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Teebeutel-Stories auf Clubhouse und (mein) gesunder Menschenverstand

Was ich auf Clubhouse mache. Und warum. Und wie ich dazu gekommen bin. Mal wieder eine meiner ganz persönlichen technischen Heldenreisen.

Ihr redet über Teebeutel? Echt jetzt?

Als es mit Clubhouse zu Beginn des Jahres losging, lag mir der Gedanke, dort dabei zu sein ungefähr so fern wie die Idee, meine Zukunft aus Teeblättern zu lesen. Ich und iPhone? Niemals! Seit Jahrzehnten bin ich treue Android Nutzerin und Apple kommt mir nicht ins Haus.

Doch es kam.

Und zwar schon eine Woche später. Wenn meine Kollegin und Freundin Susanne eine Idee hat, die sie umsetzen will, dann kennt sie nix. Sie kauft ein gebrauchtes iPhone günstig und versichert mir „Wir machen jetzt Clubhouse. Du kannst das“. Naja, das war’s schon mit meinem Widerstand. Susanne kann sehr überzeugend sein.

Clubhouse-Stories und Warnungen

Was schwirrte da nicht alles durchs Netz  zu Beginn: Hype und Warnungen aller Arten. Als erklärte Leserin von Bedienungsanleitungen hab ich erstmal gelesen und geforscht. Bis es mir zu viel wurde und ich einfach mal gemacht habe. Und es bis heute noch keinen Augenblick bereut.

Pro und Con aus meiner ganz persönlichen Sicht

Man sagt:

Die saugen alle deine Daten ab und du kannst dich nicht wehren.

Ich finde:

Tun sie nicht, denn ich habe auf meinem neuen gebrauchten iPhone gar keine drauf. Doch selbst wenn ich welche hätte – zu Beginn deines Clubhouse Engagements wirst du gefragt ob du alle Kontakte hochladen möchtest. Und wie überall in der Welt kannst du Nein sagen. (Wenn du das noch nicht kannst, wird es Zeit das zu üben – so zum Beispiel )

Man sagt:

Es ist exklusiv nur für iPhone Nutzer und das schafft künstliche Verknappung.

Ich finde:

Ist doof (war zu Beginn so). Kann sein. Susannes pragmatische Lösung steht oben. Aber auch für Android ist es jetzt bald soweit sagt der STERN.

Man sagt:

Du musst eine Einladung haben. Das schließe andere aus oder verknappe den Zugang künstlich. Fear of Missing out würde dazu führen, dass alle unbedingt reinwollen.

Ich finde:

Ist für mich völlig in Ordnung. Wenn du dich wirklich von FOMO einfangen lässt, ist es Zeit, wieder mal darüber nachzudenken, wovon du dich steuern lässt. Alles was einen unangenehmen Druck erzeugt oder eine irrationale Angst, kann ein guter Anlass sein, mal wieder kurz die eigenen Bedürfnisse zu checken. Muss ich wirklich überall dabei sein? Geht die Welt unter, wenn ich es nicht sofort bin? Ausatmen, weiter leben.

Wenn du wirklich eine Einladung möchtest, frag herum und ich bin sicher, dass du rasch eine bekommst. Denn ehrlich – inzwischen gibt es Redner*innen und Clubs mit tausenden Followern und die müssen ja irgendwo her- also auch reingekommen sein. Entspann dich. Notfalls frag mich, nenn mir einen guten Grund und ich lade dich gern ein.

Man sagt:

Künstliche Exklusivität: hier  ab 7:00 erklärt Prof. Dr. Christian Rieck ein paar spannende spieltheoretische Hintergründe, wie man die Begehrlichkeit durch Schlangestehen vor den Türen erhöht und sich als Unternehmen in eine (angenommene) Machtposition setzt. Das wahrgenommene Kräfteverhältnis charakterisiere ein Monopol, sagt Herr Rieck.

Ich finde:

Erfahrung durch Schlangestehen schafft Exklusivitäts-Immunität.

Exklusiver Duft von frischem Brot

Als Fünfjährige in Sachsen stand ich freitags ab halb drei beim Bäcker nach frischem Brot an. Bis drei musste ich ausharren im verlockenden Duft aus der Backstube. Gequält von der Angst, es könnte ausverkauft sein, bevor ich dran wäre. Ist nie passiert. Ich konnte jeden, wirklich jeden Freitag genussvoll – und mit nur minimal schlechtem Gewissen – ein Loch in die knusprige Kruste des ofenwarmen Brotteigs knabbern. Bauchschmerzen waren mir egal. Ich war ein Kind.

Fühlte ich mich dem machtvollen Bäcker ausgeliefert? Vielleicht. Doch die Belohnung machte es wett.

Bis heute bin ich keine Clubgängerin und so blieb mir das „Trauma“ erspart, an der Tür eines angesagten Clubs abgewiesen zu werden. Jetzt soll ich das Clubhouse-Gebaren Exklusivität unanständig finden? Tu ich nicht. Manchmal muss man warten, bevor man etwa bekommt. Ja und? Ist halt so.

Man sagt:

Relativ hohe Kollektivität fördere intellektuelle Inzucht. Es unterhielten sich nur die, die sich eh schon kennen, sich gut finden und gegenseitig pushen.

Ich finde:

Kann sein. Ist mir aber auch egal. Denn niemand zwingt mich ja, Menschen zuzuhören, die ich nicht interessant finde. Wenn ich in bestimmten Räumen Dinge höre, die ich schon auf anderen Plattformen gehört habe, und ich keinen zusätzlichen anregenden Aspekt finde, dann verlasse ich den Raum. Die Freiheit habe ich jetzt (anders als damals im Osten kann ich einfach gehen). Und ich nutze sie.

Man sagt:

Soziale Kontrolle. Es wird angezeigt, wer durch wen eingeladen wurde. Wenn einer rausfliegt, weil er sich danebenbenimmt, fliegt der, der eingeladen hat mit raus. Rieck nennt das subtile Kleinigkeiten, die in dieser App mit drin stecken (und ich entnehme seiner Stimme, dass er das gar nicht lustig findet). Außerdem wird mir wird angezeigt, welche Menschen mit denen ich verbunden bin, gerade in welchen Räumen unterwegs sind.

