sinkt. Und siiinkt. Und siiiiinkt. Die 1. Hilfe-Anleitung sagt: Akku ausbauen! Mein Laptop hat keinen Akku, den ich ausbauen kann… Kurz vor Mitternacht geb ich auf. Ladestand 12 %. Lass das Gerät an der Steckdose. Wird schon gut gehen.

Doch mein Gefühl funkt mir das Gegenteil.

Meine letzte Datensicherung ist eine Woche alt. Ich war sehr fleißig diese Woche…(habe allerdings keine Datensicherung in irgendeiner Cloud, keine Synchronisation der Daten auf dem Smartphone). Mein Moralometer unkt auch…

 

Heldenstory mit Ansage

Letzter Blick zum Schreibtisch – die Mini-LED neben der Ladebuchse: ein gespenstisch rotes Glimmen. Winzig wie meine Hoffnung. Das wird eine unruhige Nacht.

Morgens, noch im Bett, entwerfe ich meinen Masterplan: welche Daten müssen unbedingt gesichert (Steuern, Podcast- und Video-Input, Trainingsunterlagen für meine LifeStory diese Woche), welche Termine oder Kontaktdaten notiert werden? Und wo sind die Garantieunterlagen des Laptops? Er ist erst 5 Monate alt.

Um 8 Uhr blinzelt mir die rote LED entgegen. Kein Wunder ist über Nacht geschehen. Ladestand noch immer 12 %. Mir wird ganz anders. In Zeiten von Homeoffice mit geplanten Calls, Weiterbildung, Onlinematerial das erstellt werden will – das gibt ne Katastrophe… Meine innere Selbstzerfleischungskrähe krächzt: „Ja hättest du mal ne Datensicherung gemacht, hättest du…, hättest du…“. Der Katastrophenminister in meinem Kopf lamentiert volles Rohr: „Du wirst deine Kunden enttäuschen, wirst die Woche vergeuden, den Auftrag verlieren…“, jaulend rauft er sich die Haare. Ich atme tief durch.

Atmen hilft immer gegen Panikattacken.

Notfallplan anschmeißen. Ich fahre den Rechner hoch, sichere das allerallerwichtigste, kontaktiere den HP-Support-Avatar. Der kennt mein Gerät nicht, aber ich darf online ein Ticket einstellen. Meine Gedanken rasen, füttern den Katastrophenminister: „Arbeitsausfall für Wochen, in der Krise kein neuer Laptop zu bekommen, was soll bloß werden…“ Das Telefon klingelt – Journalistenanfrage für ein Interview zur Gewaltfreien Kommunikation im Business für die OWUp? Ich simse zurück „Ne, heute bestimmt nicht, habe gerade wenig gewaltfreie Gedanken: Scheiß-Laptop“. Kurze Nachricht an eine Businesskollegin mit der ich in zwei Tagen zum Call verabredet bin: „Wird knapp werden, hier gerade Ausnahmezustand“. Sie bedauert mich ein bisschen, zeigt ganz viel Mitgefühl. Wow – das tut gut.

„Reiß dich zusammen!“

Diese Stimme in meinem Kopf kenne ich doch: „Hallo liebe Oma!“ Ihre Ansagen waren früher selten nett, doch geholfen haben sie immer. Ich rufe den HP-Support an. Nach 3 Minuten hab ich einen echten Menschen dran. Hurra. Er gibt mir das Gefühl, mir wirklich helfen zu wollen. Viel wert in diesen Zeiten. Wir testen das Gerät, das mit 5 % auf dem letzten Loch pfeift. Ergebnis der Diagnose: Akku und Netzteil völlig ok. In exakt diesem Moment verglimmt das letzte Leuchten des Bildschirms. Alles schwarz, auch kein LadeLED-Licht mehr. Nicht mal ein Fünkchen Rot.

Seine Lösung „Ich schicke ein neues Netzladekabel los, das ist dann in 5 Tagen bei ihnen“ ist für mich keine Lösung. Denn meine Intuition sagt mir, dass das nicht die Ursache ist. Sollte die sich in der nächsten Woche bestätigen, darf ich wieder anrufen, HP holt den Laptop ab und schickt ihn nach Indien. „Das kann dann nochmal 3 Wochen dauern.“ Der junge Mann am Supporttelefon leidet mit mir, doch er muss sich an die Vorschriften halten. Mehr als einen Monat ohne Laptop? Meine ungesicherten Daten fliegen dann einmal um die Welt und sind nach der Reparatur vermutlich futsch. Vier Wochen ohne Rechner. In Online-Only-Zeiten.

