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Bin ich ein Story-Freak?

Kann Leidenschaft zur Außenseiter*in machen?

Meine Express-Heldenreise durchs Tal der Verzweiflung und die…

Im Mai hat mich Katja Frauenkron, die DEICHGRAFIKERIN zu einem Interview in ihren Blog eingeladen. Wir kennen uns aus dem Woman Entrepreneur Club und ich schätze Katja sehr. Deshalb freue ich mich besonders, tippe drauf los, schicke ihr die Antworten auf ihre drei Fragen. Ihre Rückmeldung stürzt mich kurzfristig in gepflegte Verzweiflung.

Katja ist für mich nicht nur inspirierende Künstlerin. Sie sagt, dass sie auch ein feines Gespür für plattes Werbegewäsch hat. Das glaub ich ihr sofort.

Doch jetzt schreibt sie mir, dass ich das Interview ausschließlich werblich genutzt hätte. Das könne man machen, doch sie persönlich empfinde das als zu viel. Drei Fragen wären ja eine Einladung, auch eine andere, nicht berufliche Facette von mir zu zeigen. So wie der Beitrag jetzt wäre, könnte er auch 1:1 auf meiner Webseite stehen.

Uff…. Ich muss schlucken.

Was hab ich da in meiner Leidenschaft nur angestellt?

Denkpause.

Erkenntnis, weshalb sich #echtsein lohnt.

Was war passiert:

Einerseits hatte ich echt, authentisch, wahrhaftig von dem berichtet, was mich gerade umtrieb. Ich war frisch aus Portugal von der LifeStory zurück, schrieb gerade am Tagebuch meines portugiesischen Lebensgefühls und es sprudelte nur so aus mir heraus.

Andererseits hatte ich völlig übersehen, dass das was mir zutiefst vertraut ist, was immer Tag für Tag die Leidenschaft in mir entfacht für andere – nicht nur Katja -möglicherweise sehr werblich rüberkommen könnte.

Meine Aha-Momente:

  1. Ich bin so sehr, was ich tue, dass es für mich interessanterweise keine Grenzen dazwischen gibt. Und selbst nach längerem Nachdenken geht es mir außerordentlich gut damit.
  2. Sollten andere das werblich empfinden, bin ich bereit, damit zu leben. Denn auch das ist letztlich eine Geschichte, die wir uns selbst erzählen. Das Wunderbare an Stories? Sie tragen so viele unterschiedliche Bedeutungen in sich, dass Raum für alle Meinungen bleibt.
  3. Ich habe eine natürliche Gabe (und jede Menge Erfahrung und Training), ganz leicht die Story hinter allem und jedem zu finden (mag sie sich auch noch so gut verstecken). Dass ich sie nur erzähle, wenn ich gefragt (oder beauftragt 😉) werde, unterstützt mich dabei, Übergriffigkeiten zu vermeiden.
  4. Stories sind und bleiben meine Leidenschaft. In allen Formen. Punkt.

Ja, vielleicht bin ich ein Story-Freak.

Stöbere ich in Wikipedia nach Freak, so hätte man mich früher “verrückt, verkrüppelt, unnormal” genannt. Heute darf ich eine Person sein, “die eine bestimmte Sache, ein Hobby über ein normales Maß hinaus betreibt, sie zum Lebensinhalt macht”. Und ich “kenne mich definitiv besser” mit all den Chancen, Möglichkeiten und Geschenken, die uns Storytelling bietet – “aus, als eine Person, die dem Schnitt der Bevölkerung entspricht”.

Hier ein Beispiel, wie ich das uralte Format der Heldenreise nutze, um mir meine eigenen Geschichten im Express-Tempo anzuschauen.

Expressformat für die Heldenreise im Storytelling wie ich sie nutze Katrin Klemm

Deshalb danke ich Katja sehr, dass sie meine  Lehrerin auf diesem Erkenntnisweg war. Hier geht’s zum Blogartikel.

Was mich interessiert:

  • Welche Leidenschaft hast du zu deinem Beruf gemacht?
  • Wie trennst du das, was du beruflich tust und das, wofür du privat brennst?
  • Oder geht das eine genau so lückenlos in das andere über wie bei mir?

Lass mir gern einen Kommentar da. Ich freu mich auf den Austausch.

LifeStory Workation in Portugal – Wir waren dabei

Workation, das ist die Kombination aus „Work“ und „Vacation“. Diese Mischung bietet für unsere Design your LifeStory  an der Portugiesischen Algarveküste den perfekten Mix aus konzentriertem Arbeiten und genussvollem Entspannen.

Die inspirierende Arbeitsumgebung unterstützt dich dabei, aus alten Denkmustern auszubrechen und frische Ideen zu entdecken. Für ein Leben, das wirklich zu dir passt. Wir nutzen den erfolgreichen Methodenmix aus dem Design Thinking und das kraftvolle Handwerkszeug des Storytellings. Dazu entdecken wir Land und Leute und genießen kulinarische Überraschungen.

Doch ich kann dir viel erzählen. Das habe ich im Tagebuch eines portugiesischen Lebensgefühls auch getan 😉.

Monika und Marina waren bei der Workation im Mai 2022 dabei. Schau dir an, wie sie die Tage erlebt und was sie für sich mitgenommen haben.

Die nächste Reise nach Portugal startet am 17. Oktober 2022.

Für wen ist die LifeStory Workation eine gute Wahl?

Ich habe mich für die Workation entschieden, weil …

Weshalb lieber 10 Tage statt 6 Monate in Hamburg?

Was macht den Mix dieser Woche aus?

Wie erlebst du Katrin als StoryCoach?

Was nimmst du für dich mit?

Das überzeugt dich sofort?

Hier findest du alle Informationen, Termine und Konditionen und kannst sofort für die nächste Reise ab 17. Oktober buchen: Design your LifeStory Portugal.

Du fragst dich noch, ob diese LifeStory Workation etwas für dich ist?

Lass es uns im persönlichen Gespräch herausfinden, schreib mir oder ruf mich an. Dann sprechen wir in Ruhe darüber, wo du stehst und was du für dich persönlich mitnehmen möchtest.

 

 

 

Vom Träumen ins Tun. So geht es.

Wünschen – wollen – planen – tun

So kommst du vom Träumen ins Handeln

1999 war es nicht mehr als eine vage Idee, ein stiller Traum, ich könne irgendwann nur noch mit den Menschen zusammenarbeiten, mit denen ich es wirklich will. Mich auf das konzentrieren, was ich am allerbesten kann und am liebsten von früh bis spät in den Abend tun würde. Doch ich war angestellt in einem Großkonzern. Ich hatte spannende Herausforderungen zu meistern, gewiss.

Doch ich tanzte nach Regeln, die andere bestimmt hatten. Lange träumte ich nur so vor mich hin. Doch meine Sehnsucht wurde stärker und stärker. Jahrelang bildete ich mich weiter, traf Menschen, die mir RoleModels wurden, probierte aus, stolperte über Hindernisse und stand wieder auf. Ich machte Pläne und verwarf sie wieder, kam nicht wirklich ins Tun. War sauer auf mich selbst, wollte mehrfach in den Sack hauen und konnte doch von der Idee nicht lassen.

Bis zu dem Tag als ich mich entschieden habe

Genau in dem Augenblick, in dem aus meinen Wünschen und Absichtserklärungen ein fester Wille, ein Plan und echtes Handeln wurden, habe ich sprichwörtlich den Rubikon überschritten. Die Metapher geht Caesars Entscheidung zurück, mit seinem Heer den Fluss Rubikon zu überschreiten, mit Normen zu brechen, Neuland zu betreten und ins Abenteuer zu ziehen. Es ist der Augenblick der Entscheidung, der Tat.

Träumst du auch schon dein halbes Leben von einer Idee, die du ach so gern umsetzen würdest?

Doch bist du nicht bereit, den Rubikon zu überschreiten, wirst du kaum vorwärtskommen. Deine Ziele bleiben ewig ungelebte Träume.

Wo stehst du im Moment?

Die folgende Do-it-yourself-Anleitung ist ein Auszug aus Der Tag an dem Bella verschwand, dem Roman für Selbstcoaching mit Business-Stories.

Finde heraus, vor welchem Schritt du stehst und was du als nächstes konkret tun kannst, um vom Träumen ins Tun zu kommen.

Von Träumen ins Tun kommen mit StoryCoach Katrin Klemm

1 Vermuten

Meist fängt es mit einem Kribbeln im Bauch an, einer vagen Idee, die dich nicht mehr loslässt. Es geht um Zu- und Abneigungen, um Stimmungen, Lust und Unlust, diffuse undeutliche Körperreaktionen. Was dahinter steckt, will sich noch nicht deutlich offenbaren. So richtig schlau wirst du aus diesem unbewussten Bedürfnis noch nicht.