Ich finde:

Ja, das ist soziale Kontrolle. Für mich bedeutet es in dieser Form nichts Ungehöriges – im Gegenteil. (Ich setze hier voraus, dass einer meiner Kontakte nicht durch einen technischen Fehler oder üble Nachrede gehen muss).

Und ja.  Ich kann mich auf die Aufgeschlossenheit und den guten Geschmack von Menschen, denen ich vertraue (meist) verlassen. Es fördert meinen Anreiz, mich auch in diesem Raum mal umzuschauen. (womit wir wieder bei der intellektuellen Inzucht wären 😉 ) Weil ich ja jederzeit selbst entscheiden kann, ob ich gehe oder bleibe. Ich finde soziale Interaktion großartig, weil wir aus meiner Sicht genau das brauchen.

Man sagt:

Zeitverschwendungspotential – man wird mit Infos überflutet, die man gar nicht so toll findet, und die die Zeit nicht wert sind

Ich finde:

Ja, manchmal frage ich mich schon, wie manche Empfehlungen bei mir eingespielt werden. Vor allem, wenn es russisch (meine Schulbildung ist schon Jahre her) oder chinesisch (leider nie die Lern-Geduld gehabt) ist.

Selbstbestimmte Interaktion

Ich nutze es für mich als Übung, rasche Entscheidungen zu treffen. Es ist wie ein Schnell-Check. Will ich weiter zuhören oder nicht? Wenn ja, warum? Will ich mich einfach nur mal ablenken? Ist auch in Ordnung. Habe ich zu einem Thema was zu sagen?

Eine super Übung, mir zu merken was ich sagen will – auch wenn ich mal länger warten muss, bis ich dran bin. Und es dann kurz und knackig auf den Punkt zu bringen. Am besten so, dass auch andere etwas davon haben. Kostenloses Entscheidungs- und Sprechtraining. Super Gelegenheit.

Teebeutel-Stories

Ihr sprecht wirklich über Teebeutel? Echt jetzt?

Ja genau – seit Jahren trinke ich eine bestimmte Teesorte nicht nur deshalb, weil ich fast alle Varianten köstlich finde. Sondern ich bin jeden Morgen neugierig auf den Beutel-Spruch. Mein tägliches Orakel. Wie eine ganz kleine Achtsamkeitsübung ohne Aufwand.

Storycoaching Storytelling auf Clubhouse Katrin Klemm

Seit Februar veranstalten Susanne und ich jeden Montagabend unseren Teebeutel-Talk. Ein schlankes Format, selten länger als eine dreiviertel Stunde. Wir verbinden diese Inspirationen mit Themen, die uns in unserem Business und im Alltag bewegen. Seit dem haben wir eine Vielzahl inspirierender Menschen kennengelernt, die mir sonst vielleicht nicht begegnet wären.

Die Anzahl der Follower interessiert mich nicht wirklich. Es ist großartig, wenn Menschen unseren Talk finden. Doch ich brauche keine Fake likes. Ich gönne Räumen mit 1000+ Zuhörer*innen ihre große schweigende Zuhörerschaft.

Echter Austausch mehr wert als Likes

Uns ist der Austausch wichtiger. Mit denen die da sind – und wenn es nur eine kleine Gruppe ist – wunderbar. So können wir sehr offen sprechen (ja, mir ist immer bewusst, dass wir nicht wirklich unter uns sind und deshalb gibt es Grenzen).

Wir nehmen uns Zeit, unsere Gegenüber ausreden zu lassen, ihnen zuzuhören, nachzufragen. Wir müssen auch nicht immer einer Meinung sein, sondern haben Zeit und die Gelegenheit zu verstehen, zu lernen und die Vielfalt zu akzeptieren.

Vor allem habe ich meine Lust am Moderieren wiederentdeckt. In einem für mich völlig neuen Medium. Da trauere ich jetzt auch dem Podcast nicht mehr nach, den ich aus Kapazitätsgründen im letzten Jahr auf Eis legen musste.

Hör zu. Bring dich ein. Du bist willkommen

Oder lade mich als Moderatorin ein. Wenn du ein spannendes Thema hast, komme ich gern.

Unsere nächsten Teebeutel- Talks:

17. Mai  | 19:30 Uhr – Entwickle die Fähigkeit zuzuhören
24. Mai | 20:30 Uhr – Innerer Wohlstand
31. Mai  | 20:30 Uhr – Selbstrespekt lernen

 

Wie erlebst du Clubhouse? Lass es mich wissen. Gleich hier im Kommentar.

 

Storytelling wenn es schnell gehen muss

Schöne Geschichte: Überraschung zum Start

Vor kurzem durfte ich als Dozentin bei der Evangelischen Medienakademie einen ganzen Tag zum Storytelling gestalten. Ich war top vorbereitet. Und gleich zu Beginn erstmal sprachlos. Die Überraschung: zwei Studenten stellten genau das Buch vor, das mein nächster Buchtipp hier im Blog gewesen wäre.

Sie waren großartig. Ich hätte es nicht besser hinbekommen. Deshalb habe ich Sebastian Stein gebeten, mir ihre Intro als Gastbeitrag zu schenken. Hier ist er. Herzlichen Dank, Sebastian.Buchempfehlung Tell me Mit Storytelling überzeugen Katrin Klemm StoryCoach

Februar 2021, Samstagabend.

Ich lese das erste Mal in meinem Leben ernsthaft ein Sachbuch. Ganz freiwillig hat es nicht den Weg in meine Hände gefunden. Aber ich muss als Teilnehmer des Studiengangs Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Medienakademie in Hamburg ein Buch vorstellen.

