Mehr Gelassenheit weniger Perfektionismus

Ja klar, es ist sinnvoll und erstrebenswert, einen richtig guten Job zu machen. Sich reinzuhängen, um Ziele zu erreichen, weiterzukommen, Erfolge zu feiern. Doch wenn der Anspruch immer und überall ausschließlich erstklassig zu performen, für Dauerdruck auf dem Kessel sorgt, gehen Motivation und Gesundheit irgendwann den Bach runter.

Gehören Sie auch zu den Frauen, die immer und überall ihr Bestes geben und sich trotzdem ständig fragen: „Bin ich gut genug?“ Wie weit stecken Sie bereits in der Perfektionsfalle? Testen Sie, wo Sie stehen und nutzen Sie Tipps aus der Praxis. Einer ist garantiert für Sie dabei.

Laden Sie Ihren persönlichen Perfektionstest herunter und finden Sie es heraus.

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Noch viel mehr zum Thema, was Frauen beruflich erfolgreich macht und gleichzeitig im Alltag leichter leben lässt finden Sie im Buch:

Der Tag im Schneekugelsturm

Zwölf Kapitel voller Business-Stories aus dem Berufsalltag des Hamburger Teams Franka, James und Manfred versprechen Spannung und aha-Effekte. Beim Selbst-Coaching unterstützen Selbsttests, Checklisten und eine Menge praktischer Tipps und Übungen.

Worum geht’s:

Die Assistentin Franka Kruse übernimmt das Ruder (mehr als ihr lieb ist). Sie muss das Team im Neuaufbruch steuern.

Frankas große Herausforderung ist es, Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bringen – und sich im Job zu nehmen, was ihr zusteht…

 

Was dabei für Sie drin ist:

  • Der Perfektionsfalle ein Schnippchen schlagen
  • Erwartungen klären – eigene und fremde
  • Ja und Nein-Sagen im richtigen Moment
  • Den überzeugenden Auftritt wagen
  • Entspannt mit Fehlern umgehen

Lesen Sie rein – probieren Sie sich aus-  gehen Sie Ihren nächsten Schritt.

Wie Sie mit Idioten klarkommen

Kennen Sie so richtige Vollidioten? Müssen Sie auch noch mit ihnen zusammen arbeiten und wissen kaum noch wie Sie das aushalten sollen? Dann gibt es hier eine Lösung!

Sinnlos? Machtlos? Hoffnungslos?
Raus aus der Ohnmachtsspirale!

Haben Sie mit Menschen zu tun, bei deren bloßer Erwähnung Ihnen schon die Haare zu Berge stehen oder Ihre Augen wie von selbst zur Decke rollen?
Jene Zeitgenossen, die einen mitten im Satz unterbrechen, uns nicht die Butter auf dem Brot gönnen, persönliche Beleidigungen (bevorzugt unter der Gürtellinie) verteilen, andere wie Luft behandeln – kurz: uns einfach nur Energie rauben. Hätte man nur die Chance, ihnen komplett aus dem Weg zu gehen. Oder – so hinter vorgehaltener Hand – ihnen wenigstens mal richtig eine reinzuwürgen…

Doch geht‘s um den Chef, einen wichtigen Kunden oder einen Lieferanten, fühlt man sich machtlos, ausgeliefert, hoffnungslos.

Was tun?

Zuerst einmal kurze Pause einlegen und tief durchatmen. Oft sind es unsere eigenen negativen Gedanken über den anderen, die uns daran hindern, einen erfolgversprechenden Ausweg zu finden. Sie denken:

  • Er wird mich wieder in Grund und Boden stampfen.
  • Sie mochte mich noch nie.
  • Bei dem habe ich eh keine Chance.

So dreht sich die Spirale aus negativen Erwartungen und Erfahrungen schneller und schneller. Natürlich könnten Sie auf Ihrer Position beharren und vom Gegenüber erwarten, sich anständig zu benehmen. Doch in den meisten Fällen warten Sie, bis Sie schwarz werden.

Nehmen Sie statt dessen lieber das Ruder in die Hand und steigen Sie aus der Spirale aus! Hier drei Tipps, die funktionieren:

Den gesunden Zahn finden

Wechseln Sie konsequent die Perspektive. Grübeln Sie nicht, worin Sie sich von diesem Idioten unterscheiden (stimmt’s, Sie denken: So wie der würde ich mich nie aufführen?). Gehen Sie einen Schritt weiter und suchen Sie nach Ähnlichkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Gegenüber:

  • Sie machen sich gerade Sorgen um den Erfolg des Projektes. Kann es sein, dass sich Ihr Gegenüber ähnliche Sorgen macht?
  • Sie stecken gerade in einem Konflikt. In welchem Konflikt steckt Ihr Kollege?
  • Sie haben Stress mit einer Vorgesetzten. Was stresst sie gerade?
  • Wie ist es mit Ihren Schwächen? Sind Sie vielleicht ein ungeduldiger Zuhörer – genau wie Ihr Gegenüber?
  • Sie kämpfen leidenschaftlich für Ihr Ziel? Ihr Gegenüber auch. Liegt der einzige Unterschied vielleicht nur darin, dass er zum Beispiel Vertriebsinteressen vertritt und Sie die Sicht des Controllings? Ihr beiderseitiges Engagement könnte anderen als Vorbild dienen.

Gelingt es Ihnen – im verrotteten Gebiss unfassbar schlechten Benehmens – auch nur einen einzigen gesunden Zahn zu finden, erobern Sie Ihre Handlungsfähigkeit zurück. Damit verlassen Sie aus eigener Kraft die Opferrolle. Mehr noch: Sie schaffen mental ein Gefühl von Gemeinsamkeit. Das hilft dabei, im Dialog zu bleiben. Oder wieder in den Dialog zu kommen.

