Fünf Frauen. Eine Woche Algarve. Eine Workation, die sich selbst neu erfunden hat.

Ich dachte, ich weiß, was ich tue. Ich lag falsch. Und das war das Beste, was passieren konnte.

Manche Entscheidungen fallen ratzfatz. Sie brauchen kein langes Grübeln, keine Plus-Minus-Listen, keine Entscheidungsbäume. Nur ein gutes Prototyping. Dazu die Bereitschaft, den Menschen, die du um Feedback bittest, richtig gut zuzuhören.

Mein Prototyp: eine Woche Workation an der südlichen Algarve. Fünf Frauen, eine großzügige Villa und die Frage, wie sich dieses Konzept als echtes Business-Angebot aufstellen lässt.

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Spoiler: Klassische Workations mit klarer Struktur und Ansagen wird es von mir nicht mehr geben. Dafür etwas viel, viel Besseres.

Doch von vorn.

So bin ich losgegangen

Das war der Plan:

  • Ein Buddy-Team von fünf erfahrenen Business-Frauen fährt in eine großzügige Villa an die südliche Algarve.
  • Jede bringt Projekte mit, die zu Hause auf dem Schreibtisch seit Ewigkeiten vor sich hindümpeln, und stellt sie hier endlich fertig.
  • Ich biete einen strukturierten Tagesablauf mit Check-In und Check-Out und organisiere unterschiedliche Gelegenheiten, wohlwollendes Feedback und Unterstützung von den anderen zu bekommen.

Klingt gut, oder? Fand ich auch. Bis die Woche vorbei war.

Was wir erlebt haben

Es war eine intensive Woche. Reich, bunt, manchmal überraschend. Am besten lässt sie sich beschreiben als ein “Schwingen in der Gruppe bei gleichzeitig hoher Individualität”.

Ein offenes Aufeinanderzugehen. Ein Zugeneigtsein. Das Gefühl, jede von uns meint es gut mit der anderen. Eine echte Bereitschaft zuzuhören – nicht nur an dem Abend, als Barbara eine bezaubernde Geschichte für uns las. Oder als wir Vor-Premieren-Publikum von Gerda-Maries 4. Staffel des Blogs „Mein Leben mit den Göttern” sein durften.

Äußerte eine Einzelne ihre Wünsche, war jede bereit, diese zu verhandeln und zu erfüllen. Und wenn einer von uns mal nicht danach war, war das auch völlig in Ordnung.

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Doch wer beschreibt diese Woche besser als die Frauen selbst? Hier sind ihre Stimmen:

Gerda-Marie: „Ich hatte mir ganz wenig vorgenommen, wollte sehen, wie es mit meinem Blog „Mein Leben mit den Göttern” weitergeht, und war gespannt auf euer Feedback. Dass ich daneben noch meine Webseite aktualisiert und Coaching-Gespräche online geführt habe, war schon mehr als erwartet.

Es war so schön, alles tun zu können, auf das ich Lust hatte: gemeinsam essen, Ausflüge, fachlicher Austausch. Es war immer jemand da, um sich in Ruhe in gute Gespräche zu vertiefen. Ich möchte auf jeden Fall 2027 wieder mit dabei sein.”

Barbara: „Mir kam die Woche wahnsinnig kurz vor. Ich habe viel weniger Stunden gearbeitet als in meinen üblichen Arbeitswochen, deshalb auch maximal ein Drittel geschafft von dem, was ich sonst erledige. Doch in der Sonne mitten im April genussvoll am Pool zu entspannen, das habe ich sehr genossen.

Ich bin froh, so eine Workation ausprobiert zu haben. Auch wenn ich heute sage, dass das Vermischen von Freizeit und Beruf für mich kein gutes Format ist. Ich trenne Arbeit und Urlaub lieber sauber voneinander; will im Urlaub den Beruf komplett vergessen können.”

Gundula: „Mir hat die Flexibilität sehr viel gebracht. Ich habe zwar ganz andere Ergebnisse erreicht, als ich geplant hatte. Doch das war meine eigene Entscheidung.