Meine Frau hat Spätdienst, ich sitze allein auf dem Sofa und lese. Die Kinder sind im Bett. Das heißt, sie sollten es sein. Mein jüngster Sohn (6 Jahre, 1. Klasse) schaut noch einmal im Wohnzimmer vorbei und kuschelt sich an mich.

Er schaut neugierig ins Buch. „Was liest du da Papa?

Ein Buch, dass ich für mein Studium lesen muss.“
M-mh…“ Stille.
Dann: „Um was geht es da?
In dem Buch wird erklärt, wie man gut Geschichten erzählt.“
M-mh…“ Ein fragender Blick trifft mich.

Ich zeige ihm den Buchdeckel. „Guck mal, was siehst du da?
Ein gelber Luftballon.
Richtig. Und was ist das daneben?
Ein Kaktus.
Was meinst du, wird wohl passieren?
Der Kaktus kommt zum Luftballon und der Luftballon platzt.
Siehst du, schon hast du eine Geschichte erzählt.

Und in dem Buch steht, wie man solche Geschichten erzählen kann, damit sie richtig spannend werden.“

Story-Modelle und Muster zum Üben

Thomas Pyczak erzählt in seinem Buch viele Geschichten, bringt Beispiele und erklärt ein Erzähl-Modell nach dem anderen. Dabei gibt es kleine Unterschiede zwischen Vorträgen, in denen meistens eine Idee verkauft oder ein Prozess beschrieben wird und reinen Erzählformen wie Romane und Filme, die eher unterhalten wollen. Dennoch sind alle Modelle in Teilen kombinierbar.

Vorträge

So lernt man, wie man möglichst schnell Menschen von einer Idee überzeugen kann – sei es mit einem Elevator- oder einem Match-Pitch: Wer nur eine Aufzugfahrt oder während des Abbrennens eines Streichholzes Zeit hat, seine Geschichte zu erzählen, muss schon sehr genau wissen, was er sagen will und Interesse wecken.

Ein anderes Modell ist die Sparkline (auf Deutsch: Funkenlinie). Sie nimmt den Zuhörer eines Vortrags mit auf eine Reise. Erst wird der Status Quo dargestellt. Anschließend wird die Frage gestellt, was morgen sein wird. Der Vortrag pendelt immer wieder zwischen heute und morgen. Das baut Spannung auf. Am Ende steht dann keine Handlungsaufforderung, sondern das, was der Zuhörer aus dem Vortrag mitnehmen soll: die Benefits.

Erzählformen

Das Pyramidenmodell basiert auf drei Punkten: Anfang – Mitte – Ende. Dazwischen gibt es die aufsteigende und die absteigende Handlung. Es ist ein sehr schlichtes Modell, das vor allem in Dramen, aber auch in Filmen Anwendung findet.

Märchen hingegen beginnen immer mit „Es war einmal…“. Sie erzählen über einen Spannungsbogen eine Geschichte, die beim Status Quo anfängt („jeden Tag…“), über ein Ereignis („Eines Tages…“) zur eigentlichen Handlung kommt („Und so…“, „Und dann…“) und abschließend zu ihrem Ende kommt („Bis schließlich…“, „Und seit diesem Tag…“). Gerade in der Werbung wird häufig dieses Modell eingesetzt, da es den Absender auf eine komprimierte Art eine schöne Geschichte erzählen lässt. Eines der bekannteren Beispiele ist der Edeka-Weihnachtsclip „#heimkommen“.

Die Heldenreise eignet sich für unglaublich viele Erzählstränge – von der Werbung bis zum Blockbuster findet sich dieses Modell. Es sieht auf den ersten Blick wahnsinnig komplex aus, bildet aber eine großartige Grundlage für gute Geschichten. Dabei teilt sie die Handlung in eine dem Protagonisten (also dem Helden) vertraute und eine fremde Welt. Die Geschichte folgt dann zwölf Punkten. Dieses Modell findet sich in vielen Romanen, Erzählungen und Filmen – von „1001 Nacht“ bis „Star Wars“, von „Orpheus und Eurydike“ bis „Findet Nemo“.

Welches Modell man wählt ist meist davon abhängig:

  • was die Story ist
  • warum wir sie genau jetzt erzählen und
  • wem wir sie erzählen.

Nur wer sich diese Punkte klar macht, wird seine Zuhörer, Zuschauer oder Leser packen, mitreißen und überzeugen können.

Luftballon und Kaktus: die Story geht weiter

Kommen wir noch einmal zu der Geschichte zurück, die mein Sohn erzählt hat: „Der Kaktus kommt zum Luftballon.“ Diese Geschichte kann das Titelbild dieses Buches erzählen. Die Rückseite des Buches erzählt aber eine andere Geschichte.

Was zum Beispiel könnte aus einer ganz anderen Beziehung von Luftballon und Kaktus entstehen?

Fazit

Ich habe drei Semester Jura studiert und dabei ganz grässlich langweilige Sachbücher lesen müssen. Dieses Buch hat es aber geschafft, meine tiefsitzende Abneigung gegenüber Sachbüchern aufzulösen. Ein Buch, dass wirklich Spaß macht zu lesen.

Ein für mich persönlich wichtiges Resümee aus diesem Buch egalisiert alle Modelle, Muster und Techniken: Die Technik ist unwichtig. Die Geschichte zählt.

*****

Sebastian Stein beschreibt sich selbst als Christ, Familienvater und Marketing-Fuzzi, der irgendwie auch Autor, Komponist und Musiker ist. Er arbeitet in der Öffentlichkeitsarbeit eines großen diakonischen Unternehmens in Niedersachsen und engagiert sich ehrenamtlich in seiner Kirchengemeinde. In seinem Blog beschreibt er, warum er das hier vorgestellte Buch nicht hätte lesen sollen

 

 

 

Storytelling als Leadership-Werkzeug

Dieses Buch – Storypraxis und Methodenfeuerwerk auf 280 Seiten – konnte ich kaum aus der Hand legen. Unzählige der Business-Situationen kenne ich aus meiner eigenen Unternehmenskarriere. Ach hätte ich doch damals schon ein ausgefeiltes Story-Handwerkszeug zur Verfügung gehabt. Vieles wäre leichter gewesen.