Tat und Täter trennen

Es kommt vor, dass wir in Stress- oder Überforderungssituationen vollkommen unangemessene Reaktionen zeigen. Jede/r von uns! Natürlich ist es leichter, die Schuld beim anderen zu suchen, als zuzugeben: „Hier habe ich Mist gebaut“.

Ein eher ruhiger Zeitgenosse rastet gegenüber einem Lieferanten völlig aus. Eine zuverlässige Projekt-Managerin liefert die Ergebnisse zwei Wochen verspätet. Das bedeutet nicht, dass wir es jetzt mit einem Choleriker oder einer Schlampe zu tun haben. An der Persönlichkeit der beiden hat sich wahrscheinlich nichts geändert. Es ist lediglich ihr Verhalten, das der Situation unangemessen ist. Und ein Verhalten lässt sich leichter korrigieren.

In die Offensive gehen

Gehen Sie selbst den ersten Schritt. Suchen Sie das Gespräch und machen Sie deutlich: „Ich bin damit nicht einverstanden, dass Sie in dieser Situation die Kontrolle verloren haben“, statt zu sagen: „Sie sind ein Choleriker, dem man besser aus dem Weg geht“. Danach formulieren Sie, was Sie erwarten. Folgen Sie Ihrem Polarstern, das erleichtert die Sache. Machen Sie den Idioten wieder zum Menschen.

Nutzen Sie jetzt die Tatsache, dass Menschen grundsätzlich hilfsbereit sind. Schildern Sie die Situation, etwa: „Immer wenn ich gerade dabei bin, eine neue Idee zum Projekt vorzutragen, erlebe ich, dass Sie mich unterbrechen.“

Stellen Sie eine Frage mit „magischer“ Wirkung: „Was würden Sie in dieser Situation an meiner Stelle tun?“ Damit ermöglichen Sie Ihrem Gegenüber einen Perspektivenwechsel und bekommen oft ein Angebot, das beide weiterbringt.

Das heißt: Sind Sie mit Menschen konfrontiert, die sich idiotisch benehmen, hoffen Sie nicht darauf, dass sich hier von selbst etwas ergibt. Wenn Sie etwas an der Situation ändern wollen, dann nehmen Sie die Sache selbst in die Hand. Denn wenn Sie es sind, die die Initiative ergreift, erweitern Sie Ihren eigenen Spielraum.

Wie heißt es doch in einem alten Sprichwort „Gesunder Zahn kaut Brot zu Marzipan.“

Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch Der Tag an dem Bella verschwand. Der Business-Roman für Berufserfolg und ein leichtes Leben im Alltag

Wenn Sie ein für allemal lernen wollen, Heikle Gespräche souverän zu führen, dann ist dieses Training das richtige für Sie.

Tu was dran ist. Das Wichtige. Das Richtige.

Genug vom täglichen To-Do-Marathon? Dann setzen Sie Prioritäten und entscheiden selbst, was Sie tun und was Sie lassen!

Wichtig oder Dringend? Finde es raus!

Kunde, Chefin, Telefon, WhatsApp oder Chat…, sobald etwas von außen unsere Aufmerksamkeit verlangt, (ver-)schenken wir die meist sofort. Selbst wenn es uns von unseren eigentlichen Zielen abhält! Doch wenn Ihr täglicher Deadline-Marathon Ausmaße angenommen hat, die Sie nachts nicht mehr schlafen lassen, dann ist es höchste Zeit für ein Zeit-Management, das Ihre Prioritäten berücksichtigt!

Klar, Zeit kann man nicht managen. Das ist bekannt.

Doch wie folgen Sie dem, was Ihnen am Wichtigsten ist? Was bekommt Priorität, wenn es ‚brennt‘? Finden Sie zuallererst heraus, welche Erwartungen Sie selbst und andere an Sie stellen. Erkennen Sie das „Wozu?“, dann das „Was?“ und das „Wann?“. So befreien Sie sich von versteckten Zeitfressern und schaffen Raum für das Wesentliche.

So geht’s

Zuerst Auftrag klären

Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier und schreiben Sie auf, weshalb Sie überhaupt auf der Gehalts- oder Honorarliste stehen. Wie lautet Ihr Auftrag? Welche Ergebnisse werden von Ihnen erwartet? Wofür werden Sie bezahlt?

Dann Aufgaben zusammentragen

Teilen Sie ein zweites Blatt wie folgt.

Aufgaben Liste Katrin Klemm

Betrachten Sie jetzt einen typischen Arbeitstag und notieren im linken Feld alles, was Sie den Tag lang tun. Schreiben Sie wirklich alles auf.

Dann nehmen Sie zwei farbige Stifte. Markieren Sie mit der ersten Farbe alles, was direkt dazu beiträgt, Ihren Auftrag zu erfüllen. Mit der zweiten Farbe markieren Sie die Dinge, die Sie dabei unterstützen. Also all das, was – ließen Sie es ausfallen – es erschweren, aber nicht unmöglich machen würde, Ihren Auftrag umzusetzen.

Alles, was Sie künftig mit mehr Ruhe und Konzentration tun möchten, ist in der ersten Farbe markiert. Das übertragen Sie ins Feld rechts oben. In das verbleibende Feld schreiben Sie, wozu Sie „Nein!“ sagen werden (Farbe zwei).

 

Katrin Klemm StoryTelling Training StoryWork Coaching Prioritäten

 

Prioritäten setzen – das kleine ABC und D

Nach dem Eisenhower-Prinzip teilt man Dinge in dringende und wichtige Aufgaben ein.