Inzwischen laufen mir die Tränen.

„Hättest du nur“, schnarrt die Krähe. „Halt den Schnabel“, fauche ich zurück. Sie schüttelt sich, behält meine Panik mit ihren blanken Äuglein im Blick. „Muss ich halt einen neuen Rechner kaufen.“ Höhnisches Krächzen „Issss klar, bei der Marktlage.“ „Die Lager sind leer“, das hatte auch der HP-Mann gesagt. Atmen, Katrin! Weiterdenken!

Positive Erfahrungen abrufen!

Stimmt, die PC Feuerwehr 112 – die haben mir schon einmal schnell und konkret geholfen. Ich rufe an. Ja – es ist ein Mitarbeiter in der Nähe. Oh my god – hallelujah. Herr Koch kommt nach einer Stunde, öffnet den Laptop, legt die Eingeweide bloß, nimmt den Akku raus, schließt das Ladekabel an. Läuft. Also – läuft jetzt. Im Moment. Das könnte sich wieder ändern. Vermutlich ist das Betriebssystem Matsch. Die Hardware ist ok, doch Windows kann nicht erkennen, dass der Akku voll ist.

So als wäre nach einem üppigen Essen dein Magen übervoll. Doch bekommt dein Gehirn nicht mit, dass genügend Brennstoff für Bewegung da ist, verweigern deine Muskeln den Dienst und du kannst nicht mehr vom Tisch aufstehen.

Nein – also es liegt nicht am Kabel. Das Zuschicken des neuen Kabels wird gar nichts bringen. Während Herr Koch schraubt, reden wir kurz über die Globalisierung der Produktion – ja, nach Indien schicken ist billiger als unser Geld in Deutschland zu investieren. Wir haben uns an so viele Dinge gewöhnt. Doch er könnte mir helfen, rasch und unkompliziert – in zwei Stunden das Betriebssystem neu aufsetzen. Doch das wird HP nicht bezahlen. Ihnen ist es vermutlich egal, dass ich vier Wochen nicht arbeiten kann. Ich rufe den HP-Support zurück „Sie brauchen kein Kabel schicken!“ Die junge Frau kann das nur ins System eintragen. Ob HP die Rechnung übernehmen würde, kann sie nicht beantworten, verspricht Rückruf des Kollegen (der ist nach 7 Stunden noch immer nicht erfolgt).

Fortsetzung folgt …

Atmen. Adlerperspektive.

Ich erkenne, was hier mit mir passiert – Angst, Trauer, Ärger – Emotionen haben mich überflutet. Doch ich bin ausgestiegen, kann wieder klar denken. Ich bin ruhig und gelassen, habe einen Plan für die nächsten Schritte. Wie das geht, hab ich im NEW DEAL beschrieben. Hier lese ich dir das Kapitel zum Mentalen Re-Boot vor.

Ich bin StoryCoach. Ich erkenne die Muster.

Du auch? Es ist immer wieder die gleiche Geschichte: ein Mensch wird in seinem alltäglichen Leben von einer Herausforderung kalt erwischt (in C-Zeiten vier Wochen ohne Laptop). Er muss sich stellen, die Reise beginnt. Er begegnet Widersachern, die ihn piesacken und überzeugen wollen, dass er sein Ziel niemals erreicht (hallo Krähe, hallo Katastrophenminister). Er trifft auf Verbündete, die alles tun, um ihm aus der Krise herauszuhelfen. Ob lebendig (Danke Martina Bloch, danke Herr Koch) oder in anderen Welten unterwegs (danke liebe Oma), oder innere Stärken (ich hab als Coach all meine Tools selbst ausprobiert und weiß, wie ein mentaler Reboot funktioniert). Der Kampf wird gekämpft, wird bestanden und die Erkenntnis als Geschichte an andere weitergetragen.

Das war meine Heldenreise, ganz ohne Schwert oder magisches Cape.

Die Heldenstory – ein ganz normales Geschehen.

Doch das sind sie, unsere Stories.

Du glaubst noch immer, eine Heldenstory ist nur was fürs Kino? Nur was fürs Fernsehen oder Bücher? Nur was für die anderen?

Wach auf! Du steckst mitten drin.

Du selbst. Jeden einzelnen Tag.

Schau zurück auf deinen Tag heute. Dann geh Schritt für Schritt durch das universelle Muster.