Die Art, in der Shawn Callahan selbst eine Story nach der anderen erzählt, demonstriert, dass er aus Erfahrung kennt, was er da tut.

Übrigens,
du musst keinen internationalen Konzern führen, damit sich Storytelling als Leadership-Kompetenz lohnt. Führung meint jede*n in einer Organisation. Denn es geht weniger um den Titel auf deiner Visitenkarte als um deine eigene Einstellung zum Führen und die Art, wie du es deinem Team erleichterst, dir zu folgen.

 

Storytelling nutzen als Führungskraft

Du willst gar keine Geschichten aufschreiben? Oder sie in Social Media posten. Du brauchst sie für den Führungsalltag.
Volltreffer! Denn um genau dieses mündliche Storytelling geht es hier.

Gleich zu Beginn zeigt der Autor, durch Führen mit Stories besser gelingt:

  • Menschen zu überzeugen
  • Entscheidungen herbeizuführen
  • zum Handeln zu inspirieren
  • Stories zu nutzen, um aus Fehlern zu lernen
  • Halbwahrheiten und Lügen im Unternehmensalltag zu begegnen

Ist Storytelling pure Manipulation?

Riecht das für dich nach „Wie manipuliere ich mit Storytelling“? Dann spring gleich ins elfte Kapitel. Hier geht es um die Ethik des Storytellings. Denn natürlich ist Storytelling Gabe und mächtiges Tool.

Natürlich kann man Stories nutzen, um zu manipulieren. Denk an ein Messer. Mit dem kann ich eine Scheibe Brot abschneiden, oder einen Menschen töten. Es kommt immer auf die Intention an, die ich mit meiner Geschichte verfolge. Callahan bezieht dazu klar und verständlich Stellung.

Gut gefällt mir auch seine klare Ansage, was Storytelling NICHT ist:

  • eine Aneinanderreihung von Behauptungen
  • eine Auflistung von Unternehmenswerten
  • eine Handvoll zwar interessanter, doch lediglich beschreibender Fakten über das eigene Unternehmen

Denn diese liefern nun einmal kein tieferes Verständnis über das Unternehmen und sein Angebot.

Fakten sind noch keine Story

Eines Tages, erzählt Callahan, empfahl er dem CEO eines Großunternehmens, die Unternehmensstrategie durch Storytelling deutlicher zu machen. Der CEO ließ ihn kaum ausreden:

„Das tue ich doch schon lange. Ich erzähle die Geschichte unserer Firma. Wir sind Marktführer in unserer Branche. Und zwar beim Marktanteil und beim Umsatz. Wir haben die besten Mitarbeiter und bestimmen wo es lang geht. Ich bin unglaublich stolz auf die Arbeit, die wir leisten. Doch das Wichtigste: Wir hören unseren Kunden zu und liefern nur die allerbesten Produkte und den perfekten Service.“ Und so weiter und so weiter und so weiter.

Kannst du darin eine Geschichte entdecken?

Callahan nicht. Seine Antwort an den CEO: „Mit allem Respekt. Das ist keine Story. Es ist nur eine Serie von Behauptungen.“ 200 Seiten lang zeigt er dann, wie es besser geht.

Wirf doch mal einen Blick auf die Webseite deines eigenen Unternehmens. Welche Geschichten geben ein einprägsames Bild der Werte für die du und dein Team stehen?

Leadership Stories ohne großes Drama

Übertreibe es nicht mit dem Storytelling. Callahan betont, dass eine Leadership-Story kein großes konstruiertes Drama sein muss. Nicht immer braucht es eine ganze Heldenstory . Kurze Anekdoten reichen, so lange man die Protagonisten agieren sehen und hören kann.

„Die Geschichten, die wir im Unternehmen erzählen müssen keine aufwendigen Stories sein, wie wir sie auf der Bühne sehen. Oder auf der Leinwand oder zwischen den Buchdeckel eines Romans finden. Beim mündlichen Storytelling im Job besteht die Gefahr, dass die künstlich wirken. Eine viel bessere Strategie ist es, viele lebendige realistische Geschichten zu erzählen, auch wenn sie emotional eher einen kleineren Impact haben.“

Story-Mastery = gesunder Menschenverstand

Den Hauptteil des Buches „Story-Mastery“ gliedert er in vier Bereiche, die systematisch aufeinander aufbauen

  • Entdecken: die Fähigkeit, Stories zu finden und von Nicht-Stories zu unterscheiden. Wo du hinschauen oder zuhören, und welche Fragen du stellen solltest.
  • Erinnern: wie du lernst, passende Stories in deinem Gedächtnis so lebendig zu halten, dass du sie jederzeit erzählbereit hast.
  • Effektiv Teilen: Manche Stories werden weitererzählt. Bei anderen hört man höflich zu und erwähnt sie nie wieder. Was die einen von den anderen unterscheidet.
  • Auffrischen: Manche Geschichten sind einfach nicht gut genug. Oder sie haben ihre Halbwertzeit überschritten. Wie du sie aussortierst und dich in Frieden von ihnen trennst, wenn sie nicht (mehr) funktionieren.

Ich mag, dass er nie auf irgendwelche „Geheimwaffen“ setzt. Seine Mittel sind der gesunde Menschenverstand und die Bereitschaft, gut zuzuhören, auszuprobieren und mutig drauflos zu üben.

Geschichten finden mit dem Story-Journal

Oft höre ich im Story-Coaching von Klientinnen, sie hätten wenig story-würdige Erlebnisse in ihrem Alltag. Sie hätten gar nichts Spannendes zu erzählen.

Diesen Einwand entkräften wir in 5 Minuten, sobald wir genauer hinschauen. Die Praxis, die Callahan empfiehlt, praktiziere ich seit Jahren. Es dauert wirklich nur 5 Minuten jeden Tag. Versprochen!

