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Ich kann nicht heißt: Ich will nicht.

Im letzten Winter: Draußen vorweihnachtliches Matschwetter. Mit Freunden und Kollegen waren wir zum Bowling unterwegs. Wir bowlten was das Zeug hielt – zielten, schwitzten, ächzten. Wir hatten Spaß, auch nach den ersten Dutzend Pudeln*, die ich produzierte. Sie wissen, was ich meine? Die Bowling – Kugel hat drei Löcher. In eines kommt der Daumen. In die anderen versenke ich wahllos zwei andere Finger. Dann hebt man das gewichtige Ding an, holt Schwung, zielt auf die Kegel am Ende der Bahn, lässt los und … doing – in meinem Fall touchiert die Kugel grundsätzlich erst einmal die Seitenbande der Bahn .

Irgendwann kam der Ärger

Bei allen anderen fielen die Kegel um. Meine Kugel schlitterte jedes Mal dran vorbei. Mein gute-Laune-Pegel sank. Vor allem da auf der Nachbarbahn vier junge Leute einen Strike (alle zehn Kegel fallen beim ersten Wurf) nach dem anderen warfen – hmm, das sah echt gut aus bei denen. Ich begann zu beobachten. Vor allem den Trainer der Youngster. Mit dem geschulten Blick eines Trainers fiel ihm mein Starren auf.
Ruhig und gelassen schob er seinen massigen Körper zu mir herüber. „Wissen Sie, was Sie falsch machen, junge Frau? Sie stecken Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger in die Löcher – so wird das nie was. Sie müssen es mit Daumen, Zeigefinger und Ringfinger tun und der Ball wird viel ruhiger laufen.“
„Aha, na wenn Sie meinen“, dachte ich mir und begann meine Finger unnatürlich zu verrenken, um diese Fingerstellung hinzubekommen.

Das geht nicht! Das kann ich nicht!

Nach fünfzehn Minuten keine Änderung, der Ball knallte immer noch abwechselnd links und rechts an die Bande. Nur meine Finger konnte ich kaum noch bewegen. Himmel tat das weh, den Mittelfinger abzuknicken und die anderen drei zu benutzen. Und von Erfolg keine Spur!
Schmollend schlurfte ich zur Nachbarbahn: „Das geht nicht. Das kann ich nicht.“ Aus einer Höhe von zwei Metern traf mich ein Blick – in der Ausdruck irgendwo zwischen liebenswürdigem Großvater und strengem Weihnachtsmann.

„Hören Sie auf, sich selbst zu betrügen, junge Frau!“ „Wie bitte?“, schnappte ich zurück. „Ja, Sie machen sich selbst etwas vor. Ein ‚Ich-kann-nicht‘ gibt es nicht. Sie wollen nicht. Das ist die Wahrheit.“ Dazu fiel mir nichts mehr ein. Er hatte mich kalt erwischt. Ich blies die Lippen auf und trollte mich: „Was soll’s – ist doch nur Bowling“…

Tief in Gedanken versunken stapfte ich später durch den Schneematsch nach Hause: „Selbstbetrug. Von wegen“, grummelte es in mir noch die halbe Nacht.

Selbstverantwortung übernehmen

In den nächsten Wochen begann ich genauer hinzusehen Der Spruch des Alten klebte in meinem Kopf wie Kaugummi am Schuh. Bei jedem ‚Ich kann nicht‘ kam ich mir ertappt vor und begann eines nach dem anderen auseinanderzunehmen. Und jedes Mal fiel mir auf – er hatte Recht. Ich hatte mir eine Geschichte über mich selbst erzählt. Eine Geschichte, die ich ändern konnte.

Wie oft nutzen wir die bequeme Ausrede ‚Ich kann nicht‘ wenn wir nicht bereit sind, die Investition in Mühe und Schweiß zu erbringen, die es manchmal kostet, etwas zu erreichen, was uns das Leben nicht auf einem Silbertablett servieren will. Oder wie oft sind wir einfach nicht ehrlich genug, die Entscheidung ‚Ich will nicht‘ zu treffen und dazu zu stehen.