Ich habe mit den Jahren gelernt, auf mein Bauchgefühl zu hören und ihm zu vertrauen. Ich weiß heute, wenn da eine Ahnung herumzappelt, die immer und immer wieder kommt, dann ist es was Wichtiges. Also lasse ich es zu.

Werde wach für deine Intuition. Vertraue deinem Bauchgefühl. Welche Bilder tauchen auf? Welcher Gedanke lässt dir eine wohlige Gänsehaut über den Rücken laufen? Was flüstert deine innere Stimme? Achte genau auf die Dinge, bei denen du dir schon im nächsten Moment vielleicht wieder sagst „Ich doch nicht“, „Wie soll das bloß gehen?“.

Noch nichts Tun!

Hab den Mut, weiter zu spinnen! Hinter den verrückten Ideen stecken oft große Sehnsüchte und Leidenschaften. Tue noch gar nichts, außer dir selbst einmal aufmerksam zuzuhören.

2 Wünschen

Jetzt bekommt die Sehnsucht eine Stimme. Ein Bild formt sich, eine Idee wird konkreter: Was treibt dich an? Woher kommt diese Lust darauf, etwas zu tun? Sobald du dir deiner wahren Bedürfnisse bewusst wirst, spürst du, wie deine Unruhe und auch die Bereitschaft wachsen, endlich ins Handeln zu kommen.

Fasse in Worte, was es ist, das dich an deiner Idee fasziniert. Finde heraus und formuliere, worum es dir wirklich geht, was deine Augen leuchten und dich vor lauter Vorfreude nicht mehr schlafen lässt. Wenn es (zu) viele tolle Ideen sind, schau genauer hin: Welche davon sehen besonders lohnenswert aus, um sie in ein konkretes Ziel zu verwandeln? Wie viel wärst du bereit für die Umsetzung deiner Idee zu investieren? Denke nicht nur ans Geld. Es geht auch um dein Zeitbudget oder darum, welche lieb gewonnenen Gewohnheiten du bereit bist, dafür aufzugeben. Schreib es auf oder sprich darüber: mit Freund*innen, Kolleg*innen, einer/m Coach.

Überquere den Fluss

Jetzt geht es über den Rubikon. Hier fängt echtes Handeln an. Jetzt haben deine Absichten so viel Energie getankt, dass es wirklich losgeht. Du hast deine Entscheidung getroffen – es ist dein Moment ’of no return’. Das Schiff legt ab. Das Ufer bleibt zurück.

Komme ins Tun - schreib das nächste Kapitel deiner Träume mit StoryCoach Katrin Klemm

Kannst du dich an einen solchen Moment in deinem Leben erinnern? Ja? Dann kennst du wahrscheinlich das überraschend angenehme Gefühl, das sich in diesem Augenblick der Entscheidung einstellt. Kein Wunder! Du bist nicht mehr hin- und hergerissen. Es gibt kein Zögern mehr. Du findest auf einmal Zeit, dich ganz auf die Umsetzung zu konzentrieren. Aktiv getroffene Entscheidungen machen den Kopf frei und sorgen für Motivation. Du bist endlich raus aus deiner Komfortzone.

Mein Start ins Unbekannte war 2004 der Schritt in die Selbständigkeit. Dass das jetzt bald 20 Jahre her ist, kann ich manchmal selbst kaum fassen. Doch mich hielt nichts mehr im Konzern, ich war bereit fürs Abenteuer Coaching.

3 Wollen

Jetzt bist du fest entschlossen auf die andere Seite zu kommen. Du lässt alle Bedenken und Ausreden hinter dir. Es ist vorbei mit Wenn und Aber. Nichts und Niemand kann dich daran hindern, dein Vorhaben umzusetzen und die Tragfähigkeit deiner Entscheidung zu testen.

Mach dir noch einmal deine Absicht klar. Wofür stehst du ein, was bist du bereit zu investieren, damit dein Plan gelingt? Formuliere dein Ziel konkret. Sprich deinen Entschluss laut aus. Definiere, wo du hin willst. Wofür bist du bereit, dich nicht nur zu interessieren, sondern dich auch zu committen, wenn es darauf ankommt? Spüre in dich hinein: Wie wird es sich anfühlen, wenn du dein Vorhaben erfolgreich umgesetzt hast. Was tust du, wer bist du dann?

4 Planen

Du weißt jetzt, WAS du willst. Jetzt packe das WIE beim Schopf. So erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, deine Absichten zu realisieren und dein angestrebtes Ergebnis zu erreichen.

Entwirf Strategien, entwickle Pläne, die es dir erlauben gezielt zu handeln. Konzentriere dich auf das Wesentliche und setze Prioritäten. Was konkret wirst du tun und bis wann, damit dein Vorhaben gelingt? Womit beginnst du? Wen oder was brauchst du als Verbündete oder Unterstützung? Überprüfe auch, was du schön bleiben lassen wirst – welche alten Gewohnheiten keinen Platz mehr in deinem Leben haben – um dein Ziel nicht zu gefährden. Plane nicht zu detailliert und rechne schon jetzt damit, dass sich Pläne ändern können. Dein Plan soll dir  zur Orientierung dienen, keine Fessel werden.

Ich hab es mit dem Planen manchmal übertrieben. Und liebe alte Gewohnheiten haben mir manche schlaflose Nacht beschert. Doch das ist eine andere Story 😉.

5 Handeln – dein Tun ist nicht mehr aufzuhalten

Entschlossen und engagiert gehst du jetzt an die Umsetzung deines Vorhabens. Jetzt legst du los, gehst einen Schritt nach dem anderen. Du probierst (dich) aus und arbeitest ausdauernd auf dein Ziel hin. Du verfolgst deine Pläne, setzt vorhandene Ressourcen ein, beschaffst alles, was noch fehlt und lässt dich nicht irritieren.

Geh los - kraftvoll auf das nächste Kapitel deiner persönlichen Geschichte zu. Katrin Klemm StoryCoach aus Hamburg unterstützt dich gern dabei.

Es hilft beim Umsetzen, wenn du deine Aufmerksamkeit klar auf dein Ziel ausgerichtet hältst. Blende Störfaktoren, die nicht direkt dazu beitragen, dein Ziel zu erreichen für den Moment aus. Hilfreiche Frage, wenn du dich dabei erwischst, dich abzulenken: Wie trägt das. was ich hier gerade tue, dazu bei, mein Ziel zu erreichen? Glaub mir, ich habe diese Frage täglich mindestens einmal gebraucht 😉.

Umgib dich mit Menschen, die deine Ziele unterstützen, dich fördern und challengen, dran zu bleiben. Aktiviere dein Netzwerk an Unterstützer*innen. Bremse Nörgler*innen, Besserwisser*innen und Bedenkenträger*innen aus.

Diese Kraftquelle hab ich lange unterschätzt. Heute bin ich stolz darauf, Teil von LadiesMentoring zu sein.

Überprüfe gelegentlich – einmal im Monat reicht – die Leuchtkraft deiner Wünsche: Wofür bist du angetreten? So bleibt der wahre Antrieb auch über eine längere Distanz wach und hilft dir unerwartete Hindernisse zu überwinden.

6 Bewerten

Glückwunsch, du hast es geschafft. Jetzt ist die Zeit für einen Soll-Ist-Vergleich. Sowohl auf der Fakten- als auch auf der emotionalen Ebene. Hast du genau das erreicht, wonach du dich gesehnt hast, was deinen Wünschen entsprach?

Nimm dir die Zeit für eine persönliche Retrospektive und analysiere. Zum Beispiel:

  • Bin ich zufrieden?
  • Was habe ich mir anders vorgestellt?
  • Was lief besser als erwartet?
  • Wo bin ich hinter meinen Wünschen zurückgeblieben?
  • Welche (inneren) Grenzen musste ich überwinden? (als Caesar damals den Rubikon überschritt, setzte er sich über geltende Regeln hinweg. Doch wer echte Innovationen sucht, muss das manchmal tun.)
  • Worauf sollte ich beim nächsten Mal stärker achten?
  • Und überhaupt: War das Ziel das richtige? Wenn ja – Party! Wenn nicht: Du kennst jetzt den Weg über den Rubikon und kannst jederzeit neu starten.

Du hast Fehler gemacht, bist vom Weg abgekommen? Pfeif drauf, das kommt vor. Betrachte deine Fehler grundsätzlich als deine Chance zu lernen. Und vielleicht hast du ja auf dem Umweg etwas Spannendes, Nützliches oder Inspirierendes entdeckt.

Du bist jetzt entschlossen loszulegen und brauchst Unterstützung?

Dann komm 10 Tage mit nach Portugal – Fokus auf dich und ein starkes Buddyteam – am 17. Oktober geht’s los.
Oder hier in Hamburg für ein ganzes Semester – ab Juni.

Wann fällt es dir noch nicht leicht, über deinen persönlichen Rubikon zu kommen? Wo gehen Wunsch und Wille noch nicht ins Tun über? Schreib es mir in die Kommentare!