  • Wie bist du heute in deinen Tag gestartet? Wo war das? Wann? Und wer war dabei?
    Schreib es auf…
  • Wann gab es einen Moment in dem du dachtest: „Oh nein, das kann nicht wahr sein“? oder „Muss ich jetzt wirklich…?“ Der Augenblick in dem du in ein schwarzes Loch gefallen oder in eine (mentale) Matschpfütze gestolpert bist? Wann ist dir heute etwas passiert, mit dem du nicht gerechnet hast? Was fühlte sich wie Krise an? Oder schon wie der Vorhof zur Hölle?
    Schreib es auf…
  • Was hast du daraus gemacht? Und wer oder was hat dir dabei geholfen? Ein Mensch von außen, der Unterstützung angeboten hat? Ein vertrautes Tier – Hund, Katze, Pferd-  das dich mit seinem intensiven Blick angeschaut hat als könne es nicht glauben, dass du nur so tatenlos herumsitzen willst? Eine verborgene Stärke, die du in dir trägst, und dich doch jedes Mal von Neuem daran erinnern musst, sie zu nutzen, um dich aus einer kniffligen Situation zu befreien oder ein klein bisschen die Welt zu retten? Für dich oder die, die dir am Herzen liegen?
    Schreib es auf…
  • Und wie ist es ausgegangen? Wenn du jetzt darauf zurückblickst: Was hast du erfahren, was hast du gelernt? Das kann dich stolz machen. Oder auch ein kleines traurigen Bedauern zurücklassen, falls es schief gegangen ist. Und ein “Ok, beim nächsten Mal mach ich es anders.“
    Schreib es auf…
  • Und wenn du jetzt deine Geschichte vom heutigen Tag erzählen würdest – deinen Kindern vor dem Schlafengehen, der besten Freundin am Telefon, dem Kumpel in der Kneipe (oder beim virtuellen Bierchen) – wie klingt sie, deine Geschichte der Alltagsheld*in, die/der du bist?

Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin von Heldenstories des Alltags. Schreib mir gern deine. Ich freu mich drauf..

 

Dienstag, 5. Mai 2020/ 19:57 Uhr – aktueller Akkuladestand: 100 %

Donnerstag, 7. Mai / 9:30 Uhr – Update für alle, die mitgefiebert haben: Rückruf von HP am Mittwoch 10 Uhr – der Laptop muss nicht nach Indien. Aktueller Akkuladestand: 83 %

DIE ZWEITE STAFFEL

humor katrin klemm storytelling

 

Mittwoch, 29. Juli / 10 Uhr – exakt das gleiche Problem: kein Akku, kein Strom, Rechner tot. Exakt die gleiche Regelkonformität von HP, die mich keinen Schritt weiter kommen lässt. Geduldig teste ich alles durch, was mir der Supporter am Telefon anweist. Wieso ist mir das Ergebnis schon vorher klar? Kennst du auch manchen Film schon so gut, dass du die Dialoge oder einzelne Schlüsselsätze mitsprechen kannst? Weil du ganz genau weißt was kommt?

Wenn du meine Heldenstory vom Mai oben gelesen hast, errätst du, wie es weitergeht ….. Trommelwirbel…. Jaaaaa: „Schicken sie das Gerät ein für 3 Wochen“. Diesmal hab ich gottseidank eine Datensicherung, hätte aber wieder keinen Laptop für Wochen. Erneut Herr Koch, der mir aus der Patsche hilft. Diesmal muss der ausgebaute Akku aber draußen bleiben, sonst bleibt das Gerät tot. Und so läuft der Laptop, der ja eigentlich für mobiles Arbeiten vorgesehen ist (nicht sarkastisch werden, liebe Heldin) ab jetzt nur noch an der Steckdose. Aber er läuft. Und ich komme an der bitteren Wahrheit nicht vorbei, dass ich in ein neues Gerät investieren muss.

Enttäuschung ist nur das Ende der Täuschung

Ende August telefoniere ich mit dem Beschwerdemanagement von HP und lerne, dass ich mir ein vernünftiges Gerät hätte kaufen müssen, wenn ich es ernsthaft als Businessgerät nutzen will. Auch eine spannende Aussage für mich als Freiberuflerin, die seit mehr als einem Jahrzehnt auf HP vertraut hat. Nun gut, eine Enttäuschung ist halt das Ende einer Täuschung. Ich bin als Einzelunternehmerin gar kein Zielobjekt für HP.