Zwei Dinge haben mich überrascht. Zum einen, wie leicht ich meinen eigenen Rhythmus wieder herausgekramt habe: früh am Morgen und nachts bin ich am produktivsten. Dazu habe ich entdeckt, dass mir – sobald ich mir erlaube, auch im Vacation-Anteil Arbeits-Ideen zu durchdenken – die Ideen wie von selbst zufliegen. Meine besten Konzept-Ideen kamen bei einem Galão allein am Cafétisch. Während der Fährfahrt zur Ilha de Tavira hab ich sie gleich in meinem Notizblock festgehalten.”

Denise: „Für mich hat in dieser Workation der Urlaubsanteil stark überwogen. Doch das passt schon, denn zu Hause arbeite ich sowieso viel zu viel. Hier habe ich die Sonne genossen. Die Ruhe im Garten und der Ausblick ins Grüne waren mein Kreativitätsbooster, mich vor der Saison auf die nächsten Gigs vorzubereiten.

Es ist eine tolle Energie, einfach nur mal unter Frauen – und immer auf Augenhöhe – zu sein. Ich hab den Austausch genossen, mich geborgen gefühlt. Ich durfte einfach die sein, die ich bin, musste mich nie verstellen. Dazu hat bestimmt beigetragen, dass wir uns vor der Reise schon online kennengelernt haben. Dass wir klären konnten, was mir wichtig ist, und was jede so braucht.”

Reiseleiterin oder Gastgeberin? Diese Frage hat alles verändert.

Am letzten Tag kam ein Feedback, das reingehauen hat. Mich aber dadurch besonders schnell lernen ließ.

Eine der Frauen spiegelt mir zurück, dass sie mich in meiner Rolle unklar erlebt habe. Ja, ich hatte selbst dieses Gefühl. Deshalb bin ich die ganze Woche sehr offen damit umgegangen, dass mir der Prototyp dabei helfen soll, eine Entscheidung über meine Rolle zu treffen.

Was ich unterschätzt hatte: Eine viel schnellere Feedbackschleife hätte unnötige Irritationen vermieden, schneller zur Klarheit beigetragen. Dabei weiß ich aus Erfahrung, dass es immer wieder Mut und auch professionelles Handwerkszeug braucht um Heikle Gespräche gut zu führen.

Meine Rollenunklarheit hatte einen konkreten Hintergrund. Ich wollte zu viel für alle sein. Am besten gleichzeitig. Nach vielen Jahren, in denen ich regelmäßig an der südlichen Algarve als Coach Workations geleitet habe, ist ein Informationsvorsprung ganz natürlich:

  • Wo findet man was vor Ort – von der Bank zum kostenlosen Geldabheben über die nächste Bahnstation bis zum Fahrradverleih?
  • Welches Restaurant hat den köstlichsten Fisch (auch wenn vor Ort vieles in Bewegung ist)?
  • Welcher Tagesausflug lohnt sich besonders, weil er mehrere Wünsche gleichzeitig erfüllt?

Alles Dinge, die selbstverständlich für eine Reiseleiterin sind. Aber ich werde keine Reiseleiterin mehr sein.

Gastgeberin statt Reiseleiterin. Das ist meine neue Rolle.

Warum passt sie viel besser zu mir?

  • Ich kann eine Woche lang in hoher Qualität einen Raum halten, in dem sich fünf Frauen zum ersten Mal begegnen Frauen, die es noch nicht gewohnt sind, ihren Alltag miteinander zu verbringen.
  • Ich kann eine fließende Struktur bieten, kurze Check-Ins reichen völlig aus.
  • Ich werde Angebote machen, denen frau sich anschließen kann, niemals muss. Dazu gehören Ausflüge oder Restaurantbesuche.
  • Ich werde an mehreren Abenden kochen. Denn diese Leidenschaft geht mir so leicht von der Hand, dass ich mehr davon will. Was es gibt und um welche Uhrzeit, das vereinbaren wir gemeinsam.

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Gestrichen. Neu gedacht. Besser gemacht.

Am Ende der Feedbackrunde habe ich die Workation als Business-Konzept für Selbständige mit konkreten Zielen gestrichen. Was bleibt, ist etwas Schöneres.