Zuversicht: eine bewusste Entscheidung

Es stimmt – Zuversicht ist eine bewusste Entscheidung. Ich kann mir aussuchen, ob ich Dinge tun will, sie immer und immer wieder versuche, auch wenn sie unbequem sind. Ich entscheide mich zu trainieren, zu schwitzen, manchmal an mir zu zweifeln, fast zu verzweifeln. Oder ich entscheide mich, damit aufzuhören. Meine Talente woanders einzubringen.

Doch so wie die Entschlossenheit reift, es wirklich anzupacken, wachsen auch Zuversicht und Vertrauen und es stellen sich oft Mitstreiter und Hilfe von ganz unerwarteter Seite ein.

Welche Stories erzählen Sie sich über sich selbst?

 

 

* Ein Pudel ist ein Fehlwurf, der in einer der beiden Auffangrinnen rechts und links der Bahn landet statt die Kegel sauber umzulegen.

(Foto Skeeze/Pixabay)

 

 

 

Wenn ich nochmal zwanzig wäre

Wärst Du gern noch einmal zwanzig?

Die Frage sorgt für Gesprächsstoff direkt nach der Vorspeise. Unser Thema beim StoryTeller im Mai:

Lebensfreude: Bis hier her. Und wie weiter?

Führe ich ein gutes Leben? Was erfreut mich an meinem aktuellen Hier und Jetzt? Was genieße ich aus vollen Zügen? Worauf kann ich inzwischen vertrauen? Was begeistert mich? Was kommt als nächstes?

Ein Gedankenexperiment:

Es ist ein sonniger, angenehm warmer Tag. Sie sind an der Hamburger Alster unterwegs und setzen sich jetzt auf eine leere Bank. Sie schließen für einen Augenblick die Augen und genießen – ganz ohne Absicht und ohne Ziel – diesen ungestörten Moment. Da holt Sie eine junge Stimme aus Ihrer Versenkung „Verzeihung, darf ich mich zu Ihnen setzen“. Entspannt stimmen Sie zu, doch Sie spüren, dass der jungen Frau was auf der Seele brennt. Und da ist sie schon, ihre Frage. „Sie strahlen Lebensfreude aus. Sie wirken, als führten Sie ein gutes Leben… Wenn Sie mir einen Tipp geben könnten, wie ich das auch schaffen kann? Was ist dafür wichtig im Leben?“

An diesem Abend kommen einige Tipps zusammen. Jeder sehr persönlich. Jeder eine Story für sich. So läuft das, wenn sich lebenserfahrene gut gelaunte Frauen zum Essen und Geschichten erzählen treffen.

Tipps der Gäste für echte Lebensfreude

 

  • Trau Dich was.
  • Glaub an Dich.
  • Höre nie auf neugierig zu sein.
  • Gib nichts aufs Gequatsche der anderen (wenn es nichts Positives ist).
  • Höre auf Dein Bauchgefühl.

Katrin Klemm Storyteller Mai 2019

Helga sagt:

Bei leckeren fremdländischen Speisen mit fremden Personen über nicht alltägliche Themen zu sprechen – das klingt nicht nur nach einer Herausforderung, es war auch ein „Multitasking“ mit allen Sinnen. Deine Fragen und Denkanstöße, Katrin, regten an zu munteren Diskussionen, zum Erzählen von eigenen Geschichten oder auch erst mal zum verblüfften Verstummen. Auf dem Heimweg sind mir viele einzelne Begriffe und Aussagen noch einmal durch den Kopf gegangen („Das Leben ist ein Spiel“ oder „Was bedeutet eigentlich genießen“), und so war es ein bereichernder Abend! Danke Katrin.

Gundula sagt:

Danke Katrin an Dich und Deine Gäste für diesen tollen Abend! Einzigartig – aber eigentlich kein „Wunder“ bei diesem, Deinem Rezept:
– über 250 Jahre Lebensfreude, Lebenserfahrung und Lebensneugier,
– versammelt um einen Tisch mit leckerem Essen in Wohnzimmeratmosphäre und
– initiiert und dezent moderiert von einem absoluten Profi…
So wurde es ein genüsslicher Abend mit fröhlichen, interessanten bis hin zu „nachklingenden“ Gesprächen.

 

Du willst dabei sein? Hier die nächsten Termine des StoryTeller

Locker machen – Kopf frei bekommen

Sie sind so richtig im Stress?

Fünf Turbos für einen klaren Kopf.