 

Weiterlesen in Kapitel 3 Der Tag des doppelten Neustarts.

StoryCoaching für 4Jährige erklärt

Falls du mich schon ein bisschen kennst, kennst du auch meine Leidenschaft zu beweisen, dass Storytelling unendlich viel mehr kann als nur Marketing-Buzzword zu sein. Deshalb nenne ich es StoryCoaching. Und es bringt mich noch immer ins Schwitzen zu erklären, was durch StoryCoaching alles möglich wird.

StoryCoaching – erkläre es mir ganz einfach!

Seit gestern nehme ich an der “Bist du bereit für deine Personal Brand”-Challenge von Susanne Schlösser  teil und zack, schon am allerersten Tag Inspiration satt. Ich soll StoryCoaching einem vier Jahre alten Kind erklären. OMG…

Dabei nutze ich in meiner Arbeit selbst gern das Filmzitat aus „Philadelphia“ von 1993. Denzel Washington in der Rolle des Anwalts – seine Menschlichkeit siegt im Lauf des Films über seine eigenen Vorurteile  – bittet ein Unfallopfer den Unfallhergang zu schildern mit den Worten „Erklären sie es mir als wäre ich 4 Jahre alt“.

Na dann… Hier ist mein erster Versuch.

Story-Challenge accepted

Liebe Ella,
was ich den ganzen Tag mache, willst du wissen?

Ich erzähle Geschichten und finde mit anderen Menschen heraus, welche Geschichte sie erzählen wollen. Manchmal wissen Leute nicht, was sie erzählen könnten – sie denken, sie hätten keine guten Geschichten oder glauben nicht, dass ihnen jemand zuhört. Und manchmal kommt es vor, dass sie so viele Geschichten in ihrem Kopf haben, davon was sie dürfen oder was sie müssen, dass sie ganz wuschig werden und irgendwann nur noch müde sind und nicht mehr Lachen können.

StoryCoaching ist ein bisschen wie Kochen

Mit den Geschichten ist ja so ungefähr wie mit dem Kochen. Wenn wir beide jetzt zum Beispiel eine Suppe kochen wollen, dann gibt’s ja Kochbücher oder das Internet. Da kann man nachgucken, da findet man Rezepte. Da steht drin, was alles reinkommt, wie man die Sachen klein schnibbelt, was man zuerst reintut und was danach kommt. So kocht man dann nach Rezept, fügt Gewürze hinzu, rührt um und lässt sie eine halbe Stunde auf dem Ofen blubbern. Fertig ist die Suppe.

Im Leben haben wir gelernt, dass wir erst in die Kita gehen, dann in die Schule, dann lernen oder studieren wir was und dann haben wir einen Job. Damit verdienen wir unser Geld, das wir brauchen um Essen zu kaufen, die Wohnung zu bezahlen oder auch mal in den Urlaub zu fahren. Fertig ist die Geschichte.

Eine Menge alte Rezepte im Kopf

Also jeder – auch du und ich – haben für unser eigenes Leben eine ganze Menge Rezepte im Kopf. In der Küche hat uns Oma gezeigt, wie man Apfelpfannkuchen bäckt (das war toll) und Mama hat immer gesunden Spinat gemacht (das war nicht immer sooo toll). Diese Rezepte kochen wir nach, wir wissen ja wie es richtig geht.

Du hast gelernt, dass der Papa sich vielleicht immer vor der Küchenarbeit drückt, dass man in der Kita immer aufessen muss. Die Mama weiß, dass sie immer pünktlich im Büro sein muss, sonst gibt’s Ärger. Manchmal funktionieren diese ganzen Rezepte super, und die ganzen Geschichten vom Kochen, vom sich-vor-dem-Abwasch-drücken und dem ins-Büro-gehen haben ein gutes Ende. Dann hab ich gar nicht so viel zu tun, denn alle kriegen das prima alleine hin.

Wenn das Essen langweilig wird

Aber manchmal kommt es vor, dass dir immer der gleiche Apfelpfannkuchen irgendwann langweilig wird. Stell dir das mal in der Kita vor – jeden Mittag Pfannkuchen. Die erste Woche – super cool, lecker. Die zweite Woche – auch noch lecker. Die dritte Woche – geht so, wenn man besonders viel Zucker drauf tut. In der vierten Woche denkst du „och nicht schon wieder diese Dinger.“

Wenn alte Rezepte Bauchschmerzen machen

Oder es passiert was ganz Blödes. Stell dir vor, du bekommst vom Apfelpfannkuchen plötzlich ganz fiese Bauchschmerzen. Dir ist ganz matschig, du musst zum Arzt und bittere Medizin schlucken, aber besser wird’s nicht. Da müssen wir rausfinden, was dir diese Bauchschmerzen macht. Vielleicht müssen wir einfach nur das Mehl weglassen. Oder wir brauchen ein ganz neues Rezept. Für Nudeln mit Tomatensoße vielleicht.

So wie Mama vielleicht von dem immer viel zu früh Aufstehen und ins Büro rennen Bauchschmerzen bekommt. Da braucht sie auch ein neues Rezept. Vielleicht reicht es ja, wenn sie die Geschichte von ihren Bauchschmerzen ihrem Chef erzählt und dann reden die miteinander. Und dann kann sie später anfangen.

Manchmal aber sind Mamas Bauchschmerzen nur ein Zeichen dafür, dass sie ihre Arbeit gar nicht mehr wirklich leiden kann. Sie würde lieber mehr Zeit mit dir verbringen oder mal mit Papa und dir mit dem Wohnmobil auf Reisen gehen und nur ab und zu von unterwegs arbeiten.

Wenn du andere zum Essen einladen willst

Und dann ist noch die Sache mit dem allerallerbesten Apfel-Streuselkuchen. Den hast du gemeinsam mit der Mama erfunden. Denn Mamas Augen leuchten plötzlich richtig, seit sie sich viel Zeit nehmen und tolle Sachen backen kann. Ihr habt an euerm Kuchen ganz lange dran herum probiert, ein paar Mal ist es schief gegangen, da ist der Kuchen ganz sauer und die Streusel winzig geworden.

Bis ihr eines Tages einen Zaubertrick gefunden habt, der ihn zum allerallerbesten Streuselkuchen auf der ganzen Welt macht. Irgendwann merkt ihr aber, dass immer nur alleine essen auf die Dauer keinen Spaß macht. Darum wollt ihr deinen Freundinnen und ihren Mamas, Papas, Omas die Geschichte erzählen, wie ihr den erfunden habt, was das Geheimnis ist und dass sie den jetzt bei euch kaufen können.

Deshalb helfe ich euch nicht nur dabei, die Geschichte eures weltbesten Apfel-Streuselkuchens zu erzählen. Sondern ich helfe der Mama dabei, dass ihre Augen wieder leuchten, weil sie ihren Job und ihr Leben so saftig und knackig backen kann wie euern Lieblingskuchen.

Und jetzt nochmal für Erwachsene:

StoryCoaching hat viele Gesichter

  • Mach dich auf die Reise zu dir selbst und finde heraus, wie du das nächste Kapitel deines Lebens kraftvoll und saftig leben willst: Design your LifeStory – 10 Tage kompakt in Portugal oder 6 Monate lang in Hamburg
  • Zeig der Welt, was du zu bieten hast – trau dich: Großes Kino für dein Business
  • Ein inspirierender Abend in meiner Hamburger Küche  – Köstlichkeiten und Geschichten auf den Tisch – das ist der StoryTeller
  • und noch so viel mehr … Frag mich!

Update

Challenge-Aufgabe Tag 2 – unsere Mitstreiter*innen waren aufgerufen uns als die 4jährige Adressatin zurückzumelden, warum das was wir tun und wie wir es tun der Welt und den Menschen hilft. Und ja – zugegeben –  ich hatte Tränen in den Augen als ich von Nils, der Wörter schreiben kann, die ganz lieb gucken, diese Zeilen zurück bekam…

Du erzählst gern Geschichten.
Und du kochst gern.
Und du hilfst anderen Menschen beim
Geschichten kochen und erzählen.
Und dann wird es lustig in der Küche,
weil zusammen kochen und erzählen
viel lustiger ist als allein.
Ohne dich gibts in der Küche nur Einheitsbrei.
Oder gar nichts.
Und das ist doof.

 

Was gehört für dich zum StoryCoaching? Lass mir gern einen Kommentar da.

LifeStory – Feedbacks aus erster Hand

Design your LifeStory an der Portugiesischen Algarveküste. Nutze die kombinierte Kraft aus Storytelling und Design Thinking, um das nächste Kapitel deines Lebens so zu schreiben, wie du es dir erträumst.

Das klingt gut? Doch wie ist es wirklich dabei zu sein? Wer kann dir davon besser erzählen als die Frauen, die schon einmal dabei waren. Ein großes Dankeschön an Gundula und Sigrid.