Montag, 31. August/ Herr Koch richtet den neuen Laptop ein. Er läuft. Sogar im Akku-Betrieb. Aufatmen.

Donnerstag, 10. September/ Anruf bei HP: „Ich würde das Gerät jetzt gern einschicken.“ Der sehr freundliche HP-Supporter beginnt das Regelwerk der Tests abzuspulen. Ich: „Wir können den Akku nicht testen, der Akku ist nicht mehr drin.“ Er: „Bitte testen sie trotzdem.“ Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll… Das Ergebnis „Sie können das Gerät nur zur Reparatur einschicken, wenn der Akku drin ist.“ (hatte ich bereits erwähnt, dass es sich bei dem HP Pavillion um ein Gerät handelt, bei dem nur ein Fachmann den Akku ausbauen kann?)

Freitag, 11. September / Das Beschwerdemanagement bittet mich per Mail, den Sachverhalt zu schildern… Ich bleibe gaaanz ruhig, ich schreibe ja gern…

 

 

Wut, Angst, Ärger? So kommst du mit deinen Emotionen klar

Corona und -gefühlt- kein Ende

In diesen Frühjahrstagen begegne ich Menschen, die die Chancen dieser Corona-Episode erkennen, die die Welt derzeit in Atem hält. Auch wenn sie leider große Opfer fordert.

Doch ich begegne auch vielen, die die Herausforderung zu überwältigen droht, die unsere Leben gerade aus der gewohnten Bahn wirft. Wir sind es nicht gewohnt, uns mit Angst, Trauer oder Wut auseinander zu setzen. Im Normalzustand sind wir geübt darin, diese Gefühle leichter zu verdrängen.

Geht es Dir auch so? Wenn auch nur manchmal? So hier und da, wenn Du ganz für Dich bist? Da hab ich hier ein paar Ideen für Dich.

Ideen für den mentalen Re-Boot.

In einem Kapitel meines 3. Buches „Der Tag des doppelten Neustarts“ erfährst Du, wie Du Dich aus eigener Kraft aus einem Tief befreien kannst.
Du musst zunächst mal gar nichts tun. Lehn Dich zurück. Ich lese Dir vor.

Neugierig geworden? Hier findest Du mehr zum Selbstcoaching mit Business-Stories.

Du willst es nicht allein anpacken? Dann schreib mir, wie ich Dich unterstützen kann. Das geht auch online ganz wunderbar.

Komfortzone? Wie du ihre Grenzen sprengst.

Der Sommer 2013 war die richtige Zeit für ein Abenteuer. Ich hatte Lust die Grenzen der einen oder anderen Komfortzone zu sprengen… Heute zaubert mir diese alte Story ein Grinsen ins Gesicht.

Ich hatte es getan. Hatte es riskiert. Und muss sagen, es war nicht der leichteste Tag in meinem Leben. Doch hinterher war ich stolz drauf wie Bolle. Endlich war meine höchstpersönliche Komfortzonengrenze gesprengt. Ob es sich gelohnt hat? Tja …

Wie gut kennst du deine Komfortzone?

Ja genau – diese mentale Kuschelecke, in der wir uns wohl und behütet fühlen. In deren gepolsterten Grenzen wir uns behaglich eingerichtet haben, wie in einer gut belüfteten, blumenmustertapezierten Gummizelle mit Roomservice. It’s safe babe.

Nein – kein Wort gegen Komfortzonen. Sie besitzen vorbehaltlose Berechtigung für jede von uns, der ihre Sicherheit lieb und teuer ist. Sie beschützen uns vor der Gefahr, unsanft zu landen, falls wir plötzlich Lust auf‘s Gleitschirmfliegen bekommen. Sie bewahren vor potentiellem Spott der Welt, beim Drang ad hoc eine flammende Rede zum Schutz der Pandas auf dem Rathausmarkt loszulassen. Auch frustrierenden Anfällen von Selbstmitleid, a la „Siehste, hab’s doch gleich gewusst, der Chefposten ist einfach eine Nummer zu groß für dich“, verwehren Komfortzonengrenzen den Zutritt. Sie bilden unser zuverlässiges Bollwerk gegen all die niederträchtigen Reaktionen, die uns drohen, sobald wir uns ungefragt auch nur einen Zentimeter zu weit aus dem Fenster lehnen.

Doch leider haben Komfortzonengrenzen Löcher…

Vielleicht nur so zart wie die hauchfeinen Poren einer Vierzehnjährigen, aber immerhin.