Wer kennt das nicht. Von einer Sekunde auf die andere muss alles auf einmal passieren. Und das sofort. Das ist – oft ohne dass es uns bewusst ist – eine körperliche Notsituation. Da kann unser Körper gar nicht anders als auf spontanes Multitasking umzuschalten. Das Herz hämmert, der Mund trocknet aus, der Atem beschleunigt sich oder wir halten ihn an. Sie beginnen zu schwitzen, verkrampfen den Nacken, ohne zu bemerken, dass Sie die Schultern hochziehen. Keine Frage – Ihr Körper reagiert auf Stress sofort.

Das erledigt sich bei Ihnen rasch von selbst und Sie sind 1 – 2 – 3 wieder locker? Dann keine Sorge. Klopfen Sie sich auf die Schulter. Sie haben es drauf. Für Sie ist der Artikel hier zuende.

Doch wenn Sie im Dauerstress chronisch auf diesem hohen Level arbeiten wird’s kritisch. Dann hilft nur eines: Stopp!

Raus aus der Chaosfalle

Sorgen Sie für Entspannung. Und sei es nur für drei Minuten. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden:

  • die philosophischen, die Reflexion erfordern und sich an Ihren persönlichen Werten orientieren,
  • die praktischen, die einen gewissen Planungsaufwand erfordern
  • und die pragmatischen, die sofort und überall wirken – bereits ab dem Moment, in dem Sie sie tatsächlich tun (nur Lesen reicht nicht).

Um die letzten geht es hier. Fünf Tipps als praktische Soforthilfe, um den Kopf freizubekommen. Zusätzlich die gängigsten Ausreden, warum es nicht funktionieren wird, aus eigener Kraft der Stressfalle zu entkommen. Die dazu passenden – ganz pragmatischen – Ausredenkiller gibt’s gratis dazu.

TIPP 1: In Bewegung setzen

Sie haben einen wichtigen Termin schon fast verpasst. Im Moment warten Sie irgendwo, dass es weitergeht. Sie hibbeln herum, doch Aufzug oder Bahn wollen einfach nicht kommen? Das Auto springt nicht an? Dann Schluss mit dem Warten – bringen Sie sich körperlich in Bewegung. Gehen Sie los. Ja genau, zu Fuß!

AUSREDE: Ja dann komme ich ja noch später!
AUSREDENKILLER: Erstens können Sie das gar nicht mit Bestimmtheit wissen. Und zweitens pumpen Sie durch jede Art von Bewegung frischen Sauerstoff ins Hirn. Das entspannt und hilft beim Denken. Die automatischen Überkreuzbewegungen von Armen und Beinen beim Gehen schalten unsere linke und rechte Hirnhälfte wieder zusammen. Kreativität und Logik stehen Ihnen beide sofort frisch zur Verfügung. So halten Sie wie von selbst Ausschau nach Alternativen, die funktionieren.

TIPP 2: Raus aus dem Kopf

Tipp 1 funktioniert für Sie nicht? Sie müssen wirklich bleiben wo Sie sind? Doch mitten im dicksten Stress produziert Ihre Phantasie einen Haufen Ideen, die leider mit der Lösung der akuten Situation nichts zu tun haben? Sofort notieren! So speichern Sie nützliche Ideen, selbst wenn die nicht ad hoc umsetzbar sind. Sie belohnen Ihr Hirn für seine Idee, befreien gleichzeitig den Arbeitsspeicher von ‘nicht-jetzt-Ballast‘ und konzentrieren sich auf das, was dran ist.

AUSREDE: Ich hab nix zum Schreiben dabei.
AUSREDENKILLER: Es gibt Mini-Notizblöcke und Stifte, die in jede Handtasche, sogar in ein Portemonnaie passen. Nutzen Sie Ihr Smartphone mit Apps wie Evernote oder hinterlassen sich selbst eine Sprachnotiz.

TIPP 3: Selbstgespräch führen. Kurzfassung

Stellen Sie fest, dass Sie kurz vor dem Durchdrehen sind und Sie die Negativspirale „das wird nie was, oh Gott, was soll jetzt nur werden“ immer tiefer runterzieht? Dann sagen Sie laut und deutlich zu sich selbst „Jetzt nicht“ und dann das „ich muss…“ ersetzen Sie durch „ich werde jetzt…“. Eine ausweglose Lage ändert sich sofort, wenn wir die Story überprüfen, die wir uns gerade selbst erzählen.