Stelle dir diese drei einfachen Fragen täglich zum Feierabend:

  1. Was war heute an diesem Tag besonders? (und wenn es nur ein einziger Moment war). Ich persönlich frage mich abends vor dem Schlafengehen immer: „Wofür hat es sich heute für mich gelohnt zu leben?“
  2. Wo habe ich heute eine gute Story gehört? Habe ich mit jemandem gesprochen (das sollte als Firmenchef*in ja wohl nicht zu knapp sein). Selbst in unseren Homeoffices haben wir aktuell reichlich online Gespräche.
  3. Habe ich heute irgendwo eine gute Geschichte gelesen oder online gesehen?

Durchforste auf diese Weise deinen Tag nach Geschichten. Du wirst feststellen: es ist nicht schwer, gutes Story-Material zu finden. Probiere es eine Woche lang aus.

Noch nicht überzeugt? Oder noch nicht fündig geworden? Dann schau dir meinen Online-Kurs „Geschichten für dein Business gibts wie Sand am Meer“ genauer an. Du bekommst 15 Video Lektionen, wie und wo du in deinem Alltag vielfältiges Material für deine authentischen Stories findest. Und eine kurze Vorlage, wie du deine Story aufbauen kannst.

 

Bucket-Liste ganz entspannt

Storytelling zum Jahresbeginn

Der Januar 21 ist durch. Das Jahr ist gestartet. Die Planung steht. Es kann losgehen. Oder doch nicht? „Noch immer alles on hold“, denkst du, so lange du im Lockdown ausharren musst.

Warte mal. Einen Augenblick.

Bist du ein Fan von ToDo-Listen, Plänen und Zielen? Vielleicht bist du ja schon längst schnurstracks ausgerichtet (und damit viel weiter als ich). Oder du denkst dir „Was soll das ganze Planen? Es ist ja eh nichts sicher. Was aktuell vielleicht etwas mehr stimmt als sonst. Doch mal unter uns, wann ist schon etwas wirklich sicher?

Wenn Sicherheit nicht alles ist

Was haben wir gerade in den eigenen Händen? Auch in Covid-19 + Mutanten-Zeiten? Uns selbst! Unsere Gedanken und das, was wir draus machen. Klingt vielleicht abgedroschen. Doch lass mich dir zeigen, wie mir genau diese Überzeugung geholfen hat, ein paar großartige Ideen für mein 2021 zu entwickeln. Ideen, die mich jeden Tag mit Vorfreude aus dem Bett springen lassen.

Trotzdem. Deswegen. Gerade jetzt.

Angefangen hat es in der Silvesternacht. Mit zwei Freundinnen zwischen mexikanischem Essen und Taboo-Spiel war die Idee plötzlich da:
“ Lass uns eine Bucket-Liste machen. Aber ohne Druck und Stress.“ Für jede habe ich rasch eine alphabetische Liste auf ein A4-Blatt gekritzelt. Zu Beginn waren wir noch ein bisschen zögerlich. Doch wir kamen in Fahrt, und plötzlich sprudelten die Ideen nur so. Stories entwickelten sich wie von allein.

Bucket-Liste und entspannte Stories

Du sagst, das geht nicht zusammen? Dann kennst du den Begriff der Bucket Liste vielleicht aus der ursprünglichen Version aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“ (absolute Empfehlung). Die klassische Bucket-Liste verlangt von dir Dinge, Erfahrungen und Erlebnisse aufzulisten, die du noch machen willst, bevor du „in die Kiste springst“ (engl. „kick the bucket“).

So hart wird es in unserer Version nicht. Wir werden überleben. Auch Covid-Zeit. Wenn wir das Beste daraus machen.

Das Beste ist, was uns Freude macht

Ich nenne es „Bucket Liste“. Doch ich meine KEINE To-Do-Liste! Es geht nicht um Leistung. Nicht darum, dass ich etwas tun MUSS. Du gehst mit dieser Liste KEINE Verpflichtung ein. Es geht auch nicht um Selbst-Darstellung nach außen. Davon ist da draußen schon genug los.

Phantasie und Experimentieren mit Möglichkeiten tut gut

Wenn ich „Entspannte Bucket Liste“ sage, dann meine ich Dinge, auf du Lust hast, die du in diesem Jahr gern erleben möchtest, die in deinem Kopf und Herzen herumkitzeln. An die du dich vielleicht nicht heraustraust, weil sie dir zu klein, zu banal, zu albern oder abwegig sind. Lade Ideen, Träume, Wünsche und auch Unfug auf deine Liste ein. Es dürfen Dinge sein, die nicht planbar sind. Aber eben wünschenswert. Was ist es, das dir ein lebendiges Lächeln ins Gesicht zaubern würde?

Was darf möglich sein, wenn wir für ein paar Stunden nur Mensch pur und nicht eine der Rollen sind, in die wir tagtäglich von Neuem schlüpfen: Angestellte, Gründerin, (Junior-)Chefin, Mutter, Tochter, Freundin, … Wo spürst du Sehnsucht, ein „Wie schön wäre es, wenn es trotz C passiert, dass…“? Wo ist Hoffnung? Wo sprudelt Verrücktheit wie „Eigentlich kann es gerade jetzt im Moment nicht funktionieren. Und genau deshalb probiere ich es jetzt aus!“

Auf meiner Liste stehen zum Beispiel

  • F – einen Fisch im Ganzen zubereiten. Theoretisch weiß ich wie es geht, hab mich aber noch nie rangetraut. Vielleicht probierst du das Ergebnis beim nächsten StoryTeller in meiner Küche
  • T – Tango Argentino lernen. Wir haben schon angefangen im Flur mit Videos von tollen Lehrer*innen auf Youtube
  • V – Vertrauen statt Zweifeln. Obwohl ich keine Ahnung (und bis letzte Woche noch nie ein iPhone in der Hand hatte) starte ich am Donnerstag mit der inspirierenden Susanne Schlösser Kollegin den ersten ClubHouse Teebeutel-Talk . Wird schon gut gehen. Und ich freue mich drauf.