Dringend sind Aufträge, die zu einem bestimmten Termin erledigt sein müssen. Präsentationen, die zu einem festgesetzten Zeitpunkt stattfinden und deren Termin durch nichts zu verschieben ist, zum Beispiel. Oder die Fertigstellung von Weihnachtskarten, deren Versand nach dem 24. Dezember keinen Sinn mehr macht. Weil Kunden, Chefs oder Kollegen hier oft Druck machen, konzentriert man sich schneller darauf, als einem lieb ist. Doch möglicherweise sind sie nicht wichtig für Ihre Ziele. Wichtig sind Aufgaben, die ertragreiche Auswirkungen haben. Das sind oft strategische, langfristige oder präventive Dinge wie Business-Pläne, Team-Aufbau oder Weiterbildungen.  Aus „dringend“ und „wichtig“ kann man ein Raster aufbauen, das für jeden – je nach Branche, persönlicher Einstellung (etwa: Wie schnell will ich mich zurückmelden, um als zuverlässig zu gelten?) oder Verantwortung im Job – unterschiedlich aussieht:

 

Prioritäten deiner Story Katrin Klemm

 

  • A-Aufgaben sind wichtig und dringend: Sie müssen sofort selbst anpacken. Hier steht viel auf dem Spiel. Entscheiden Sie sich, das Problem schnell zu lösen, manchmal ist es eine Krisensituation (etwa wenn ein wichtiger Kunde droht abzuspringen).
  • B-Aufgaben sind wichtig aber (noch) nicht dringend: Nehmen Sie sie in ihre Zeitplanung auf und bearbeiten Sie sie. Reservieren Sie sich dafür ein Zeitfenster und halten dieses unbedingt ein! Hier darf Sie kein Kollege und kein Telefon stören. So vermeiden Sie es, solche Aufgaben – im Strudel der Sofort-Anforderungen Dritter – auf die lange Bank zu schieben und dann in Hauruck-Aktionen abarbeiten zu müssen.
  • C-Aufgaben sind weniger wichtig bis unwichtig, aber dringend: Hier stecken sie, die typischen Unterbrechungsfallen (Anrufe, Mails, Kollegenwünsche). Wenn Sie delegieren können, tun Sie es. Bündeln Sie E-Mail-Bearbeitung, Telefonate, Recherchen und andere Termine in Blöcken. Wenn ein Kollege Ihre Hilfe braucht, vereinbaren Sie einen Termin (zu dem sie dann auch konzentriert für ihn da sind).
  • D-Aufgaben sind unwichtig und nicht dringend: Versenken Sie diese Aufgaben zügig im Papierkorb. Wenn Ihnen das zu heikel ist, legen Sie sie für eine Woche auf einen Extra-Stapel, prüfen Sie diese am Freitagabend und entsorgen Sie sie, wenn sie feststellen, dass kein Mensch danach gefragt hat.

Überprüfen

Schauen Sie sich jetzt noch einmal Ihre Liste von ganz oben an. Sagen Sie noch zu den gleichen Aufgaben ‚Ja‘ oder ‚Nein‘? Sortieren Sie sie neu.

 

Übrigens:
Es kommt vor, dass uns eine unwichtige oder nicht dringende Aufgabe Freude bereitet. Manche Dinge entspannen uns, selbst oder gerade weil sie keine große Bedeutung haben. Dazu gehören sowohl Social Media Aktivitäten im Netz als auch ein bisschen Klatsch auf dem Gang, manchmal sogar die Ablage, um den Kopf frei zu bekommen. Wenn Sie nicht darauf verzichten wollen, dann entscheiden Sie sich bewusst dafür, sie zu tun. Setzen Sie sich dafür ein Zeitlimit, stellen den Wecker und tun Sie es mit Genuss. Ist die Zeit abgelaufen, ist konsequent Schluss damit.

 

Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch Der Tag an dem Bella verschwand. Der Business-Roman für Berufserfolg und ein leichtes Leben im Alltag

Ja oder Nein: ein Schnell-Check

Ob Chef, Mann oder Frau, Kinder, Mutter oder Vater – in vielen Fällen fällt es uns schwer, eine Bitte abzuschlagen: Wir könnten uns unbeliebt machen, unsere Karriere oder Beziehung zu anderen Menschen gefährden, schlecht dastehen oder eine Chance verpassen. Es gibt viele Gründe, warum wir das, was uns eigentlich wichtig ist, hinter die Bedürfnisse anderer stellen. Doch langfristig macht uns das weder glücklich noch erfolgreich. Täglich stehen wir vor der Frage: Ja oder Nein?

 Schnell Klarheit schaffen

Nutzen Sie diese Infografik, um sich rasch Klarheit zu verschaffen

Ja oder Nein, ein Schnell-Check, damit Du bestimmst, wie Deine Story weitergeht

Will ich wirklich Ja sagen – und warum? Habe ich wirklich Spaß daran, die Bitte zu erfüllen – oder tun ich es nur, um vermeintliche negative Konsequenzen zu verhindern?

Und was setzen Sie dafür auf’s Spiel: Was was wäre nicht mehr möglich, was können Sie dann nicht mehr tun, wenn Sie Ihre Zeit zur Erfüllung der Wünsche anderer aufwenden? Und wie geht es Ihnen damit?

Sie wollen nochmal drüber nachdenken? Laden Sie sich den Schnellcheck herunter!

 

Titel-Foto by Aaron Burden on Unsplash

Locker machen – Kopf frei bekommen

Sie sind so richtig im Stress?

Fünf Turbos für einen klaren Kopf.