Ist diese LifeStory was für mich?

Wenn du

  • die Umbruchphase in der du gerade steckst nutzen willst, um mehr aus deinen Talenten zu machen,
  • bisher nur ein vages Gefühl hast, wohin es gehen soll oder
  • überhaupt noch keine Idee, wohin dein Weg dich führen soll aber
  • den Mut hast, etwas Neues auszuprobieren

dann bist du richtig. Aktuell sind wir unterwegs – die nächste Reise nach Portugal startet am 17. Oktober 2022.

Weshalb seid ihr mit nach Portugal gefahren?

“Da war die Sehnsucht nach Wärme und Sonne. Da war Vertrauen in die Kompetenz der Coach und eine bestimmte Neugier auf sich selbst”.

Radikale Kooperation: Was stelle ich mir darunter vor?

Ich hab schon verschiedenes probiert. Doch nichts davon hat langfristig funktioniert? Wie ist das in der LifeStory?

Du wirst Dinge entdecken, von denen du noch nie zuvor gehört hast

Design Thinking trifft persönliche Lebensgeschichte und zwar sehr konkret. Und immer wenn es “klemmt” bekommen wir das mit Humor wieder locker. ich besonders gut. Denn ich hab eine Menge Tools und Lebenserfahrung im Gepäck, mit denen wir immer neue Möglichkeiten und Chancen entdecken.

Wie alltagstauglich sind die Ergebnisse?

Kann da auch was schiefgehen?

10 Tage Arbeit am Stück? Das kann doch nicht alles sein?

Inspiration für Leib und Seele. Gute Geschichten, gute Ergebnisse und gutes Essen gehören für mich zusammen. Deshalb muss, damit Kreativität und Inspiration sich entfalten können, das kulinarische Drumherum stimmen. Mit Anne Maren Brensing sorgt eine lokale Insiderin vor Ort für uns. Sie weiß, wo es schmeckt und organisiert alles so perfekt, dass du dich komplett auf dich konzentrieren kannst.

Und wenn du sofort mehr wissen willst – schreib mir oder ruf mich an – und lass uns in Ruhe drüber sprechen, was du für dich persönlich mitnehmen möchtest.

Alle inhaltlichen und organisatorischen Informationen, Konditionen findest du unter
Design your LifeStory Portugal.

 

Werde Drehbuchautorin deines Lebens – finde Antworten auf deine Fragen

Design your LifeStory an der Portugiesischen Algarveküste. Nutze die kombinierte Kraft aus Storytelling und Design Thinking, um als Drehbuchautorin das nächste Kapitel deines Lebens so zu schreiben, wie du es dir erträumst.

Das klingt gut? Doch du hast noch viele Fragen. Mit meiner Video-Serie Balkoninterviews aus Tavira beantworte ich dir so viele wie möglich und lasse dich hinter die Kulissen schauen. Wenn du zuerst von anderen Teilnehmerinnen hören willst, wie sie ihre persönliche LifeStory unter südlicher Sonne im mediterranen Ambiete erlebt und was sie mitgenommen haben. hier geht’s zu den Interviews mit Gundula und Sigrid.

Wie funktioniert Design your LifeStory in Portugal?

Was mache ich denn da den ganzen Tag? Lohnt sich das für mich? Teil 1: ein paar sehr persönliche Worte zu meinem portugiesischen Experiment.

Wieso heißt es Design yor Life-S T O R Y ?

Du bist ein Unikat. Deshalb nutzen wir den gesamten Reichtum deiner persönlichen Geschichte; nicht nur die Sonnenseiten. Gerade die schwierigsten Phasen unseres Lebens bieten die größten Chancen persönlich zu wachsen. Ganz gleich, vor welcher Schwelle du in deinem Leben stehst …

Welche Inhalte erwarten mich in den 10 Tagen?

Design your LifeStory sind 10 Tage einer inhaltliche Reise, die genau dort beginnt, wo du gerade stehst – mitten im Job, auf den Stufen der Karriereleiter oder auch mit dem Vorruhestand in Sicht. Du kombinierst deinen Workshop mit Einblicken ins kulinarische und kulturelle portugiesische Leben. Anne Maren Brensing gestaltet unser Rahmenprogramm, sie lebt seit Jahren an der portugiesischen Algarveküste und hat alle kulinarischen Geheimtipps persönlich getestet.

Storytelling? Das ist doch dieses Marketinggedöns, wie soll mir das weiterhelfen?

Wie wird mir die LifeStory bei meinen Entscheidungen helfen?

Hast du schon einmal drüber nachgedacht, wie alt du werden willst? Womit und wie du deine verbleibende Zeit verbringen willst? Die LifeStory eröffnet dir neue Denkräume und die Freiheit neue Entscheidungen für dich zu treffen.

Einzelcoaching in der Gruppe – wie geht das?

Wenn du zur Drehbuchautorin deines Lebens werden willst, zeigt mir meine Erfahrung der letzten zwanzig Jahre, dass prozess- und ergebnisorientierte Arbeit mit Humor und Lebensfreude am besten funktioniert. Die Exklusivität des Workshops für nur maximal sechs Frauen lässt genügend Raum für individuelle Fragen jeder einzelnen. Dazu kommt die Unterstützung einer Co-Coach, die mit der Methode intensiv vertraut ist.

Naja, ich mach doch nichts besonderes… ?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie andere das sehen, was du jeden Tag leistest? Oder die vorgestellt, was du aus deinen Talenten noch alles machen kannst?

Gibt es eine Garantie für ein happy end a la Hollywood?

Diese Reihe wird in den nächsten Tagen fortgesetzt. Stay tuned…

Und wenn du sofort mehr wissen willst – schreib mir oder ruf mich an – und lass uns in Ruhe drüber sprechen, was du für dich persönlich mitnehmen möchtest.

Alle inhaltlichen und organisatorischen Informationen und Konditionen findest du unter Design your LifeStory Portugal.

 

Wenn du eine Sehnsucht im Herzen trägst

Design your LifeStory – ein Erfahrungsbericht.

Denise ist Event-DJane, spezialisiert auf Hochzeiten und Bälle. Gleichzeitig arbeitet sie in Teilzeit im Hotel Hanseatin Hamburg, mit Schwerpunkt im Marketing. Sie war 2020 bei Design your LifeStory dabei. Neun Monate später haben wir uns noch einmal unterhalten.

Denise, wie sah dein Alltag vor der LifeStory aus?

Ich habe schon immer unglaublich viel und gern gearbeitet, angestellt und freiberuflich. Ich bin der Typ “einfach mal machen ohne lange zu überlegen, wo etwas hinführen soll.” Aber da war so eine Unzufriedenheit. Mit der Zeit wurden die ToDo Listen endlos. Ich habe nur noch ziellos abgearbeitet und funktioniert. Nachts lag ich wach, dabei war ich doch unendlich müde und erschöpft. Mit der Erschöpfung kam das Bewusstsein: “Mein Körper ist endlich. Ich bin keine 20 mehr. Wenn ich jetzt einfach nur fortsetze, was ich schon immer tue – reinhauen, schleppen, abarbeiten – wo soll das hinführen?”

Ich hatte immer weniger Lust auf meinen Teilzeitjob. Das frühe Aufstehen war einfach gegen meinen Biorhythmus. Als mir dann sogar private Termine nur noch wie eine Pflicht erschienen, musste ich mir eingestehen, dass mir die Lust am Leben verloren gegangen war. Mich quälte der Gedanke: “Geht das jetzt alles immer so weiter”?

Von außen hat das niemand gemerkt. Schließlich ist man ja diszipliniert genug. Klar, die engsten Freunde haben immer mal Andeutungen gemacht, aber wenn man immer in der Mühle rennt, dann hat man ja auch gelernt, das auszublenden mit einem: “Jaja ihr habt schon recht, aber ehrlich, das bringt mich jetzt auch nicht weiter.” Man muss ja funktionieren heutzutage. Es darf ja niemand wissen, dass man eigentlich viel zu müde ist und keine Lust hat (was sollen die von einem denken).

Aber du lebst doch schon deine Leidenschaft, oder?

Ja, das mit dem DJ-ing ist ja auch genau richtig. Genau so habe ich es mir vorgenommen als ich mich vor acht Jahren selbständig gemacht habe. Es lief. Aber so wie es lief, konnte es die nächsten Jahre nicht weitergehen. Es hätte mich kaputt gemacht. Da musste sich irgendwas ändern. In diesem Tempo und der Intensität konnte ich so nicht weitermachen. Über kurz oder lang hätte ich mich aufgerieben.

Ich habe die Entscheidung getroffen: Ich will wieder mehr leben.