Teile deine Stories mit Menschen die du magst

Die entspannte Bucket Liste hat mir schon zu viert einen Push an Freude, Mut und Kraft für 2021 gebracht. Deshalb musste ich das mit meinem Lieblingsnetzwerk Ladies Mentoring gleich noch einmal wiederholen. Wir waren 25 Frauen in einem Zoom-Call und 6 Breakout-Rooms.

Hier meine kurze Anleitung, die ich für diesen Abend geschrieben habe. So kannst du es mit deinen Freund*innen, Kolleg*innen, Netzwerkpartner*innen oder der Familie selbst ausprobieren. Unsere jüngste Teilnehmerin war acht Jahre alt (wenn schon Homeschooling am Laptop, warum dann nicht auch gemeinsam Spaß haben). Ist das nicht eine coole Liste?

Entspannte Bucket Liste

Entspannte Bucket Liste So geht’s

Lade dein Netzwerk ein.

Bereite sie darauf vor, was hinter der „Entspannten Bucket-Liste“ steckt. Und vor allem, was nicht!

Stelle eine alphabetische Bucket-Liste als Inspiration zum Download bereit. Zum Beispiel diese hier:

Oder lade ein, sich selbst eine zu basteln. Ihr könnt die Alphabet-Listen mit der Hand schreiben oder zeichnen. (Spoiler: Sobald man die Liste vor sich auf dem Tisch liegen hat, drängeln sich die ersten Ideen von ganz allein aufs Papier).

Also Vorbereitung kann, muss aber nicht sein. Sind zu Beginn eures Treffens die Listen noch völlig leer, macht nix. Dann füllt ihr sie gemeinsam und inspiriert euch gegenseitig dabei. Und lernt euch – wenn ihr eure Stories hinter den einzelnen Buchstaben teilt – noch viel besser kennen.

In jedem Breakout Room sollten nicht mehr als 4 Frauen sein. Nehmt euch gemeinsam für die erste Runde 30 Minuten Zeit.

In den Breakouträumen

  • vereinbart kurz, ob jede zunächst 5 Minuten spontan etwas in ihre Liste einträgt und ihr dann gemeinsam 25 Minuten Buchstabe für Buchstabe durch geht. Oder ob ihr wie bei Name-Stadt-Land abwechselnd einen Buchstaben nennt und diesen dann reihum gemeinsam füllt.
  • erzählt, was hinter dem Stichwort steckt, das ihr eintragt oder was ihr euch erhofft. Ihr könnt euch  gegenseitig Ideen schenken oder Vorschläge machen.
  • es ist nicht nötig, die Liste in den 30 Minuten fertigzustellen. Es gibt eine 2. Runde.
  • haltet das Einstiegsprozedere kurz und legt rasch los. Es gibt kein Richtig und kein Falsch

Nach den 30 Minuten macht 10 Minuten Pause. Dann gibt es eine zweite 30 Minuten Runde mit anderen Teilnehmerinnen.

Die letzte halbe Stunde – alle sind zurück im gemeinsamen Call – geht nochmal alle gemeinsam eure entspannten Bucket-Listen durch. Eine nach der anderen teilt kurz die Stories eurer Wünsche, Sehnsucht, Alltagsfreuden. Jede schenkt den anderen zu einem Buchstaben ihre Geschichte. Inspiration, Austausch, einander Zuhören, füreinander da sein. Gelebtes Netzwerken und eine Art des Storytellings, das Verbundenheit schafft.

Das Jahr 2021 wird mein Freund

Seit Jahresbeginn begrüße ich – auch in diesem herausfordernden Jahr –  jeden Tag wie meinen besten Freund. Das kannst du auch. Mach mit. Wir werden sehen, was wir gemeinsam aus dem Leben machen. Erstmal nur heute. Und morgen geht’s weiter.

Das Bild zum Blogbeitrag stammt von der super kreativen Michaela Hillmann. Dankeschön fürs Teilen.

Wenn ihr Lust habt, die Lieblingsbuchstaben eurer Bucket-Listen zu teilen. In den Kommentaren ist viel Platz. Ich freue mich drauf.

 

 

24 gute Gründe für gute Stories – jetzt mit allen Inhalten

Alles Story oder was?

Ende Oktober: Spaziergang um die Hamburger Alster

„Jaja, du schon wieder mit deinem Storytelling.“ Klara rollt die Augen zum Himmel und schenkt mir ein Lächeln. Eins von jenen, bei denen du nicht ganz sicher bist, ob das jetzt nachsichtiges Verständnis für einen Spleen, lauwarme Anerkennung für eine Leidenschaft oder einfach nur ein Mittel ist, dich ruhig zu stellen ohne zu verletzen.

„Ich verstehe ja“, meint sie, „dass das im Karrieregespräch gut ankommt, um zu zeigen, was ich wirklich drauf habe. Oder dass Stories in Präsentationen nützlich sind, um meine Botschaft rüberzubringen. Und dann gibt’s Insta-Stories, und jetzt auch Linkedin Stories. Irgendwie heißt jetzt alles Story-Irgendwas. Aber ehrlich, die Anlässe für Geschichten sind doch irgendwann erschöpft, oder?“ Ich steh auf diese Einladungen zum Dialog. Doch sie muss leider los. Und in mir beginnt eine Idee zu zappeln…

Szenenwechsel: 2. November. Kurz nach 3 Uhr.

Seit einer Stunde wälze ich mich im Bett herum. In meinem Kopf ein Staffellauf aus Stories. Eine drückt der anderen das Staffelholz in die Hand. Die hören nicht auf zu rennen. Da kann ich auch aufstehen, was soll‘s. Ich schnappe mir eine Decke, ein Klemmbrett und zwanzig Blatt Papier, und mach es mir gemütlich. Die Blätter füllen sich, eines nach dem anderen. Es ist noch keine Stunde um, da habe ich fünfzig ganz konkrete Situationen, in denen eine gute Story weiterhilft auf Papier. Und die nächste Idee…

24 konkrete Situationen in denen eine Story dein Leben erleichtert

Wir haben Advent. Wir hocken im Lockdown. Adventskalender bringen da ein bisschen Farbe ins Leben. Und meiner macht nicht mal dick. Für Klara und alle, die ganz konkret wissen wollen, wann es sich lohnt, eine wirklich gute Story parat zu haben, gibt es vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag eine Antwort.