AUSREDE: Laute Selbstgespräche? Was denken die Leute?
AUSREDENKILLER: Stehen Sie auf der Straße, dann scheren Sie sich nicht darum. Höchstwahrscheinlich werden Sie die Passanten nie wieder sehen. Im Büro nehmen Sie sich den dicksten Stift, den Sie zur Verfügung haben und schreiben den Satz auf ein Blatt Papier. So stoppen Sie den Strudel und Ihr Hirn gibt wieder Lösungsressourcen frei.

TIPP 4: Realitätsfrage(n) stellen

Mit Realitätsfragen setzen Sie Ihre vermeintlich so furchtbaren Missgeschicke, Pannen, Niederlagen, Schwächen oder ähnliches in einen realistischen Bezug. Fragen Sie sich zum Beispiel: Wird es mich umbringen, wenn ich das nicht hinbekomme? Werde ich das überleben? Was ist in meinem Leben wichtiger als das hier?

AUSREDE: Wie banal ist das denn?
AUSREDENKILLER: Sie haben keine Chance, die Wirkung zu genießen, wenn Sie es nicht ausprobieren. Tun Sie es einfach. Sie werden überrascht sein, wie die Dinge plötzlich wieder in Schwung kommen.

TIPP 5: An- und Entspannung: Der Turbo im Sitzen

Ballen Sie die Hände zu Fäusten und drücken Sie die angewinkelten Arme fest an die Seite. Krampfen Sie die Zehen in den Schuhen zusammen, spannen Sie Unter- und Oberschenkel an. Kneifen Sie die Pomuskulatur zusammen. Zuletzt runzeln Sie intensiv die Augenbrauen, pressen die Lippen fest aufeinander und ziehen Ihr fiesestes Gesicht. Atmen Sie ein und halten den Atem an, solange Sie können. Dann lassen Sie los und atmen mit einem Stoß aus. Genießen Sie das Gefühl der Entspannung, das sofort Ihren ganzen Körper durchzieht. Sie sind allein im Raum? Noch zwei Wiederholungen.

AUSREDE: Wie pinlich. Was werden die Kollegen denken?
AUSREDENKILLER: Am besten geht es natürlich, wenn Sie allein im Büro sind. Ansonsten drehen Sie Ihr Gesicht dem Fenster zu – das wirkt harmlos. Sitzen Sie auf einem Drehstuhl, rollen Sie zum Büroschrank, öffnen Sie ihn als würden Sie etwas suchen. Oder starren Sie einfach weiter auf Ihren Bildschirm. Und sollte sich wirklich jemand dafür interessiert was Sie da gerade tun – bringen Sie es ihm bei.

Übrigens:
Wussten Sie, dass es im Grunde gar keinen Stress gibt. Jeder von uns steht täglich vor herausfordernden Situationen – in seinem Kopf oder der realen Umwelt. Den Stress dazu machen wir uns selbst. Was bedeutet das für Sie? Große Erleichterung oder noch mehr Verantwortung?

 

Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch Der Tag an dem Bella verschwand. Der Business-Roman für Berufserfolg und ein leichtes Leben im Alltag

Working Moms Hamburg: Can we have it all?

Stimmengemurmel im Saal bei den Working Moms in Hamburg. Hier treffen sich Frauen für die es selbstverständlich ist, beides zu wollen – Kinder und einen Job der sie erfüllt.

Was kann ich selbst tun?

Eine von ihnen, die Wirtschaftsjournalistin Stefanie Bilen, liest aus ihrem Buch „Mut zu Kindern und Karriere“. Unaufgeregt konstatiert sie Rahmenbedingungen, die noch immer nicht passen. Die Palette der bekannten Verdächtigen reicht von fehlenden Betreuungsmöglichkeiten über unausgegorene Elterngeld-Gesetze bis zu persönlichen Selbstzweifeln der Frauen. Doch darum geht es heute Abend nicht.

Die Frage, die ihr Buch in 40 Interviews beantworten will ist „Wo kann ich selbst ansetzen statt abzuwarten, dass die Gesellschaft etwas für mich tut?“ Es gibt eine Menge Antworten.

Job-Sharing, Teilzeit oder Baby an Bord.