Da habe ich mitbekommen, was die Frauen aus der ersten Workshop-Reihe mitgebracht haben. Ich habe deine strahlenden Augen gesehen und erfahren, wie sich die Teilnehmerinnen gegenseitig motivieren und pushen und so schnell Sachen umgesetzt haben. Da war die Entscheidung plötzlich da: Ich will wieder mehr leben! Aber wie soll das aussehen? Wo will ich eigentlich hin? Was macht für mich das Leben lebenswert? Das wollte ich herausfinden und für mich klären, wie ich erfolgreich bleiben kann, ohne mich kaputt zu machen.

Design your LifeStory gibt es ja als Einzelarbeit, als Best-Buddies zu zweit mit einer Freundin oder als Semesterworkshop für 6 Monate. Warum hast du dich für den Semesterworkshop in der Gruppe entschieden?

Ja, das war ein großer Unterschied. Ich bin so ein Lehrerinnen-Typ (schmunzelt) : wenn ich was lerne, kann ich das schlecht vor dem PC oder einen Buch, ich brauche eine Art Lehrerin die liebevoll, humorvoll aber auch konsequent dafür sorgt, dass wir vorankommen. Ich bin zwar auch eine gute Einzelkämpferin. Aber in einer Gruppe, die funktioniert, deren Dynamik ich mag, da fängt man sich gegenseitig auf und pushed sich. Welche Ideen andere manchmal in dir wecken, da kommst du niemals allein drauf. Unglaublich!

Cool, wenn so viel Herz und Brain zusammenkommt.

Da kann jede von den Ideen der anderen profitieren. Diese echte Verbindung mit anderen Menschen, die du schaffst, sorgt auch für eine neue Verbindung meiner Synapsen. Und das setzt unendlich kreatives Potential in mir selbst frei. Außerdem finde ich es schön, auch den anderen zu helfen. Das macht Spaß – und zu sehen, wie ich ihnen helfen kann, erlaubt mir auch selbst immer wieder um Hilfe zu bitten.

Das ist ja auch ein Vertrauensvorschuss?

Ja klar – ich gehe immer grundsätzlich davon aus, dass das schon passt. Wenn ich merke, da wäre jemand dabei, mit der ich gar nicht kann, da gibt’s nur zwei Wege. Ich finde was, das ich an ihr mag und dann geht das schon. Oder ich halte mich fern. Das allerdings geht ja in einer Dreiergruppe nicht wirklich. Doch es hat gepasst – und ich glaube, das hast du schon gut ausgesucht – da kann man auf deine Menschenkenntnis vertrauen.

Was hast du für dich mitgenommen?

Ich weiß jetzt klar, wo ich hin will und habe das für mich formuliert. Allein die Erkenntnis: Obwohl ich super gern arbeite – und ich habe kein Problem damit, viel zu arbeiten – habe ich für mich herausgefunden, dass ich gar nicht so viel arbeiten will. Das war für mich eine der positivsten Überraschungen:

Zukünftig reichen mir wenige Stunden Arbeit am Tag.

Die müssen gut bezahlt sein. Dann bleibt mir wieder mehr Zeit für kreative Dinge, aus denen was Neues entsteht. Da will ich hin. Damit habe ich in dem Moment begonnen, als ich mich zur LifeStory angemeldet habe. Ich setze jetzt einfach Sachen um, die ich vorher immer vor mir her geschoben habe. Also die Dynamik über die du aus der Vorgängergruppe erzählt hast, spüre ich schon jetzt am eigenen Leib. Ich stehe zwar noch nicht da, wo ich in 2-3 Jahren sein will. Aber Dinge, die ich in den letzten Jahren vor mir hergeschoben habe, die habe ich jetzt schon mal umgesetzt. Das fühlt sich gut und richtig an.

Ich bin klar fokussiert.

Ich achte schon jetzt viel besser auf mich. Setze Dinge um. Am Berufsinhalt ändert sich zwar nicht viel, da habe ich schon vorher die richtige Entscheidung getroffen. Aber es haben sich mehr Felder und Zusatzmöglichkeiten ergeben, auf denen ich weitere Standbeine aufbauen kann. Also zum Beispiel die Schlepperei – du kannst dir nicht vorstellen, wie viele Tonnen man als DJane im Jahr so bewegt. Wenn ich also in Zukunft nicht mehr schleppen will, dann source ich das aus. Dafür fange ich an, Brautleuten das Tanzen beizubringen, da muss ich nicht soviel schleppen und tue genau das was ich kann und was ich liebe. Ich will immer weiter lernen.

Deshalb werde ich jetzt andere Dinge testen und wagen.

Es ist schon etwas Besonderes, dass es in der LifeStory diese Prototyping-Phase gibt. Du lässt einfach nicht locker, damit wir das, was wir uns für unser nächstes Kapitel entwickelt haben, sofort da draußen im echten Leben auszuprobieren.

Design your LifeStory - Phantasie kennt keine Grenzen

Mein erster Gedanke, ganz schnell mein Profil als HighClass-DJane aufzubauen, ist doch eher ein Langzeitprojekt. Dafür schaffe ich jetzt erstmal die Voraussetzungen. Gut, dass mir das praktische Prototyping gezeigt hat, wo die Baustellen sind. Dann hat mich auch dieses verrückte Corona-Jahr hier ziemlich zurück geworfen.  Aber ich habe die Zeit gut genutzt. Statt verzweifelt abzuhängen, weil die Veranstaltungbranche brach liegt, habe ich meine Fähigkeiten verbessert. So steht jetzt ein echtes Herzensprojekt in den Startlöchern – stay tuned. Die Webseite kommt in den nächsten Wochen.

SPOILER: Hier schon mal ein kleiner Ausblick – Denise brandneues Video zeigt dir ihre Leidenschaft in Bild und Ton.

Und dann ist da draußen auch so viel Sehnsucht, endlich wieder mal zu tanzen. Deshalb habe ich ad hoc mein Angebot zum privaten Tanzen entwickelt. 15 Jahre Tanzerfahrung + passende Musik. Da geht so viel, wir müssen es einfach nur machen.

A propos “einfach mal machen”: Welchen Frauen empfiehlst du die LifeStory?

Ganz klar Frauen, die gefühlt im Hamsterrad oder in der Sackgasse stecken und sich aufreiben. Da macht es Sinn, genauer hinzuschauen und sich das halbe Jahr zu gönnen. Ich empfehle das LifeStory Designen jeder, die eine Sehnsucht im Herzen trägt, die aber nicht rauslassen kann, weil sie immer nur funktionieren muss. Wenn irgendwas in ihrem Inneren schon weiß: “Eigentlich sollte ich ganz was anderes machen”, dann sollte sie sich anmelden.

Denise, ich danke dir und wünsche dir auf deinem Weg alles alles Gute.

 

Wenn auch du 2022 deiner Sehnsucht Flügel verleihen und ein Fahrgestell zum Landen schaffen willst, dann sei dabei.

Die nächsten Start-Termine:

 

Finanzgeschichten – Frauen, reden wir über Geld.

Frauen und Geld. Darüber gibt es viele Geschichten. Die wenigsten Finanzgeschichten sind heiter. Das muss sich ändern.

Deshalb spreche ich als StoryCoach mit einer Fachfrau für finanzielle Selbstbestimmung über:

  • Stop- und Flow-Stories in Sachen finanzielle Freiheit
  • den Zufall und den Glücksfall
  • das Wesen einer echten Finanzheldin und die schlimmsten Wegelagerer auf ihrer Heldenreise
  • Zeit, die Geld ist und
  • einen Raum, in dem Finanzen richtig lecker werden.

Monika Borchert setzt als Finanzexpertin und zertifizierte Vorsorge-Beraterin seit mehr als 30 Jahren auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihren Klientinnen. Auch wenn wir alle wissen, dass in der heutigen Zeit nichts mehr wirklich sicher ist, tritt Monika an, das Sicherheitsgefühl ihrer Klientinnen zu erhöhen. Dazu nutzt sie nicht nur fachliche Erfahrungen und strategische Kompetenz. Sie hat ein Einfühlungsvermögen, bei dem du dich als Kundin – ich spreche aus eigener Erfahrung – wirklich sicher begleitet fühlst.

Stop- und Flow-Stories

Es geht um Stop-Stories, diese inneren Selbstgespräche, mit denen wir Frauen zuverlässig unsere finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit verhindern. Das beginnt bei: „Ach, das Thema Geld. Ja, da kümmere ich mich irgendwann mal drum“. Und um Flow-Stories, die dafür sorgen, dass sich nicht nur meine Gedanken über Geld ändern. Die mich ins Handeln bringen und die Mauern einreißen lassen, die ich mir selbst im Kopf hochgezogen habe.

Du willst das Interview lieber hören oder sehen? Hier geht’s zu Vimeo.

Geldanlage und Altersvorsorge sind ja traditionelle Männerthemen. Der Begriff des Finanzberaters ist deutlich etablierter als der der Finanzberaterin.

Monika, wie kam es bei dir vor mehr als 30 Jahren zu der Entscheidung, dich diesem Thema zu widmen? War es eine Erleuchtung? Oder kam das eher nach und nach?