Wer kennt das nicht. Von einer Sekunde auf die andere muss alles auf einmal passieren. Und das sofort. Das ist – oft ohne dass es uns bewusst ist – eine körperliche Notsituation. Da kann unser Körper gar nicht anders als auf spontanes Multitasking umzuschalten. Das Herz hämmert, der Mund trocknet aus, der Atem beschleunigt sich oder wir halten ihn an. Sie beginnen zu schwitzen, verkrampfen den Nacken, ohne zu bemerken, dass Sie die Schultern hochziehen. Keine Frage – Ihr Körper reagiert auf Stress sofort.

Das erledigt sich bei Ihnen rasch von selbst und Sie sind 1 – 2 – 3 wieder locker? Dann keine Sorge. Klopfen Sie sich auf die Schulter. Sie haben es drauf. Für Sie ist der Artikel hier zuende.

Doch wenn Sie im Dauerstress chronisch auf diesem hohen Level arbeiten wird’s kritisch. Dann hilft nur eines: Stopp!

Raus aus der Chaosfalle

Sorgen Sie für Entspannung. Und sei es nur für drei Minuten. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden:

  • die philosophischen, die Reflexion erfordern und sich an Ihren persönlichen Werten orientieren,
  • die praktischen, die einen gewissen Planungsaufwand erfordern
  • und die pragmatischen, die sofort und überall wirken – bereits ab dem Moment, in dem Sie sie tatsächlich tun (nur Lesen reicht nicht).

Um die letzten geht es hier. Fünf Tipps als praktische Soforthilfe, um den Kopf freizubekommen. Zusätzlich die gängigsten Ausreden, warum es nicht funktionieren wird, aus eigener Kraft der Stressfalle zu entkommen. Die dazu passenden – ganz pragmatischen – Ausredenkiller gibt’s gratis dazu.

TIPP 1: In Bewegung setzen

Sie haben einen wichtigen Termin schon fast verpasst. Im Moment warten Sie irgendwo, dass es weitergeht. Sie hibbeln herum, doch Aufzug oder Bahn wollen einfach nicht kommen? Das Auto springt nicht an? Dann Schluss mit dem Warten – bringen Sie sich körperlich in Bewegung. Gehen Sie los. Ja genau, zu Fuß!

AUSREDE: Ja dann komme ich ja noch später!
AUSREDENKILLER: Erstens können Sie das gar nicht mit Bestimmtheit wissen. Und zweitens pumpen Sie durch jede Art von Bewegung frischen Sauerstoff ins Hirn. Das entspannt und hilft beim Denken. Die automatischen Überkreuzbewegungen von Armen und Beinen beim Gehen schalten unsere linke und rechte Hirnhälfte wieder zusammen. Kreativität und Logik stehen Ihnen beide sofort frisch zur Verfügung. So halten Sie wie von selbst Ausschau nach Alternativen, die funktionieren.

TIPP 2: Raus aus dem Kopf

Tipp 1 funktioniert für Sie nicht? Sie müssen wirklich bleiben wo Sie sind? Doch mitten im dicksten Stress produziert Ihre Phantasie einen Haufen Ideen, die leider mit der Lösung der akuten Situation nichts zu tun haben? Sofort notieren! So speichern Sie nützliche Ideen, selbst wenn die nicht ad hoc umsetzbar sind. Sie belohnen Ihr Hirn für seine Idee, befreien gleichzeitig den Arbeitsspeicher von ‘nicht-jetzt-Ballast‘ und konzentrieren sich auf das, was dran ist.

AUSREDE: Ich hab nix zum Schreiben dabei.
AUSREDENKILLER: Es gibt Mini-Notizblöcke und Stifte, die in jede Handtasche, sogar in ein Portemonnaie passen. Nutzen Sie Ihr Smartphone mit Apps wie Evernote oder hinterlassen sich selbst eine Sprachnotiz.

TIPP 3: Selbstgespräch führen. Kurzfassung

Stellen Sie fest, dass Sie kurz vor dem Durchdrehen sind und Sie die Negativspirale „das wird nie was, oh Gott, was soll jetzt nur werden“ immer tiefer runterzieht? Dann sagen Sie laut und deutlich zu sich selbst „Jetzt nicht“ und dann das „ich muss…“ ersetzen Sie durch „ich werde jetzt…“. Eine ausweglose Lage ändert sich sofort, wenn wir die Story überprüfen, die wir uns gerade selbst erzählen.

AUSREDE: Laute Selbstgespräche? Was denken die Leute?
AUSREDENKILLER: Stehen Sie auf der Straße, dann scheren Sie sich nicht darum. Höchstwahrscheinlich werden Sie die Passanten nie wieder sehen. Im Büro nehmen Sie sich den dicksten Stift, den Sie zur Verfügung haben und schreiben den Satz auf ein Blatt Papier. So stoppen Sie den Strudel und Ihr Hirn gibt wieder Lösungsressourcen frei.

TIPP 4: Realitätsfrage(n) stellen

Mit Realitätsfragen setzen Sie Ihre vermeintlich so furchtbaren Missgeschicke, Pannen, Niederlagen, Schwächen oder ähnliches in einen realistischen Bezug. Fragen Sie sich zum Beispiel: Wird es mich umbringen, wenn ich das nicht hinbekomme? Werde ich das überleben? Was ist in meinem Leben wichtiger als das hier?

AUSREDE: Wie banal ist das denn?
AUSREDENKILLER: Sie haben keine Chance, die Wirkung zu genießen, wenn Sie es nicht ausprobieren. Tun Sie es einfach. Sie werden überrascht sein, wie die Dinge plötzlich wieder in Schwung kommen.