Bei mir war es der verlockende Duft von Car2go, der hier durchsickerte. Monate vorher hatte ich das eigene Auto abgeschafft und war seither ganz begeistert von der flexiblen Art, mich durch die Stadt zu bewegen. Die flotten Flitzer gab’s im Zugriff (fast) immer und überall in der City. Nur einen Nachteil hatte das Ganze: ich war gezwungen, immer vom Schreibtisch meines Homeoffice zu ordern. Mein freundliches zuverlässiges Moby konnte keine Apps. Und beim Zugriff übers Internet brach ich mir regelmäßig die Augen. Andere zückten nach coolen Events, Theater oder Workshops einfach ihr Smarty und schon kamen sie unkompliziert, bequem und günstig nach Hause.

Mein Selbstbild stand felsenfest – moderne, technisch ausreichend begabte Frau von heute mit großer Neugier auf coole Tools. Doch den Umstieg vom Mobil- auf das Smartphone schob ich seit Monaten vor mir her. Denn es funktionierte doch noch hervorragend. Ich konnte alles damit tun, was ich brauchte – reden, schreiben, zuhören, fotografieren (na gut, die Qualität war nicht mehr so der Hit)

Wann bist du zuletzt deinem Komfortzonengrenzen-Spreng-Meisterlein begegnet?

Du kennst sie auch, diese fiesen winzigen Sensoren, die seismografisch registrieren, dass wir irgendwie feststecken. Zwar sind wir noch nicht bereit, den nächsten Schritt zu gehen, aber irgendwie auch nicht mehr rundum happy. Es könnte sich um dein persönliches Komfortzonen-Sprengmeisterlein handeln, wenn

  • du schnell genervt, rasch gelangweilt oder nie zufrieden bist
  • deine Gedanken ständig um ein „man müsste mal“ kreisen
  • das „was wäre wenn“ immer häufiger als Gast am Frühstücktisch hockt
  • du dich häufiger bei scheelen Blicken auf all jene erwischst, bei denen Dinge einfach smarter funktionieren

Natürlich ist was dran am Sprichwort „Better the devil you know“, alternativ: das Mobiltelefon, das dir vertraut ist. Hat ja keine Eile mit der Veränderung. Nur hat die kuschelige Komfortzone leider zwei klitzekleine Nebenwirkungen:

  1. Die akute Gefahr, geistig zu verfetten – dann wird es irgendwann nur noch langweilig.
  2. Das Risiko, dass das Leben selbst einem in den Hintern tritt und man dann nicht mehr wählen kann.

Mich hat Nummer Zwei erwischt. Mein treues Moby trat in den Display Streik. Zunächst kein Problem – die Jahre im Projektmanagement haben mich an Workarounds gewöhnt. So lange ich das Gerät nicht zuklappte, konnte ich noch die Hälfte der Inhalte erkennen. Benutzte ich es wie gewohnt, war eine Neueinwahl fällig. Und die Car2go App wollte ich immer noch. Und dass der Kollege mit Smarty das verrückte Straßenschild auch gestochen scharf knipsen konnte, wenn er keinen Fotoapparat dabei hatte, wurmte mich langsam immer mehr.

Na, Lust bekommen, deine Komfortzonengrenze zu sprengen?
So geht’s in fünf überschaubaren Schritten

Schritt 1: Nimm all deinen Mut zusammen und wage ein Experiment.

Binde in Gedanken deine Zweifel an einen Luftballon und lass sie fliegen. Besonders Sicherheitsbewusste nutzen zum Anbinden die nächste Straßenlaterne. Da kannst du sie hinterher wieder abholen (falls du sie noch brauchst). Tun so, als könntest du schon alles, was du brauchst. Nur für eine Stunde oder einen Tag. Keiner sagt, dass es perfekt werden muss.

Ich lieh mir für ein paar Stunden das Smarty der Freundin, nur um zu testen. Selbstverständlich hielt ich mich strikt an ihre Ansage, was mir tun erlaubt und was verboten ist. Sie ist mutig und erlaubt viel, verbietet wenig. Also probierte ich – war schon ungewohnt mit all der Wischerei über das Display. Ein Anruf kam rein. Ich wurde nur ein winziges bisschen panisch, als ich nicht sofort wusste, wie ich den annehmen soll. Aber sonst ging’s mir gut.

Schritt 2: Parke alle Ausreden, die dich davon abhalten, etwas Neues auszuprobieren.