Das Vorhaben: Fünf unabhängigen Frauen  – selbständig oder angestellt – eine genussvolle Woche an der portugiesischen Süd-Algarve zu ermöglichen. Eine Gelegenheit, Muße für sich zu finden, die im Alltag zu Hause selten (wenn nicht unmöglich) ist. Die Chance, weit weg vom eigenen Schreibtisch, jede in ihrem eigenen Rhythmus und Tempo, das zu tun, was ihr wirklich am Herzen liegt. Und dabei Angebote zu machen oder Feedback einzuholen ganz nach persönlichem Gusto.

Das kann zum Beispiel sein:

  • eine Jahresplanung
  • das Buchkonzept, das du endlich starten willst
  • die Artikelserie, die geschrieben werden will
  • überflüssiger Daten-Ballast, von dem du deinen Laptop befreien willst
  • die längst fällige Auseinandersetzung mit deinem letzten Willen
  • oder einfach Zeit zum Nachdenken über das, was dich wirklich bewegt

Meinen Informationsvorsprung werde ich nutzen, um uns eine Unterkunft und die Transfers vor Ort zu organisieren. Was ich weiß und liebe an der Gegend, das teile ich mit dir. Du entscheidest, wann du dabei sein und wann du für dich ganz allein sein willst. Als Gastgeberin bleibe ich die Ansprechpartnerin vor Ort – und für Spezialfragen auch mit einer Insiderin, die seit Jahren in Tavira lebt.

Working-Holidays-with-female-friends-neue-Wege-gehen Katrin Klemm in Portugal

Eine Woche, die sich anfühlt wie Urlaub mit alten Freundinnen.

Mehr als eine Workation, die auf Ergebnisse abzielt, wird es ein Urlaub mit Frauen sein, die zu Freundinnen werden können. Selbst wenn sie sich vorher noch nie begegnet sind. Eine Woche, in der die Arbeit am eigenen Projekt, das Teilen von Ideen, gegenseitiges Zuhören und Unterstützen ein Teil des Ganzen sind. Aber eben nur ein Teil.

Dazu gehört:

  • Ich möchte jede der Frauen, die gemeinsam reisen, vorher persönlich kennenlernen. In mehr als dreißig Berufsjahren habe ich ein sehr feines Gespür dafür entwickelt, ob die Chemie stimmt.
  • Check-In und Check-Out passieren beim Essen, nicht als extra Meeting-Format. Wenn wir wieder so unterschiedliche Aufstehzeiten haben wie in diesem Jahr (zwischen 5 und 11 Uhr war alles dabei), können Check-Ins auch mal ganz ausfallen oder am Vorabend schon stattfinden.
  • Der Gesamtpreis für die Woche umfasst die Unterkunft, die Transfers von und zum Flughafen (und vermutlich auch den Kauf einer zusätzlichen WLAN-Karte, damit sichergestellt ist, dass das Online-Projekt der einen den Video-Call der anderen nicht kannibalisiert).
  • Ein Gemeinschaftsportemonnaie vor Ort auf Vertrauensbasis, aus dem wir unsere Einkäufe, Ausflüge und Shuttle zahlen.
  • Das Wichtigste an meiner neuen Rolle: Ich werde für euch kochen. Wie oft, was und was auf gar keinen Fall, das vereinbaren wir. Den Einkauf und das Einräumen des Geschirrspülers erledigen wir gemeinsam. 😉

Noch offen sind das formale Rahmenkonstrukt und der finale Preis mit allem, was in- und exklusiv ist. Ich bin und werde keine klassische Reiseveranstalterin mit Rundum-sorglos-Paket. Was das für dich und mich genau bedeutet, dazu lasse ich mich in den nächsten Wochen beraten.

„Working Holidays with female friends” – bist du dabei?

Das ist es, wovon ich mehr in meinem Leben will.

Für April 2027 habe ich angefangen zu planen. Hast du Lust, dabei zu sein?

Dann lass uns in Kontakt bleiben. Du hast verschiedene Möglichkeiten:

  • Die Webseite, die ich nach und nach aktualisieren werde. Aktuell heißt sie noch CoWorking in Portugal
  • Ein 20-Minuten-Gespräch – damit wir herausfinden, was du dir von einer solchen Woche wünschst. Was möglich ist. Und auch, wann eine solche Woche eher nicht zu dir passt. Finde hier einen Termin für deinen kostenlosen Call
  • LinkedIn – dort lasse ich meine Community an den weiteren Entwicklungen teilhaben.
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