TIPP 5: An- und Entspannung: Der Turbo im Sitzen

Ballen Sie die Hände zu Fäusten und drücken Sie die angewinkelten Arme fest an die Seite. Krampfen Sie die Zehen in den Schuhen zusammen, spannen Sie Unter- und Oberschenkel an. Kneifen Sie die Pomuskulatur zusammen. Zuletzt runzeln Sie intensiv die Augenbrauen, pressen die Lippen fest aufeinander und ziehen Ihr fiesestes Gesicht. Atmen Sie ein und halten den Atem an, solange Sie können. Dann lassen Sie los und atmen mit einem Stoß aus. Genießen Sie das Gefühl der Entspannung, das sofort Ihren ganzen Körper durchzieht. Sie sind allein im Raum? Noch zwei Wiederholungen.

AUSREDE: Wie pinlich. Was werden die Kollegen denken?
AUSREDENKILLER: Am besten geht es natürlich, wenn Sie allein im Büro sind. Ansonsten drehen Sie Ihr Gesicht dem Fenster zu – das wirkt harmlos. Sitzen Sie auf einem Drehstuhl, rollen Sie zum Büroschrank, öffnen Sie ihn als würden Sie etwas suchen. Oder starren Sie einfach weiter auf Ihren Bildschirm. Und sollte sich wirklich jemand dafür interessiert was Sie da gerade tun – bringen Sie es ihm bei.

Übrigens:
Wussten Sie, dass es im Grunde gar keinen Stress gibt. Jeder von uns steht täglich vor herausfordernden Situationen – in seinem Kopf oder der realen Umwelt. Den Stress dazu machen wir uns selbst. Was bedeutet das für Sie? Große Erleichterung oder noch mehr Verantwortung?

 

Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch Der Tag an dem Bella verschwand. Der Business-Roman für Berufserfolg und ein leichtes Leben im Alltag

Sei selbst deine beste Freundin

Seit dem Jahresanfang 2019 sind 78 Tage vergangen. Was hast Du draus gemacht?

Ein Viertel des Jahres 2019 ist heute Geschichte. Deine Geschichte.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die mehr Souveränität, Erfolg und Selbstvertrauen in Ihrem Leben haben wollen? Wünsche und Ziele, die sich viele zu jedem Jahresbeginn erneut vornehmen. Ganz fest vornehmen. Sie starten mit Enthusiasmus und Power. Dann kommt Ihnen das Leben dazwischen und spätestens Ende Februar war‘s das dann wieder.

Der Grund: für die meisten von uns haben Anforderungen von außen die höchste Priorität: das Business, das Projekt, die Kunden, die Kollegen, die Familie, die Kinder, … you name it. Da bleibt kein Raum für das, was Ihnen noch zu Jahresbeginn ein Herzensanliegen war.

Gerade wenn Sie Führungsverantwortung tragen, versuchen Sie vermutlich mit Entschlossenheit und häufig über alle Grenzen Ihrer Kraft Ihr Team oder Unternehmen zu führen. Doch wann hatten Sie die Gelegenheit zu lernen, zunächst einmal sich selbst zu führen? Verfügen Sie über Klarheit und Akzeptanz bei dem besten Freund, den jeder von uns haben kann: Bei sich selbst?

Haben Sie einen wirklich guten Freund/ eine echte Freundin?

Wirklich gute Freunde und Freundinnen kennen Sie in- und auswendig, weil Sie ihnen vorbehaltlos vertrauen. Weil Sie ungeschminktes Feedback und eine Schulter zum Ausheulen bekommen, selbst wenn Sie Mist gebaut haben. Ein bester Freund akzeptiert Sie, wie Sie sind, mit all Ihren Stärken und Macken. Sie/er muss nicht alles gutheißen, was Sie tun. Aber sie/er ist ein Mensch, der in schwierigen Zeiten für Sie da ist; der Sie ermutigt, wenn ein Berg an Aufgaben Sie zu überwältigen droht. Die Sie anrufen können, wenn es brennt. Im Notfall auch nachts. Mit einem solchen Freund teilen Sie verrückte Ideen und spinnst Träume. Sie feiern mit ihm, wenn etwas gelungen ist. Eine echte Freundin geht mit Ihnen durch Dick und Dünn.
Ein Freund hört zu und wertet nicht. Aus seiner Perspektive gibt er wahrhaftige Rückmeldungen darüber, wie er Sie sieht. Offen und immer wertschätzend sorgt er für Durchblick und Klarheit.

Mut zum Gedanken-Experiment

Solch eine/n Freund/in wünscht sich jeder, doch nicht jeder hat sie/ihn. Wie wäre es, wenn Sie selbst Ihr/e beste/r Freund/in wären? Probieren Sie es jetzt gleich aus! Finden Sie einen Ort, an dem Sie eine Stunde mit sich allein sein können. Idealerweise mit einem Spiegel, der an Ihrem Kleiderschrank vielleicht? Ein Taschenspiegel tut es auch. Selbst die Fensterscheibe im Büro, in der sich Ihr Gesicht spiegelt, reicht. Die Hauptsache, Sie können sich hin und wieder in die Augen schauen. Legen Sie Papier und Stift bereit – Sie werden interessante Entdeckungen machen.

(Nicht wundern, dass ich Sie ab hier duze. Das tust du doch mit deinem/deiner besten Freund/in auch, oder?)

Sei selbst Deine beste Freundin

Schau in den Spiegel. Nimm Blickkontakt zu der Person auf, die dir dort begegnet. Wie schaut sie dich an? Gleichgültig? Neugierig? Verwundert? Halte den Blick und beobachte, was geschieht. Lächelt dein Gegenüber dir zu? Zieht er/sie die Stirn in Falten? Versucht er/sie immer wieder, deinem Blick auszuweichen? Alles in Ordnung. Es ist nur ungewohnt für dich.