Die erste, das gelingende Job-Sharing auf Top-Niveau, teile ich persönlich aus meiner Zeit als IT-Großprojektmanagerin. In der Doppelspitze habe ich gelernt: Die klare Absprache zwischen den Hauptbeteiligten entscheidet über Gelingen oder Verlieren.

  • Was ist Deine Verantwortung und was meine?
  • Was erwarten wir voneinander?
  • Worauf können wir uns gegenseitig verlassen?
  • Was tun wir, wenn was schief gegangen ist?

Geht es um den Wunsch nach Teilzeitarbeit, fühlt die Geschäftsführerin Isabell Hochgesang jungen Frauen genau auf den Zahn, was dahinter steckt. Geht es bei der Einschränkung ihrer Arbeitszeit wirklich um die gemeinsame Zeit mit dem Kind? Oder steckt der Haushalt dahinter, der wie selbstverständlich mit der Mutterschaft an ihr kleben bleibt? Die Optikerin Katrin Wagner, zuerst angestellt, dann selbständig, nimmt ihre Babies mit in den Laden und wird damit zur Marke. Gut, vielleicht funktioniert das noch nicht oft genug. Doch wenn frau es gar nicht erst versucht, dann auf keinen Fall. Es sind diese Beispiele, die das Buch lebendig machen und jede einladen für sich zu überlegen „Wie wäre das, wenn ich ….?“

Jede Mutter kennt Krisen. Und löst sie.

Marianne Grabrucker, Vorsitzende Richterin am Bundespatentgericht a.D. und mehrfache Buchautorin zum Thema, stellt sich als ‚Working Granny‘ vor. Wortgewaltig und voller „Mutterwitz“ (sie definiert den als „die stetig vorhandene Fähigkeit, Sachverhalte schnell zu begreifen, zu beurteilen und auf solche zu reagieren“) brilliert sie mit Anekdoten über Scheitern und Erfolge. Es ist wichtig, sich selbst kennenzulernen, betont sie. Herauszufinden, was ich wirklich will, mich dann zu entscheiden und meinen Weg konsequent zu gehen. Will ich Karriere? Ja? Ja! Weil ich etwas bewirken will? Ja! Dann tu es! Will ich Kinder? Auch! Wird es anstrengend? Ja! Sehr wahrscheinlich! Bin ich bereit dafür? Wenn Ja, dann leg los!

Grabrucker bekennt sich zu ihrer bayrisch anarchischen Ader und stellt klar, dass das Leben – gerade als berufstätige Mutter – nun mal voller Krisen sei. „Also kremple die Ärmel hoch und pack sie an“, ist ihr Statement. Bleib persönlich flexibel und trau dem eigenen Kind mehr zu. Selbst „Sockentraumata“ könne man überleben. Natürlich spricht hier die Gelassenheit einer berufstätigen Mutter, die mit über 70 schon längst einen gelassenen Abstand zum Thema entwickelt hat. Doch wenn sie betont, dass Frauen hier wieder viel lauter politisch fordern müssen, blitzt die jugendliche Entschlossenheit der zwanzigjährigen Feministin durch.

Ihre Tipps

  • Lerne dich selbst kennen und werde dir klar was du bewirken willst.
  • Liebe das was du tust.
  • Vernetz dich mit Gleichgesinnten, Kinder fühlen sich auch bei anderen wohl.
  • Kommuniziere präzise, komm direkt auf den Punkt, Halbherzigkeit ist tödlich.
  • Fokussier Dich beim Arbeiten, dann hast du Zeit für deine Kinder.

Eva Buchhorn, Redakteurin des Manager Magazins, moderiert den Abend mit wohltuend klugen Fragen. Sie hat es nicht immer leicht, das Wort zurückzuerobern, sobald die engagierte Rednerin erstmal im Flow ist. Doch ihr Schmunzeln zeigt mir, dass auch sie eine gute Zeit hat.

Viele Wege. Viele Fragen. Von Working Moms. Und Dads!

Das Publikum – Frauen und Männer – fragt nach und kommentiert angeregt: Wie bekommen wir die Männer dazu mitzumachen, damit verkrustete Rollenbilder endlich fallen? Wie unterstützen wir Frauen, die (zu) viel über das erste wichtige Jahr mit dem Kind wissen und am schlechten Gewissen psychisch zerbrechen, wenn sie Karriere und Kind nicht so perfekt hinbekommen? Wann endlich bieten auch andere Bundesländer so vernünftige Krippen- und KiTa-Regelungen an wie Hamburg? Ein Vater stellt zur Diskussion, dass es mehr als die Jobanforderungen seien, die manche Männer so lange im Büro sitzen lassen. Sobald ein Vater nämlich den Müttern dauerhaft nichts recht machen kann, verliere auch er irgendwann die Lust früher nach Hause zu kommen.