Zwanzig gute Gründe + einen habe ich aus meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen als Führungskraft, Beraterin, Coach und Mensch zusammengetragen. Dazu habe ich drei Expertinnen zu einem Gastartikel eingeladen. Danke schon heute an Ute Blindert (Netzwerken), Svenja Lassen (Investieren) und Bettina Ramm (Lockerlassen).

Wie der Kalender funktioniert

Vom 1. bis 24. Dezember begleite ich dich täglich hier im Blog mit je einer storyreifen Situation. Jeder Artikel ist nur genau 24 Stunden lang online.

Du hast keine Zeit, täglich in den Blog zu schauen, willst aber keine der guten Ideen und nützlichen Tipps verpassen?

Hier gibt’s alle 24 Artikel als  eBook zum Download 

Gute Gründe für gute Stories | 24 kapitel Storytelling | Katrin Klemm | eBook

Das sind die Inhalte

Bewerbung und Karrieregespräch

  • Welche Stärken hast du? Und wo ist der Beweis?
  • Karriere mit 50+? Wieso haben Sie denn gekündigt?
  • Netzwerken, die Frage der Fragen: „Und was machen Sie denn so?“
  • Was ist Ihre größte Schwäche?
  • Wieso haben Sie so oft gewechselt?

Präsentation | Marketing & Sales

  • Wer bist du? Und warum soll ich dich buchen?
  • Hör auf zu langweilen: Zahlen – Daten – Fakten in überzeugende Stories einbetten
  • Wie du als StartUp deine Investoren überzeugst
  • Der Klassiker – die Kundenstory
  • Wie man Unmögliches möglich macht – awardreife Akquise

Change & Transformation

  • Wie du deinen Kunden hilfst, ihre Verantwortung in die eigenen Hände zu nehmen
  • Stories gegen Online-Meeting Müdigkeit

Coaching | Mentoring & Therapie

  • Wenn der Klient nur einen kleinen Stups braucht
  • Deine Klient*in macht sich selbst zur Schnecke? Stories für das Selbstvertrauen
  • Wenn es genau eine und exakt die richtige Entscheidung sein muss
  • Du hast so viele geniale Ideen, aber keine Zeit? Stop this story!

Mindset & Innerer Frieden

  • Danke sagen
  • Was für ein bescheuerter Tag! Zeit für eine Liebeserklärung an dich selbst.
  • Was bedeutet Erfolg für dich?
  • Der Tod gehört zum Leben: Wenn du einen Menschen verabschieden willst oder musst
  • Was heißt hier: „Ich kann nicht“?
  • Wenn du mal wieder „müssen musst“…
  • Wie du dir selbst deinen blöden Fehler verzeihst.
  • „Mama/ Papa erzähl mir von deiner Arbeit!“

Du willst gleich alle 24 guten Gründe auf einmal?

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eBook Gute Gründe für gute Stories | Katrin Klemm Storytelling | easy download

In jedem Kapitel bekommst du

  • den konkreten Anlass, zu dem es sich lohnt, eine Story parat zu haben
  • den Trigger an dem du erkennst, dass Zahlen, Daten, Fakten nicht mehr reichen
  • zahlreiche Praxisbeispiele
  • Tipps und Ideen, wo du Stories finden und wie du sie erzählen kannst

Wann, wenn nicht jetzt?

Der Lockdown ist da und wird anhalten bis weit in 2021. Ja, das ist alles andere als lustig. Doch vermutlich kannst wenig daran ändern.

Viele von uns empfinden sich im Moment ein bisschen eingesperrt. Dann zerren auch noch diese langen dunklen Abende an unseren Nerven. Doch zur Zeit unserer Vorfahren war das genau die Zeit, sich drinnen Geschichten zu erzählen.

Deshalb frage ich dich: Wann kommt jemals eine bessere Zeit, sich mit den eigenen Stories zu beschäftigen als genau jetzt?

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Wenn du eine Sehnsucht im Herzen trägst

Design your LifeStory – ein Erfahrungsbericht.

Denise ist Event-DJane, spezialisiert auf Hochzeiten und Bälle. Gleichzeitig arbeitet sie in Teilzeit im Hotel Hanseatin Hamburg, mit Schwerpunkt im Marketing. Sie war im letzten Jahr bei Design your LifeStory dabei. Neun Monate später haben wir uns noch einmal unterhalten.

Denise, wie sah dein Alltag vor der LifeStory aus?

Ich habe schon immer unglaublich viel und gern gearbeitet, angestellt und freiberuflich. Ich bin der Typ „einfach mal machen ohne lange zu überlegen, wo etwas hinführen soll.“ Aber da war so eine Unzufriedenheit. Mit der Zeit wurden die ToDo Listen endlos. Ich habe nur noch ziellos abgearbeitet und funktioniert. Nachts lag ich wach, dabei war ich doch unendlich müde und erschöpft. Mit der Erschöpfung kam das Bewusstsein: „Mein Körper ist endlich. Ich bin keine 20 mehr. Wenn ich jetzt einfach nur fortsetze, was ich schon immer tue – reinhauen, schleppen, abarbeiten – wo soll das hinführen?“

Ich hatte immer weniger Lust auf meinen Teilzeitjob. Das frühe Aufstehen war einfach gegen meinen Biorhythmus. Als mir dann sogar private Termine nur noch wie eine Pflicht erschienen, musste ich mir eingestehen, dass mir die Lust am Leben verloren gegangen war. Mich quälte der Gedanke: „Geht das jetzt alles immer so weiter“?