Gehe nun die folgenden Fragen durch. Am besten du sprichst sie laut aus. Denk dran: In der Gegenwart deines besten Freundes darfst du offen und ungeschminkt über alles reden. Du darfst dich auch irritiert, verletzlich oder unvollkommen zeigen. Er wird dir zuhören. Aufgeschlossen, voller Wohlwollen und Respekt wird er jede Antwort wertschätzend annehmen. Ganz gleich, was kommt.

Noch ein Hinweis: Die folgenden Fragen sind vielleicht nicht alle leicht oder bequem. Doch es lohnt sich, sie (endlich) einmal zu stellen und zu beantworten. Dein Leben wird sich danach lebendiger anfühlen. Jetzt schau in den Spiegel, nimm Blickkontakt auf und beginne deinen Dialog.

Check bei dir selbst ein

  • Wenn ich dir jetzt in die Augen schaue, dann entdecke ich …
  • Wann warst du das letzte Mal mit dir verabredet?
  • Schau kurz zurück auf die letzten Monate. Welches waren die glücklichsten und welche die schwierigsten Momente? Warum?
  • Zurück ins Heute: Was magst du an dir am meisten?
  • Was willst du lieber nicht sehen? Was versteckst du vor dir selbst?
  • Was erwartest du von dir im Job, von deiner Gesundheit, in der Familie, mit Freunden…?
  • Wann hast du etwas gewagt, das auch hätte schief gehen können?
  • Welche deiner Grenzen kennst du? Welche willst du überschreiten? Welche bist du bereit zu akzeptieren?
  • Wann vertraust du dir zu hundert Prozent? Und wann nicht?
  • Wann hast du zum letzten Mal von Herzen über dich gelacht?
  • Wofür solltest du dich bei dir selbst bedanken?
  • Worüber hast du dich aufrichtig gefreut? Wie fühlte sich das an?
  • Was hast du dir selbst noch immer nicht vergeben?
  • In welchen Momenten bist du dir selbst besonders nah?
  • Magst du dich als Mensch? Akzeptierst du dich, so wie du bist? Woran machst du das fest?
  • Bist du bereit, Frieden zu schließen mit allem, was du tust und bist? Falls nicht: Was müsstest du tun?
  • Worauf bist du neugierig? Was wüsstest du gerne von dir, hast es dich aber noch nie gefragt?

Gut gemacht

Auf welche Fragen hattest du spontan eine Antwort? Welche haben dich irritiert? Welche lehnst du ab? Bei denen lohnt es sich, genauer hinzuschauen, denn hier liegt oft dein größtes Erkenntnispotential! Gibt es Fragen, für die du dir mehr Zeit nehmen möchtest? Wenn du nach einer Stunde noch keine Antworten hast, dann grüble nicht weiter. Lade dir die Fragen als Karten herunter. Drucke und schneide sie aus, nimm sie in deinem Portemonnaie oder Laptopsleeve mit und bewege immer mal wieder eine Frage im Kopf bis sich die Antworten von selbst einstellen.

Klarheit verlangt Mut und Offenheit

Ein so tiefer Blick auf sich selbst ist nicht immer angenehm. Neue Erkenntnisse können unangenehme Konsequenzen und Enttäuschungen mitbringen. Wenn du vielleicht erkennst, dass du dich überschätzt hast. Oder wenn du einsehen musst, dass dein Ärger über einen anderen in Wahrheit der Ärger über dich selbst ist. Klarheit braucht die Erlaubnis, deinen inneren Kritiker schätzen zu lernen. Denn hinter Wut, Ärger, Scham und Schuld stecken oft andere Gefühle, die du dir schon lange nicht ein- und zugestehen willst. Doch der Mut zur Klarheit bringt eine Belohnung mit sich.

Klarheit belohnt mit Freiheit

Denn mit Klarheit können wir unsere persönliche Geschichte selbstbestimmt weiterschreiben, ihr eine neue Richtung geben. Schließlich sind wir der einzige Mensch, mit dem wir es ein Leben lang aushalten müssen – und dürfen. Schieb es also nicht auf die lange Bank. Jeder Tag bietet dir von neuem die Chance, deine beste Freundin/ dein bester Freund zu sein.

Übrigens: Was hältst du davon, dir diese Fragen ab jetzt einmal im zu Jahr stellen? Verabrede dich gleich für das nächste Mal mit dir selbst. Der Neujahrstag? Zu Frühlingsbeginn? Trage es am besten sofort in deinen Kalender ein.

Lass mich wissen, wie es für dich funktioniert hat. Oder wo es noch hakt…

 

Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch Der Tag des doppelten Neustarts Selbst-Coaching mit Business-Stories

Der Polarstern – Sicher ins Gesprächsziel

Wer weiß, was er will, kann sich orientieren. Immer.

Selbst wenn es in einem Gespräch heiß her geht.

Sie verhandeln Ihr Gehalt. Oder wollen einen Pitch gewinnen. Oder Sie wollen einem Mitarbeiter, der schon mehrfach echten Murks abgeliefert hat, klar machen, was Sie von ihm erwarten. Da steht einiges auf dem Spiel.

Und dann passiert’s. Gerade wussten Sie noch ganz genau, worauf Sie hinauswollten. Da tauchen unerwartete Komplikationen auf. Ihr Gegenüber reagiert anders als sie erwartet haben. Er lacht lauthals los, als Sie Ihre Gehaltsvorstellungen nennen. Der kritisierte Mitarbeiter wird wütend oder droht. Oder steigt aus dem Gespräch aus, dreht sich um und geht einfach. Emotionen steigen auf, zuverlässig wie ein Sonnenaufgang am Morgen. Sie sind irritiert, verunsichert, verletzt, … Plötzlich haben Sie die Orientierung verloren:

Was war noch mal mein Ziel?