Stelle dir eine hübsche Box auf. Brummt eine Ausrede in deinem Kopf herum, höre zu, schreibe sie auf und verstaue sie in der Box. Für alle Designverliebten gern hübsch verknotet mit Bändchen. Den Pragmatikerinnen reicht eine Büroklammer. Rein in die Box. Deckel zu. Nur für einen Tag. Wenn du willst, darfst du sie morgen gern alle wieder rausholen.

Ich hätte, sollte, müsste doch – eine Liste, was das Smarty alles können soll, Preisvergleiche, technische Daten, jetzt bloß keinen Fehler machen, den Vertrag wirst du erst in 24 Monaten wieder los. Bla, bla und bla, ich weiß, wovon ich spreche. Meine Box ist blau und ich bin der Büroklammertyp. Farbige Büroklammern.

Schritt 3: Triff einen ganz neuen Menschen.

Denn die, die du schon gut kennst, werden dich eher auf deiner Komfortzonencouch festdübeln als dich da runterzuholen. Menschen, die ein bisschen anders, wilder, unbequemer sind als du selbst, geben einen guten Turbo für deinen Grenzübertritt ab.

Wild entschlossen stürmte ich in den Telefonshop. Handyverkäufer gehörten sonst eher nicht zu meinem bevorzugten Umgang. Ich begegnete ihnen verhalten misstrauisch. Denn sobald sie technikverliebt und superschlau auf mich herablächeln, komme ich mir uralt und technisch vollkommen unterbelichtet vor. Da musste ich durch. Beim dritten Shop funktionierte es. ‚Mein‘ Mr. Smartphone-Man war jung, freundlich und hörte meinen Wünschen geduldig zu. Peinliche Wissenslücken half er mir souverän zu überspielen. Er sprach eine klare Empfehlung aus und begründete sie einleuchtend. „Whow“, dachte ich. „Den würde ich mir gern als leuchtendes Beispiel für meine Trainings ausleihen. Trotzdem gehe ich nochmal mit Moby und ohne Smarty nach Hause. Ich musste wohl Abschied feiern.

Schritt 4: Schau dir die Dinge vor denen du dich fürchtest genau an.

Dann kalkuliere dein Risiko und entscheide, wie viel du auf‘s Spiel setzen kannst und willst. Alles andere steht nicht zur Debatte. Spielgeld ist Spielgeld und der Rest bleibt im Safe.

Der Tag der Entscheidung. Ich war bereit zur Trennung, ein für alle Mal. Akzeptiert. Doch zwei Tropfen Angstschweiß zierten meine Stirn bei dem Gedanken, durch den Umstieg auf das neue Gerät meine gut sortierten Kontaktdaten zu verlieren. Mr. Smartphone-Man hatte mir angeboten, den Datentransfer im Shop zu probieren. Hatte mir trotzdem erklären lassen, wie ich selbst diese kostbaren Schätze sichern kann. Das hat zu Hause wunderbar funktioniert. Doppelt hält besser. Auf all den Spielkram aus Mobys Tiefen – alte Bilder und Podcasts war ich bereit zu verzichten. Kaum erwähnenswert, dass natürlich alle Daten –  auch die Spieldaten unbeschadet auf Smarty gelandet sind. Uff.

Schritt 5: Streiche Vorbehalte, die du gegen neue ungewohnte Wege und Menschen hast jetzt ganz bewusst. Bleibe neugierig, was du außerhalb der Komfortzone noch entdecken kannst.

Nun hatte ich ein Smartphone – und konnte immer noch reden, schreiben, zuhören, fotografieren (die Qualität ist eine Wonne). Statt mich vor Mr. Smartphone-Man zu blamieren hatten wir uns nicht nur großartig unterhalten, sondern ich hatte auch eine Menge dazugelernt.  Und noch ein Wunder war geschehen. Meine kleine Schwester, die sich selbst den Technik-DAU  der Stadt nennt, hatte gleich am nächsten Tag mit flottem Tippen, Halten, Wischen ein paar sinnlose Features meines Smartys eins-zwei-drei beseitigt. Und dann ganz nebenbei demonstriert, wie ich das Foto meiner Baby-Nichte aus einer Konversation in die Galerie verschiebe. Cool. Sie macht das einfach so. Und ich guck mir rasant alles ab.