Jeder, der mich kennt weiß, dass ich heute das Thema Planung immer vorn anstelle. Deshalb ist es fast ein bisschen peinlich zuzugeben, dass bei mir damals überhaupt nichts geplant war. Ich bin mit neunzehn zu Hause aus- und zu meinem Freund gezogen. Ich habe keine Ausbildung gemacht. Aber bin dann arbeiten gegangen damals bei Gruner und Jahr. Ich hatte einen tollen Job, habe  super viel Geld verdient und sah gar keine Notwendigkeit, eine Ausbildung zu machen.

Dann wurde ich irgendwann schwanger – gewollt schwanger – und habe einen sehr tollen Sohn geboren. Aber wie das häufig vorkommt, ist dann meine Partnerschaft kaputt gegangen und ich stand da. Ich wollte mit meinem Kind zuhause bleiben. Ich war nicht abgesichert. Ich hatte keine Ausbildung und damit auch keine Einkünfte mehr. Und Sozialamt war für mich überhaupt kein gar kein Thema. Dann bin ich erst mal zum Arbeitsamt, weil ich dachte: Okay, du musst jetzt irgendwie arbeiten, du musst ja Geld verdienen.

Der Sachbearbeiter hat wirklich ziemlich mit mir gemeckert, wie ich einen so tollen Job aufgeben konnte. Für dieses Einkommen würde er mich überhaupt nie wieder unterbringen können. Ich sollte jetzt erst eine Ausbildung machen. Ich bekam einen Prospekt in die Hand gedrückt mit zwanzig kaufmännischen Berufen. War in Ordnung, ich wollte ja auch was Kaufmännisches machen. Verlagskaufmann kannte ich. Und Finanzen war ich auch nicht abgeneigt.

Entscheidung per Zufall – ein Glücksfall

Das war im Sommer, mein Sohn war damals noch nicht mal ein Jahr alt. Alle Ausbildungen fingen am 1. Dezember an. Die einzige, die am 1.6. des Folgejahres begann, war der Versicherungskaufmann. Die habe ich genommen. Das kann man nicht wirklich Planung nennen.

Dabei war es rückwärts betrachtet sowas von richtig. Ein echter Glücksfall. Doch damals hatte auch ich keinerlei Ahnung von Finanzen, von Versicherungen, von irgendwas. Ehrlicherweise – das war der Grund, warum ich die Ausbildung gemacht habe.

Finanzbildung in der Schule? Fehlanzeige!

Dass du so lange drangeblieben bist, heißt ja auch, dass man Finanzen lernen kann, oder? Und Spaß daran finden, selbst nach dreißig Jahren?

Unbedingt. Ich verwende etwa 20 Prozent meiner Zeit permanent für Fortbildung. Ich verstehe so gut, warum gerade Frauen sich mit diesem Thema so schwer tun. Weil wir keine Finanzbildung bekommen in Deutschland. Es wird in der Schule nicht unterrichtet. Die Eltern machen es auch in der Regel nicht mehr.

Früher gab es noch die Mutti, die ihre Umschläge auf dem Tisch hatte. Die Kinder sahen, wie Mutti das Geld für Miete, für Kleidung, für alles andere aufteilte.

Katrin Klemm im Interview mit Monika Borchert Finanzgeschichten

Das läuft heute alles elektronisch. Die Kinder lernen es nicht mehr. Infolge dessen traut man sich häufig da auch nicht ran. Aber in meiner Branche ist es ja nicht nur so, dass man Versicherungen kennen muss, auch das Steuerrecht spielt eine Rolle. Nimm die betriebliche Altersversorgung, da solltest du dich im Arbeitsrecht auskennen. Das ist schon sehr umfangreich.

Da ist schon eine dieser Stopp-Stories, die Frauen davon abhalten, sich endlich reinzuknien. Wenn ich mir vorstelle, was ich alles lernen müsste, um mich wirklich kompetent zu fühlen… Wenn wir Frauen was machen, dann möchten wir es ja bitteschön perfekt machen. Welche sind die gefährlichsten Widersacher, die dicksten Mauern, die wir Frauen immer noch im Kopf haben und die uns davon abhalten, endlich mal die Ärmel hochzukrempeln und uns um unsere Finanzen zu kümmern?

Dieses fehlende Finanzwissen das haben Männer wie Frauen. Die gehen ja auch mit uns in die gleiche Schule. Aber Männer gehen das pragmatischer an, Männer denken: Wenn ich krank werde, was kriege ich eigentlich an Geld? Reicht das oder nicht? Schließe ich eine Versicherung ab! Wenn ich gar nicht mehr arbeiten kann, woher kriege ich welches Geld? Also ganz pragmatisch. Während Frauen sich diesem Thema sofort emotional nähern, insbesondere wenn man Mutter ist.

Mütter werden nicht krank

Es ist ja nicht vorgesehen, dass man als Mutter krank wird. Da startet sofort dieser Film: „Ich darf eigentlich nicht krank werden“. Ich spreche hier nicht über eine Erkältung. Länger krank sein kann man sich als Mutter eigentlich kaum erlauben. Sofort kommt der Gedanke: „Oh Gott, was ist mit den Kindern? Wer bringt sie zur Schule, wer macht Essen? Wer macht also all diese Themen?“

Und schon ist man weg von der pragmatischen Lösung. Von dem „Was passiert dann wirklich mit mir?“

Genau das gehe ich mit meinen Kundinnen gemeinsam Schritt für Schritt durch: Was passiert denn, wenn du krank bist? Rein rechnerisch? Welche Zahl steht da? Wie viel Geld hast du an Einkommen, woher auch immer? Und was bedeutet das für dich? Und möchtest du da etwas aufbessern? Etwas verändern? Ja? Nein?

Da dränge ich niemanden. Mir geht es immer um Klarheit. Klar zu wissen, wo stehe ich? Wenn ich krank werde, wenn ich gar nicht mehr arbeiten kann? Wo stehe ich bei der Altersversorgung? Was, wenn mein Mann mich verlässt oder auch verstirbt? Also was bedeutet das rein finanziell und eben mal nicht emotional?

Geh die Geschichte pragmatisch an

Frauen gehen häufig blitzschnell in die emotionale Schiene und deswegen fällt es so schwer. Außerdem sind Frauen sehr viel sensibler als Männer. Männer packen an und machen. Die haben nicht so viel Angst vor Fehlern.

Frauen denken: Das ist alles so komplex. Es ist alles so schwierig. Aber bevor ich etwas falsch mache, mache ich lieber gar nichts. Ich muss mich erst einmal weiter damit erst mal befassen. Ich muss mich erst einmal schlau machen. Und so geht ein Jahr nach dem anderen ins Land. Das ist natürlich eine ganz große Katastrophe, weil neben Renditen oder Anlageformen auch Zeit ein ganz wesentlicher Aspekt ist. Je länger man Zeit hat, desto mehr erreicht man.

Ok, das mit der Zeit leuchtet mir ein. Aber meine Emotionen kleben so fest an meinen Geschichten. Die kann ich ja nicht einfach an der Türschwelle abgeben. Ich höre Stories von Frauen in denen ihre Finanzberater mit den Emotionen – Sorge oder Angst zum Beispiel – entweder nicht umgehen können oder sie schamlos ausnutzen, um Produkte zu verkaufen. Du sagst, du nimmst die Emotionen und stellst die Klarheit der Fakten daneben. Wie stelle ich mir so einem Gespräch mit dir vor?

Ja, unbedingt – beides hat Platz. Deswegen ist ein erstes Gespräch immer persönlich. Ich kann ja zwischen den Zeilen lesen, wenn ich einen Menschen ansehe. Was sagt sie mir und welche Emotionen sind da? Klar heute laufen Beratungen auch über Skype. Doch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Ich finde es super wichtig, dass man sich mindestens einmal persönlich gesehen hat.

Finanzplanung heißt: Hose runter

Das hat mit Vertrauen zu tun. Frauen, die zu mir kommen, müssen mir ja vertrauen können. Finanzberatung und Finanzplanung bedeuten immer – nennen wir es „Hose runter“. Das heißt ja auch, sich zu öffnen, Dinge zu erzählen, auch unangenehme Dinge, wo man vielleicht Fehlentscheidungen getroffen oder sich in seinen eigenen Finanzgeschichten verirrt hat. Es heißt neues Vertrauen zu fassen.

Ich weiß, meine Branche hat ein grottenschlechten Ruf, und leider, leider immer noch zu Recht. Es gibt mittlerweile ganz viele gute Berater und Beraterinnen, aber es gibt leider auch noch viel zu viele schwarze Schafe, die dieses Thema eben nicht ganzheitlich planerisch angehen, sondern den Produktverkauf in den Vordergrund stellen. Denen eigentlich egal ist, was für Schicksale sich vielleicht dahinter bewegen.