Dieses Phänomen lässt sich vor allem dann beobachten, wenn es um eine schwierige Botschaft geht. Wenn Sie etwas vermitteln wollen oder müssen, das für Ihr Gegenüber unangenehm oder anstrengend werden kann. „Augen zu und durch“ kann ein Weg sein. Sie reden einfach weiter, irgendwann wird es schon klappen. Und wenigstens geben Sie sich eine Chance, statt kurzfristig zu kneifen oder auf Dauer zu resignieren.

Der erfolgversprechendere Weg ist, Sie suchen sich vorab einen Orientierungspunkt, Ihren persönlichen Polarstern. Dann verlieren Sie Ihr Ziel nicht aus dem Blick, selbst wenn die Wellen mal höher schlagen.

Die folgenden drei Fragen helfen Ihnen dabei:

Was will ich wirklich für mich?

Beispiel Gehaltsverhandlung: „Ich will für meine Leistungen angemessen entlohnt werden. Ich zeige seit Monaten eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und erwarte, dass meine Leistung monetär anerkannt wird. Ich arbeite gern für mein Unternehmen und bin entschlossen, auch weiterhin mein Bestes zu geben. Deshalb möchte ich jetzt eine konkrete und verbindliche Zusage.“

Was will ich wirklich für mein Gegenüber?

Wie bitte? Sie lesen richtig. Diese Art der Fragestellung ist tricky – und gerade deshalb besonders wichtig. Denn mal ehrlich, wenn es schwierig wird, denken wir doch häufig zuerst daran, was für uns selbst drin ist. Dabei übersehen wir, dass sich unsere eigenen Ergebnisse deutlich verbessen, sobald auch für unser Gegenüber etwas rausspringt.

„Mein Gesprächspartner soll erkennen, dass es mir ernst ist mit meiner Forderung, und ich mich nicht vertrösten lassen werde. Er soll gleichzeitig sicher sein, dass ich ein loyaler Mitarbeiter bin, nicht mit dem Gedanken spiele, das Unternehmen zu verlassen, auch wenn ich meinen Marktwert genau kenne.“

Was will ich wirklich für die Beziehung?

Auch nach dem Gespräch werden Sie weiter mit dem Vorgesetzten leben (müssen). Wie soll ihre Zusammenarbeit in Zukunft aussehen? Wodurch wird ihr Umgang geprägt: Durch Offenheit und ein faires Kräftemessen? Sollen beide nur erleichtert sein, dass sie dieses Gespräch endlich hinter sich haben? Oder finden Sie künftig bei heiklen Themen noch schneller den Mut zum Gespräch, wenn einer von ihnen daneben liegt? Wird vielleicht in Zukunft ein Augenzwinkern ausreichen, um sich wortlos zu verständigen und wieder in die Spur zu kommen?

Haben Sie Ihre Antworten auf diese drei Fragen gefunden? Zeichnet sich Ihr Polarstern bereits ab? Leuchtet er Ihnen klar und deutlich den Weg durch alle möglichen Gesprächshindernisse? Dann beantworten Sie sich noch eine letzte Frage:

Wie würde ich mich verhalten, wenn ich diese Resultate wirklich wollte?

Vielleicht reicht Ihnen die Klarheit, die Sie durch Ihre Antworten auf die letzten drei Fragen gefunden haben, bereits aus.

Doch wahrscheinlich treffen Sie jetzt – sobald Sie sich darüber klar geworden sind, was Sie in diesen drei Ebenen erreichen wollen – viel gezieltere Vorbereitungen für Ihr Gespräch. Tragen Sie Fakten zusammen, die Ihre Beobachtungen belegen. Stellen Sie Vermutungen an, welche Interessen Ihr Gegenüber in dem Gespräch haben wird. Schätzen Sie ein, mit welchen Gegenargumenten Sie rechnen sollten. Wie schaffen Sie es, Ihr Gegenüber ausreden zu lassen? Wann setzen Sie Grenzen?
So testen Sie – wie nebenbei – schon einmal die Emotionen, mit denen Sie sich bei diesem Thema oder dieser Person immer wieder konfrontiert sehen. Überlegen Sie sich, wie Sie souverän damit umgehen wollen.

Klarheit und Fokus

Diese Übung hat einen zweifachen Nutzen.

  • Die Suche nach Ihrem Polarstern bereitet Sie auf Ihr schwieriges Gespräch vor. Sie erkennen bereits vorab mögliche Klippen, die es zu umschiffen gilt.
  • Mitten im Gespräch gibt Ihr Polarstern Ihnen Orientierung. Sie schaffen Klarheit und kommen auch dann zuverlässig auf den richtigen Weg zurück, wenn Sie sich mal auf einem Nebenkriegsschauplatz verirrt haben.

Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen

Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch Der Tag an dem Bella verschwand. Der Business-Roman für Berufserfolg und ein leichtes Leben im Alltag

Langweilen Sie nicht

Wenn Sie von Erfolgen Ihrer Karriere zu erzählen haben – tun sie es. Laut und deutlich!

Wenn Sie sich dagegen noch nicht ganz sicher sind, ob Sie Ihre Hürdenläufe, Missgeschicke, Pannen, das Falsch-Abbiegen und die Dürrezeiten zu Ihren persönlichen Erfolgen zählen dürfen, dann schauen Sie sich doch einmal die Geschichten genauer an, die dahinterstecken.