Eins, zwei, drei war Smarty dann mit Websites und Terminkalender gefüttert (das war für mich 2013 noch absolutes Neuland). Doch seitdem ging Business deutlich fixer. Die erste App, die ich mir heruntergeladen habe? Car2go na klar

Für mich scheint der Sommer eine wirklich gute Zeit für Experimente zu sein. Schau mal im Sommer 2021.

Und wenn du mit deinem kleinen Komfortzonengrenzenspreng-Experiment jetzt schon so weit gekommen bist, nimm dir doch gleich die nächste Komfortzone vor. Verrätst du mir im Kommentar, was du dir als nächstes vornimmst?

k wie Kopf putzen

Kopf ab oder Tatort Kallersche Gärten

Zwei Stunden lang habe ich neulich Köpfe abgeschnitten. Schnipp. Schnapp. Einen nach dem anderen. Ratsch – auch mal ein ganzes Bündel Blütenköpfe, wenn alles zu spät war. Auf den Knien im Beet rückst du nur ganz mechanisch zum nächsten Busch vor. Oder du wechselst die Stellung, sobald dir bei der ungewohnten Tätigkeit die Knie ächzen. Sonst passiert nicht viel. Die Hände beschäftigen sich wie von selbst. Gedankenwellen fluten sanft hin und her. Schnipp. Schnapp.

Wie gut es tut, ab und zu mal ein paar alte Köpfe abzuschneiden. Genau wie verblühte Gedanken. Die nicht mal schlecht gewesen sind. Sie haben genauso geblüht wie andere und zum Zauber sommerlicher Schönheit beigetragen. Zu ihrer besten Zeit waren sie genau am richtigen Platz. Sie sind gekeimt, waren winzige Knospen, haben sich entwickelt und bekamen Bienenbesuch. Sie haben sich Nahrung und Wasser aus der Erde gezogen, wurden von der Sonne gewärmt und dann im genau richtigen Augenblick – oft wissen Margeritenblüten es ebenso gut wie unsere Gedanken, wann es Zeit ist, die Blütenblätter zu entfalten – haben sie sich der Welt geschenkt. Dann strahlen sie eine Zeitlang vor sich hin. Wie kleine Sonnen erfreuen sie sich an sich selbst und bezaubern jeden der vorbeigeht.

Und eines Tages ist es vorbei. Man sagt ‚sie hatten ihre Zeit‘. Sie verblassen und verdorren, werden zum unansehnlichen Fleck am Strauch.

Die anderen Blütenköpfe am Strauch knurren – unhörbar für ein Menschenohr – wenn die Alten, die Verbrauchten sie um Nährstoffe und Wasser betrügen, die sie selbst nun nicht mehr brauchen, braun und verdorrt wie sie aussehen.

Hören sie sie auch manchmal grummeln in ihrem Kopf? Die neuen, die frischen Gedanken, die jetzt endlich Raum wollen, für die es an der Zeit ist zu blühen? Säßen da nicht die alten noch so fest an ihren Stängeln. Vielfältige Arten verblühter Gedanken gibt es in unseren Köpfen. Die

  • die uns noch nie etwas gebracht haben „ich bin einfach nicht gut genug
  • die uns krank machen „ich kann das nicht mehr ertragen, doch sag ich was, dann wird es noch schlimmer
  • die uns erfolgreich davon abhalten, uns zu bewegen „ich müsste mal…
  • die uns klein und hilflos halten „ich kann doch nicht…
  • die uns den Selbstbetrug erträglich machen wollen „wenn ich erst…, dann…

Auch diese Gedanken haben ihre Zeit, in der sie irgendeinen Nutzen bringen. Sicher. Doch eines Tages sind sie abgenutzt, aufgebraucht und bringen gar nichts mehr. Das Rascheln ihres toten Laubes raubt anderen Ideen-Knospen die Kraft zum Reifen und Blühen. Dann ist es Zeit für die Schere – Heckenschere, Gedankenschere, Papierschere. Schnipp. Weg damit.

Leg los – schaff dir Platz im Kopf für das was dran ist. Notiere dir alle Gedanken, die dir in letzter Zeit mehr Zaudern und Schaden als Nutzen gebracht haben. Schreib auch Gedanken auf, die schon uralt und verwelkt sind. Vielleicht sind es ja noch nicht mal mehr deine eigenen. Schreib alle auf. Und dann setz die Schere an, zerschnipsel sie in kleine Fetzen. Bring sie zur nächsten Papiertonne. Dann atme tief durch. Sei neugierig, wie viel Raum die neuen Triebe jetzt haben.