Ich arbeite im StoryCoaching das universelle Modell der Heldenreise und erlebe immer wieder, dass es Frauen reflexartig ablehnen, sich selbst eine Heldin zu nennen.
Mein Verständnis von Held*innen: Es geht um Menschen wie dich und mich. Wir sitzen im Hier und Jetzt auf unserem vertrauten Sofa. Und möchten da auch gern bleiben. Manchmal zieht uns das Leben das Sofa unterm Hintern weg. Kind da, Job weg, Partner*in weg, usw.  = Finanzen im Eimer. Manchmal haben wir selbst das Gefühl, wir sollten jetzt mal… Vielleicht schaffen wir es. Wir ziehen los, überwinden Hürden und kommen irgendwo neu an. Damit die Heldin nicht alles allein durchkämpfen muss, trifft sie auf einen Mentor, eine Mentorin.
Ich sehe dich ganz klar als (m)eine Finanz-Mentorin. Deshalb interessiert mich deine Perspektive: Was zeichnet eine Finanzheldin aus?

Eine Frau wird in dem Moment zur Finanzheldin, in dem sie das Thema Finanzen als ihre eigene Verantwortung begreift. Viele Frauen wissen, dass es ein wichtiges Thema ist. Trotzdem lassen sie es häufig bei den Männern oder bei den Partnern.

Unabhängig heißt finanziell unabhängig

Wenn die Männer es denn besser können, finde ich das überhaupt nicht schlimm. Das macht ja eine Partnerschaft aus. Wenn ein Mann das besser kann, soll er das doch gerne tun. Oder der Partner, die Partnerin. Aber worum geht es mir? Um Klarheit. Eigenverantwortung heißt, das Frauen erkennen „Ich bin nur unabhängig, wenn ich finanziell unabhängig bin!“

In Hamburg, sagt die Statistik, gehen 50 Prozent aller Partnerschaften wieder auseinander. Doch selbst wenn man zusammenbleibt, und jeder hat sein eigenes Einkommen, dann hat das für mich was mit Selbstwertgefühl zu tun. Das hängt tief in meiner eigenen Geschichte. Ich habe mit 11 Jahren angefangen zu arbeiten, weil es für mich gruselig war, mit meiner Mutter über Geld zu sprechen. Und wenn ich einen Mann oder wen auch immer fragen müsste: „Ich möchte ein Paar Schuhe kaufen. Kannst du mir 100 Euro geben?“, ist das für mich furchtbar.

Finanzheldin übernimmt Eigenverantwortung

Deshalb übernimmt eine Finanzheldin Eigenverantwortung und fragt sich:

  • Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich krank werde, wenn mein* Partner*in krank wird?
  • Was passiert, wenn er/sie gar nicht mehr arbeiten, wenn er/sie verstirbt?
  • Und was passiert, wenn ich nicht mehr arbeiten kann oder nicht mehr arbeiten möchte? Was bedeutet das für mich?

Katrin Klemm Storytelling mit Monika Borchert Finanzgeschichten

Stellen wir uns vor, die Heldin rüstet sich jetzt mit Eigenverantwortung und macht sich auf die Reise. Wie im Kino fiebern wir mit ihr. Wir drücken ihr die Daumen, dass sie es schafft.
Doch immer, wenn sie kurz davor ist, ihr Ziel zu erreichen – rumms – bricht mitten auf dem felsigen Weg zum Gipfel der Berg plötzlich weg oder lauert hinter der nächsten Ecke schon wieder irgendein fieses Monster. Was sind denn in Geldangelegenheiten die größten Hürden, die Frauen überwinden müssen, um in Sachen finanzielle Absicherung und Vorsorge wirklich siegreich zu sein?

Kaufen macht nicht (immer) glücklich

Altersvorsorge ist für viele der Kauf eines Produkts oder mehrerer Produkte. Das ist schon mal der erste Fehler. Bevor ich kaufe, muss ich doch erst wissen, wo ich denn überhaupt stehe. Wo will ich denn hin? Und wann brauche ich überhaupt welches Geld? Erst wenn ich den Weg und meine Ziele beschrieben habe, meine Eckdaten kenne, dann begibt man sich auf Produktsuche. Das wird wirklich sehr häufig falsch gemacht.

Natürlich, es gibt auch gute Bankberater. Aber viele Bankberater sind ja sehr unter Druck. Die müssen Produkte verkaufen. Jeder der da reinkommt – die Oma, die Auszubildende oder der Arzt – kriegt dann das Produkt des Tages.

Und es geht noch schlimmer. „Hast du schon eine Riester-Rente? Hast du schon eine Basis Rente, da kannst du Steuern sparen!“ Dann denkt unsere Heldin: „Ach, ich wollte mich ja sowieso mal mit Altersversorgung beschäftigen. Ich mach das jetzt. Dann spare ich auch noch Steuern! Wunderbar! Damit hab ich diese leidigen Finanzgeschichten auch gleich abgehakt.“ Irgendwann kommen diese Produkte bei mir auf den Tisch. Und ich stelle fest, die Kundin zahlt ja gar keine Steuern. Was ist denn das für ein Produkt? Das passt überhaupt nicht zu ihr.

Die größte Falle für mich ist es, einfach Produkte zu kaufen, die häufig nicht zueinander passen, die häufig gar nicht zu der Person passen. Deswegen ist das Thema Finanzplanung die allerwichtigste und die größte Hürde, weil eine Planung so oft leider so gut wie gar nicht vorhanden ist.

Corona ist auch nur eine Krise

Neben individuellen Schicksalen (zur kompletten Aufzeichnung HIER entlang) hatten wir seit Beginn der Corona-Krise auch ordentliche Schwankungen und unabsehbare Risiken in Börsen und Wirtschaft. Ganz viele Frauen wollen oder müssen gerade jetzt ihr Geld zusammenhalten und fragen sich: „Ausgerechnet jetzt soll ich mir auch noch Gedanken um meine Altersversorgung machen?“
Wann ist denn der beste Zeitpunkt zu sagen: “Ich schlage jetzt ein neues Kapitel meiner persönlichen Finanz-Geschichte auf”,  und wo fange ich am besten an?

Also das Thema Corona und Wirtschaft ist natürlich wirklich ein spezielles. Es ist eine Krise. EINE Krise. Im Laufe unseres Lebens haben wir ja viele Krisen zu meistern. Und dieses Thema Geld zusammenhalten, liquide sein halte ich grundsätzlich für gut. In dieser Zeit, weil die Märkte volatil sind und keiner weiß wie sehr, weil sich die Börse komplett entkoppelt hat von dem Marktgeschehen ist es  – ja, ich wiederhole mich – besonders wichtig, einen Finanzplan zu haben.

Schon wieder die Geschichte mit den Emotionen

Das ist auch genau das, was viele Menschen, insbesondere Frauen, falsch machen, wenn man anfängt mit Geldanlage. Zum Beispiel an der Börse. Dort darfst du nicht emotional sein. Dort brauchst du einen Finanzplan, den du dann auch durchhältst. Wichtig ist eine große Flexibilität. Man muss seine Geldanlagen seiner persönlichen Situation anpassen können. Es aber auf die lange Bank zu schieben oder selbst jetzt wieder zu sagen Ich warte nochmal ein Jahr halte ich für grundsätzlich falsch.

Die beste Zeit ist immer Jetzt

Fang jetzt und sofort an – das ist das A und O. Erstelle einen Plan. Beginne mit kleinen Beiträgen durchaus auch erstmal Rücklagen zu sparen. Denn Zeit ist neben Rendite und Höhe der Beiträge, die man sparen kann, das dritte ganz wichtige Standbein. Aufschieben ist wirklich der allerschlechteste Weg.

Also, Frauen, lasst uns über Geld reden.

Ein herzliches Dankeschön an Monika Borchert für deine Einblicke in Finanzgeschichten, wie du sie siehst und erlebt hast in 30 Jahren Berufserfahrung.

 

Die heilsame Kraft von Geschichten

Bettina kenne ich schon sehr viel länger als mir selbst klar ist, welchen Namen meine Leidenschaft für Menschen und ihre Geschichten trägt: Storytelling. Seit vielen Jahren kreuzen sich unsere Wege immer wieder. Und immer wieder in anderen Rollen. Inzwischen wissen wir, was uns im Herzen verbindet: Ein Gespür für das eigene Timing, das der Intuition folgen darf. Auch wenn das einfacher klingt als es ist.

Bei mir sind es die eigenen Stories, denen ich heute viel aufmerksamer zuhöre als früher. Bettina hat mit Slow Marketing ihre Leidenschaft gefunden: achtsam, authentisch und bewusst.

Vor einiger Zeit hat sie mich in ihren Podcast eingeladen.

Geschichten können viel mehr als nur verkaufen.