Verflixte Selbstverantwortung. Immer wieder…

Tanja, eine jungen Mutter aus Bosnien, hält ein Schlusswort, das mich lange nicht los lässt. Sie stellt sich vor als „Tochter einer Hausfrau und Schwester einer Hausfrau“. Ihr ganzes Leben mit der klassischen Frauenrolle konfrontiert, sei sie die Ausreden irgendwann leid gewesen: „Ich kann nicht, weil ich kein Job habe, weil ich finanziell abhängig bin, weil ich Kinder habe, weil, weil, weil….“ „Trotzdem“, sagt sie „Bin ich etwas geworden.“

Ja, ganz gleich aus welchem Umfeld wir stammen, ob rund um die Uhr behütet oder Tochter einer Karrieremutter … letztlich liegt es immer bei uns selbst. Deshalb, sagt Tanja, “ Hör zu, was dein Inneres will und trag das in die Welt“. Die Working Moms hier im Saal können ihren Kids vorleben, wie das geht.

We can have it all.

Wenn wir es gemeinsam klug anstellen, auf Perfektionismus pfeifen und Spaß an Herausforderungen entwickeln…

Was ist Dein Weg? Welches sind Deine Fragen? Was probierst Du gerade aus? Wo brauchst Du Unterstützung? Lass es mich wissen.

Storytelling – mit Begeisterung für Geschichten anstecken

Ich habe ja schon einige Workshops im Storytelling gegeben. Doch bisher ist keiner so wunderbar grafisch auf dem Punkt gebracht worden, wie von Ania Groß. Dankeschön.

Geschichten erzählen mit Worten – Bildern – dem ganzen Körper. Ja das geht.

Begeisterung mit Storytelling Katrin Klemm beim WEC in Hamburg

 

Unter dem Motto „So wirst Du zur Regisseurin Deiner Erfolgsgeschichte“ durfte ich mit einer inspirierenden Gruppe von Frauen des Woman Entrepreneur Club Hamburg mein Wissen und meine Leidenschaft teilen. Nach bereits 90 Minuten konnten wir die ersten bereits sehr gelungenen Geschichten der Teilnehmerinnen hören. Ladies, ich bin beeindruckt.

Was Teilnehmerinnen zum Abend sagen

Liebe Katrin;
der Abend hat mir super gefallen. Die Storytelling-Techniken fand ich inspirierend und gut umsetzbar. Ich hab richtig Lust bekommen auf das Thema und werd sicher auf meiner neuen Website auch damit arbeiten…Was mir besonders gefallen hat warst du. Du verkörperst das, was du Menschen beibringen und womit du sie unterstützen willst. Deine Ausstrahlung ist sehr präsent und locker und deine Geschichten unterhaltsam und interessant. Danke! Katja

Es war wirklich in toller informativer Abend bei bester Stimmung. Spannend wie in einer Runde interessante Geschichten entstehen. Große Klasse war für mich die eigene Geschichte für mich klar zu bekommen wobei meine Kunden im Vordergrund stehen. So ist Netzwerkern und Vertrieb Kinderleicht. Andrea

Liebe Katrin, das war Klasse. Du bist mitreißend, dein Storytelling …wird sicher noch bei mir nachwirken. Ich hatte eine wunderbaren WEC-Abend. Danke dir dafür. Birgit

Ich konnte das Gehörte sofort umsetzen, das passiert mir nicht oft. Und ist umso schöner, weil die Einsatzmöglichkeiten von Sketchnotes so vielfältig sind. Da ist es immer gut, verschiedene Geschichten im Kopf zu haben, wo ich mit meinen visuellen Notizen eine Bereicherung und/oder eine Hilfe war. Ania

Du willst mehr

Du willst auch bessere Geschichten erzählen? Schau zuerst was mit Storytelling alles möglich ist und was davon Du zuerst erreichen willst. Dann lass uns reden, wie Du genau das bekommst.