Stück für Stück gewinnen meine Margeritenbüsche wieder an Farbe. Das Leuchten der frischen Blüten erobert sich die Macht über das Graubraun zurück. Schnipp schnapp. Neue Ideen strecken ihre Köpfe ans Licht. Endlich können sie durchatmen. Inspiriert pumpen frisch geschlüpfte Gedanken ihre Lungen voller Sauerstoff. Wir strahlen wieder, richten uns auf, orientieren uns neu, schauen mit leuchtenden Augen in die Welt. Da ist jetzt Raum… Platz für Neues.

 

k wie Kakadu

Von Frauen und Kakadus

In der WELT von heute eine Randnotiz: Kakadus, die planen und ihren Fressimpuls zeitweilig unterdrücken können, wenn dafür leckerere Nahrung in Aussicht steht. Papageienvögel seien in der Lage zwischen sofortigem Nutzen und künftigem Gewinn abzuwägen, schreiben Forscher der Universität Wien. Sie rückten Futter einer gewöhnlichen „Leckereien-Stufe“ wieder raus, wenn sie im Tausch dafür etwas besonders Leckeres erwarten können.

Das erinnert mich an das Marshmallow-Experiment der späten Sechziger. Kindern, die der Verlockung der süßen Versuchung länger standhielten, bescheinigte man in Kontrollstudien in den Neunzigern höhere schulische und universitäre Erfolge. Seither zählt man die Fähigkeit, einen langfristigen Nutzen dem kurzfristigen vorzuziehen zu den Zeichen höherer Intelligenz. Das ist sicher nicht von der Hand zu weisen.

In der Welt um uns herum ist Geduld allein das falsche Signal, wenn in Gesundheits- und Pflegeberufen noch immer Frauen von hoher fachlicher und sozialer Kompetenz keine angemessene finanzielle Anerkennung erzielen können. Geschweige denn, wenn wir uns in einer zunehmend alternden Gesellschaft fragen müssen, wo denn der Nachwuchs in dieser Branche herkommen soll.

MEHR Verdienst für viel Dienstist das Motto des Equal Pay Day 2013 in Hamburg.

Sie haben immer die Wahl – aushalten, abwarten, daran glauben, dass noch etwas Besseres kommt. Oder jetzt und sofort etwas für den gerechten Ausgleich tun – für unsere Gesellschaft und für sich selbst. Wenn Sie anpacken und sich Anregungen und Handwerkszeug für ihr berufliches Weiterkommen holen wollen:

Herzlich willkommen auf dem Equal Pay Day in Hamburg

  • 21. März 2013
  • 17:00 – 21 Uhr
  • in der Patriotischen Gesellschaft, Eingang Börsenbrücke 10

Das Programm in Hamburg: Speednetworking, Podiumsdiskussion und gratis Coaching

Übrigens – auch die Kakadus warten nicht mit unendlicher Geduld auf ihre Cashewnuss. Die Hälfte entschieden sich nach vierzig Sekunden neu.

Geduld können. Packen wir Beharrlichkeit und Entschlossenheit dazu. Dann müssen sich Frauen nicht länger mit kleinen Bröckchen zufriedengeben.

k wie kopfüber

Manchmal muss man sich einfach in Dinge reinstürzen. Gelegenheiten packen, wenn sie sich bieten.

Nicht lange grübeln.

Katrin Klemm - vor dem Abtauchen

Ich hocke – mit schwerer Tauchausrüstung beladen – auf der Außenbordwand eines kippligen, wenn auch kräftig motorisierten Schlauchbootes. Das Riff im Roten Meer liegt direkt vor unserer Nase. Es soll Hammerhaie geben. Das wär schon mal was. Doch die Scheu dieser seltenen Tiere ist mir bekannt. Die Bedingungen sind nicht ideal. Haie brauchen es kalt und strömend. Wir haben es noch immer zu warm für die Jahreszeit.

Meine letzte Begegnung mit den Räubern beschränkte sich auf die Ahnung vager Schatten im unendlichen Blauwasser. Nicht gerade überwältigend. Auch die Verhaltensregeln für Taucher gegenüber Haien sind natürlich ins Hirn gedübelt: was mache ich wenn… Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, einem Hammerhai zu begegnen mager ist, man kann ja nie wissen… Das Schlauchboot dreht seine letzte Schleife.

Also was jetzt? Soll ich wirklich? Einfach so rücklings von Bord? Sich ins Blaue fallen lassen? Weiterlesen