Wir unterhalten uns über:

  • Innere Geschichten, die uns schrumpfen oder wachsen lassen (2:25) und wie weit StoryCoaching über bloßes Marketing hinaus geht
  • die Zeit in der alles angefangen hat und auf welche Art ich mit 2 Jahren bereits Bücher “verschlungen” habe (3:30)
  • die Fähigkeit, heikle Gespräche zu führen und warum wir uns schwertun, anderen unsere Wahrheit zuzumuten (9:00)

Wenn du gleich reinhören willst, mit Klick aufs Bild kommst du direkt zum Podcast.

Bettina Ramm Podcast Slow Marketing

Geschichten können heilen und Grenzen erweitern.

Du erfährst:

  • Wie viel Kraft in jeder Häutung steckt (12:15)
  • wie ich Spiritualität für mich definiere (12:45)
  • Wie Geschichten bei persönlichen Entwicklungen helfen können (16:00)
  • Warum es bei Gegenwind eine gute Idee ist, es wie die grüne Meeresschildkröte zu machen (16:35)
  • wie die Vorbereitung eines Karrieregespräches sich manchmal als erfolgreiche Schatzsuche herausstellt (19:00)
  • etwas über die geheime Zutat von „Großes Kino für dein Business“ (19:50)

Es lohnt sich, die eigene Geschichte zu gestalten,

Weil:

  • wir durch unser eigenes Wachstum auch der Welt um uns herum etwas Gutes tun. Oft gerade dann, wenn es schmerzhaft ist oder wir glauben, dass es nicht mehr weitergeht (22:30)
  • Geschichten Leichtigkeit in schwere Wege bringen können (23:50)
  • Spiritualität mehr ist als ein bisschen „du musst nur daran glauben“ (25:00)
  • es in unserer eigenen LifeStory hin und wieder darauf ankommt, Vorstellungen – wie das Leben zu sein hat – loszulassen. Damit es leichter werden kann (28:00)

Zum Schluss verrate ich, was es mit den drei Büchern der B.E.L.L.A Reihe auf sich hat (30:00) .

Hier kannst du uns bei unserer Unterhaltung zuschauen.

 


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Letztes Jahr hat Bettina ihr erstes Buch geschrieben. Hier habe ich es genauer unter die Lupe genommen. Das zweite erscheint im Mai 2021. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

 

Der Polarstern – dein Licht im Dschungel jeder Verhandlung

Wer weiß, was er will, kann sich orientieren.
Selbst wenn es in Verhandlung oder anderen Gesprächen heiß her geht.

Du steckst in der Gehalts-Verhandlung. Oder willst diesen Auftrag unbedingt mir nach Hause nehmen. Oder du willst einem Mitarbeiter, der schon mehrfach Murks abgeliefert hat, klar machen, was du von ihm erwartest. Da steht einiges auf dem Spiel. Das könnte heikel werden.

Und dann passiert’s. Gerade wusstest du noch ganz genau, worauf du hinauswolltest. Da tauchen unerwartete Komplikationen auf. Dein Gegenüber reagiert anders als du erwartet hast. Er lacht lauthals los, als du deine Gehaltsvorstellungen nennst. Der kritisierte Mitarbeiter wird wütend oder droht. Oder steigt aus dem Gespräch aus, dreht sich um und geht einfach. Emotionen steigen auf, zuverlässig wie ein Sonnenaufgang am Morgen. Du bist irritiert, verunsichert, verletzt, … Plötzlich hast du die Orientierung verloren:

Was war noch mal mein Ziel?

Dieses Phänomen lässt sich vor allem dann beobachten, wenn es um eine schwierige Botschaft geht. Wenn du etwas vermitteln willst oder musst, das für dein Gegenüber unangenehm oder anstrengend werden kann. „Augen zu und durch“ kann ein Weg sein. Du redest einfach weiter, irgendwann wird es schon klappen. Und wenigstens hast du es versucht, statt kurzfristig zu kneifen oder auf Dauer zu resignieren.

Navigieren, wenn es heikel wird.

Der erfolgversprechendere Weg: Suche dir vorab einen Orientierungspunkt, deinen persönlichen Polarstern. Dann verlierst du dein Ziel nicht aus dem Blick. Selbst wenn dunkle Wolken am Gesprächshimmel aufziehen, es stürmisch wird und emotionale Wellen höher schlagen.

Der Polarstern draußen am Himmel markiert stets den geografischen Norden. Über das Sternbild des kleinen Bären ist er leicht zu finden und ist zur Orientierung da draußen nützlich.

Im einer heiklen Gesprächssituation helfen dir folgende drei Fragen dabei:

Was will ich wirklich für mich?

Beispiel Gehaltsverhandlung: „Ich will für meine Leistungen angemessen entlohnt werden. Ich zeige seit Monaten eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und erwarte, dass meine Leistung monetär anerkannt wird. Ich arbeite gern für mein Unternehmen und bin entschlossen, auch weiterhin mein Bestes zu geben. Deshalb möchte ich jetzt in dieser Verhandlung eine konkrete und verbindliche Zusage für den Betrag X ab Datum Y.“

Was will ich wirklich für mein Gegenüber?

Wie bitte?

Ja, du liest richtig. Diese Art der Fragestellung ist ungewöhlich – und gerade deshalb besonders wichtig. Denn mal ehrlich, wenn es schwierig wird, klammern wir uns doch um jeden Preis an dem fest, was für uns selbst drin ist. Dabei übersehen wir, dass sich unsere eigenen Ergebnisse deutlich verbessern, sobald auch für unser Gegenüber etwas rausspringt.

“Mein Gesprächspartner soll erkennen, dass es mir ernst ist mit meiner Forderung, und ich mich nicht vertrösten lassen werde. Er soll gleichzeitig sicher sein, dass ich ein loyaler Mitarbeiter bin, nicht mit dem Gedanken spiele, das Unternehmen zu verlassen, auch wenn ich meinen Marktwert genau kenne.”

Was will ich wirklich für die Beziehung?

Auch nach dem Gespräch wirst du weiter mit dem Vorgesetzten leben (müssen). Wie soll eure Zusammenarbeit in Zukunft aussehen? Wodurch wird euer Umgang geprägt: Durch Respekt, Offenheit und ein faires Kräftemessen? Sollen beide nur erleichtert sein, dass sie dieses Gespräch endlich hinter sich haben? Oder findest du künftig bei heiklen Themen noch schneller den Mut zum Gespräch, wenn einer von euch daneben liegt? Wird vielleicht in Zukunft ein Augenzwinkern ausreichen, um sich wortlos zu verständigen und wieder in die Spur zu kommen?

Hast du deine Antworten auf diese drei Fragen gefunden? Zeichnet sich dein Polarstern bereits ab? Leuchtet er klar und deutlich den Weg durch alle möglichen Gesprächshindernisse? Dann beantworte dir noch eine letzte Frage:

Wie würde ich mich verhalten, wenn ich diese Resultate wirklich wollte?

Vielleicht reicht dir die Klarheit, die du durch deine Antworten auf die letzten drei Fragen gefunden hast, bereits aus.

Doch wahrscheinlich triffst du jetzt – sobald du dir darüber klar geworden bist, was du in diesen drei Ebenen erreichen willst – viel gezieltere Vorbereitungen für dein Gespräch. Trage Fakten zusammen, die deine Aussagen belegen. Stelle Vermutungen an, welche Interessen dein Gegenüber in der Verhandlung haben wird. Schätze ein, mit welchen Gegenargumenten du rechnen solltest. Falls du deine eigene Ungeduld erkennst: Wie schaffst du es, dein  Gegenüber ausreden zu lassen? Oder wann setzt du Grenzen?

So testest du – wie nebenbei – schon einmal die Emotionen, mit denen du dich bei diesem Thema oder dieser Person immer wieder auseinander setzen musst. Überlege dir, wie du souverän damit umgehen willst.

Klarheit und Fokus in der Verhandlung

Diese Übung hat einen zweifachen Nutzen.

  • Die Suche nach deinem Polarstern bereitet dich auf dein schwieriges Gespräch vor. Du erkennst bereits vorab mögliche Klippen, die es zu umschiffen gilt.
  • Bist du dann mitten im Gespräch, und Emotionen kommen in Fahrt, orientiere dich – wie die alten Seefahrer am Himmel – immer wieder an deinem Polarstern. Du schaffst Klarheit und kommst auch dann zuverlässig auf den richtigen Weg zurück, wenn dein Verhandlungs-Schiff mal gefährlich ins Schwanken kommt.

Probiere es aus und lass mich hören, wie es funktioniert hat. Ich bin neugierig auf deine Erfahrungen.

Und falls du noch nicht sicher bist, ob dich nicht doch innere Stories von Wut, Angst oder Ärger lähmen und deinen Fokus boykottieren wollen, erfahre hier wie du mit deinen Emotionen besser klarkommst.

Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch Der Tag an dem Bella verschwand. Der Roman für Selbstcoaching mit Business-Stories.