Bei der Veranstaltung im Mai ging es um die Geheimnisse des Storytelling und darum, wie Sie zur Regisseurin Ihrer Erfolgsstory werden.  Katrin Klemm verriet, was Sie von Filmemachern lernen können, um Menschen zu bewegen und zu begeistern und weshalb abgucken und authentisch sein wunderbar zusammen passen.

Ein Nachbericht vom Frauen-Netzwerktag in der

Werben & Verkaufen 22/2014

Ausmisten – Ausrichten – Aufbrechen: jedes Jahr von neuem

Female Leadership ist in aller Munde – doch Sie erleben in Ihrem Joballtag noch immer mehr graue Theorie als (gut bezahlte) Praxis? Dann wird es Zeit für einen gedanklichen Frühjahrsputz.

Cari E. Guittard lehrt an der Hult International Business School in Dubai. Auch sie hat die Nase voll vom oberflächlichen Feel-Good-Gerede auf Women-only-Konferenzen. Sie fordert auf, aus dem Olymp der kuschelig flockigen Erfolgsmeldungen herabzusteigen und abzutauchen in die echte Arbeit die noch vor uns liegt. Es gelte jetzt, so Guittard, die nächste Generation Führungsfrauen auszubilden, zu inspirieren und zu stärken.

Auf Ihrer Wunschliste für 2013 finden sich reizvolle Ideen:

  • More Women Leaders Capturing and Telling Their Own Stories
    Mehr Frauen in Führungspositionen, neben denen in den Vorstandsetagen, sind gefragt, über um ihre individuellen Wege in die Führung zu berichten. Wie wäre es, wenn Frauen auf allen Stufen der Karriereleiter, auch jene, die in ungewöhnlichen Zusammenhängen führen – in Familienunternehmen, Kommunen oder NGO‘s zum Beispiel – in die Tasten greifen?
  • Leadership Paths Focused on Strengths and Skills
    Frauen ver(sch)wenden außerordentlich viel Energie darauf, Schwächen zu kaschieren statt sich konsequent auf ihre Stärken zu konzentrieren und diese auszubauen. Wechseln Sie die Perspektive, parken Sie Ihre Schwächen für eine Weile vor der Stadt und treiben Sie Ihre Weiterentwicklung gezielt in die richtige Richtung. Richtig meint: Es bringt Sie persönlich und Ihr Unternehmen voran. Wenn Sie darüber mit Ihrem Chef/ Ihrer Chefin sprechen, werden Sie rascher das Ok, die Zeit und das Budget für Ihre nächste Weiterbildung genehmigt bekommen.
  • Men Need to Be Part of the Conversation and Help Drive the Solutions
    Im Eifer des Gefechts kommt es vor, dass wir mit gleichen Waffe zurückfeuern, die wir zu ächten angetreten sind. Separatismus at it‘s best heißt, dass wir Männer zu Frauen-Führungsforen nicht einladen, geschweige denn, sie zu Wort kommen lassen. Wir verschenken die Chance, die Ressourcen von Männern zu nutzen. Männer, die Töchter haben, die Waren oder Dienstleistungen an Frauen verkaufen oder an entscheidenden Schaltstellen der Unternehmen zu unseren Gunsten Einfluss nehmen können, gehören mit ins Boot. Also – Köpfe auf! Türen auf! Hören wir einander zu! Reden wir miteinander! Mein letztes Erfolgserlebnis der Womens Business Day in Hamburg.

Wenn Sie persönlich Ausmisten – sich Ausrichten – Aufbrechen wollen, dann ist der Frühjahrsputz für Ihre Karriere die richtige Entscheidung für Sie. Vereinbaren wir einen Termin 040-30036781 oder schreiben Sie mir

Sind Sie als Projektmanager(in) geeignet?

Auch Projektmanager machen Urlaub. Eine Gelegenheit, im ultimativen Praxistest zu checken, ob Sie für Ihre Aufgabe wirklich geeignet sind.

Der Geduldstest: Suchen Sie in einer Fußgängerzone einen Straßenkünstler, der als lebende Statue auftritt. Bringen Sie ihn dazu, laut und deutlich zu rufen: „Das Projekt ist hiermit beauftragt und Sie sind der Projektleiter.“

Der Frusttest (für Männer): Nehmen Sie alle Niederlagen Ihres Fußballvereins auf und sehen Sie sich diese ein ganzes Wochenende immer wieder an.

Der Frusttest (für Frauen):

Schlendern Sie einen ganzen Tag von einem Schuhgeschäft zum anderen und suchen Sie sich genussvoll das schönste Paar Schuhe aus, das Sie je gesehen haben. Verlassen Sie das Geschäft wieder, ohne die Schuhe zu kaufen.

Der Verhandlungstest: Überzeugen Sie den Vorstandvorsitzenden eines großen deutschen Autokonzerns davon, künftig einen japanischen Dienstwagen zu fahren.

Der Krisenbewältigungstest: Halten Sie mitten auf einer viel befahrenen Kreuzung, schalten Sie die Warnblinkanlage an und wechseln Sie in aller Ruhe einen Reifen.

Der Teamführungs- und Projektabschlusstest: Gehen Sie in einen Kindergarten als ehrenamtlicher Helfer. Lassen Sie die Kindergärtnerinnen eine halbe Stunde vor Schluss schon in den Feierabend gehen. Motivieren Sie die anwesenden Kinder dazu, den gesamten Kindergarten pikobello aufzuräumen, so dass jedes Spielzeug an seinem dafür vorgesehen Platz zurückgelegt wird.

(gefunden in Projektmagazin.de 10/2010)

Sollte sich jetzt ein gewisser Stresspegel einstellen, atmen Sie tief durch: Sie sind noch im Urlaub.