Von außen hat das niemand gemerkt. Schließlich ist man ja diszipliniert genug. Klar, die engsten Freunde haben immer mal Andeutungen gemacht, aber wenn man immer in der Mühle rennt, dann hat man ja auch gelernt, das auszublenden mit einem: „Jaja ihr habt schon recht, aber ehrlich, das bringt mich jetzt auch nicht weiter.“ Man muss ja funktionieren heutzutage. Es darf ja niemand wissen, dass man eigentlich viel zu müde ist und keine Lust hat (was sollen die von einem denken).

Aber du lebst doch schon deine Leidenschaft, oder?

Ja, das mit dem DJ-ing ist ja auch genau richtig. Genau so habe ich es mir vorgenommen als ich mich vor acht Jahren selbständig gemacht habe. Es lief. Aber so wie es lief, konnte es die nächsten Jahre nicht weitergehen. Es hätte mich kaputt gemacht. Da musste sich irgendwas ändern. In diesem Tempo und der Intensität konnte ich so nicht weitermachen. Über kurz oder lang hätte ich mich aufgerieben.

Ich habe die Entscheidung getroffen: Ich will wieder mehr leben.

Da habe ich mitbekommen, was die Frauen aus der ersten Workshop-Reihe mitgebracht haben. Ich habe deine strahlenden Augen gesehen und erfahren, wie sich die Teilnehmerinnen gegenseitig motivieren und pushen und so schnell Sachen umgesetzt haben. Da war die Entscheidung plötzlich da: Ich will wieder mehr leben! Aber wie soll das aussehen? Wo will ich eigentlich hin? Was macht für mich das Leben lebenswert? Das wollte ich herausfinden und für mich klären, wie ich erfolgreich bleiben kann, ohne mich kaputt zu machen.

Design your LifeStory gibt es ja als Einzelarbeit, als Best-Buddies zu zweit mit einer Freundin oder als Semesterworkshop für 6 Monate. Warum hast du dich für den Semesterworkshop in der Gruppe entschieden?

Ja, das war ein großer Unterschied. Ich bin so ein Lehrerinnen-Typ (schmunzelt) : wenn ich was lerne, kann ich das schlecht vor dem PC oder einen Buch, ich brauche eine Art Lehrerin die liebevoll, humorvoll aber auch konsequent dafür sorgt, dass wir vorankommen. Ich bin zwar auch eine gute Einzelkämpferin. Aber in einer Gruppe, die funktioniert, deren Dynamik ich mag, da fängt man sich gegenseitig auf und pushed sich. Welche Ideen andere manchmal in dir wecken, da kommst du niemals allein drauf. Unglaublich!

Cool, wenn so viel Herz und Brain zusammenkommt.

Da kann jede von den Ideen der anderen profitieren. Diese echte Verbindung mit anderen Menschen, die du schaffst, sorgt auch für eine neue Verbindung meiner Synapsen. Und das setzt unendlich kreatives Potential in mir selbst frei. Außerdem finde ich es schön, auch den anderen zu helfen. Das macht Spaß – und zu sehen, wie ich ihnen helfen kann, erlaubt mir auch selbst immer wieder um Hilfe zu bitten.

Das ist ja auch ein Vertrauensvorschuss?

Ja klar – ich gehe immer grundsätzlich davon aus, dass das schon passt. Wenn ich merke, da wäre jemand dabei, mit der ich gar nicht kann, da gibt’s nur zwei Wege. Ich finde was, das ich an ihr mag und dann geht das schon. Oder ich halte mich fern. Das allerdings geht ja in einer Dreiergruppe nicht wirklich. Doch es hat gepasst – und ich glaube, das hast du schon gut ausgesucht – da kann man auf deine Menschenkenntnis vertrauen.

Was hast du für dich mitgenommen?

Ich weiß jetzt klar, wo ich hin will und habe das für mich formuliert. Allein die Erkenntnis: Obwohl ich super gern arbeite – und ich habe kein Problem damit, viel zu arbeiten – habe ich für mich herausgefunden, dass ich gar nicht so viel arbeiten will. Das war für mich eine der positivsten Überraschungen:

Zukünftig reichen mir wenige Stunden Arbeit am Tag.

Die müssen gut bezahlt sein. Dann bleibt mir wieder mehr Zeit für kreative Dinge, aus denen was Neues entsteht. Da will ich hin. Damit habe ich in dem Moment begonnen, als ich mich zur LifeStory angemeldet habe. Ich setze jetzt einfach Sachen um, die ich vorher immer vor mir her geschoben habe. Also die Dynamik über die du aus der Vorgängergruppe erzählt hast, spüre ich schon jetzt am eigenen Leib. Ich stehe zwar noch nicht da, wo ich in 2-3 Jahren sein will. Aber Dinge, die ich in den letzten Jahren vor mir hergeschoben habe, die habe ich jetzt schon mal umgesetzt. Das fühlt sich gut und richtig an.

Ich bin klar fokussiert.

Ich achte schon jetzt viel besser auf mich. Setze Dinge um. Am Berufsinhalt ändert sich zwar nicht viel, da habe ich schon vorher die richtige Entscheidung getroffen. Aber es haben sich mehr Felder und Zusatzmöglichkeiten ergeben, auf denen ich weitere Standbeine aufbauen kann. Also zum Beispiel die Schlepperei – du kannst dir nicht vorstellen, wie viele Tonnen man als DJane im Jahr so bewegt. Wenn ich also in Zukunft nicht mehr schleppen will, dann source ich das aus. Dafür fange ich an, Brautleuten das Tanzen beizubringen, da muss ich nicht soviel schleppen und tue genau das was ich kann und was ich liebe. Ich will immer weiter lernen.

Deshalb werde ich jetzt andere Dinge testen und wagen.

Es ist schon etwas Besonderes, dass es in der LifeStory diese Prototyping-Phase gibt. Du lässt einfach nicht locker, damit wir das, was wir uns für unser nächstes Kapitel entwickelt haben, sofort da draußen im echten Leben auszuprobieren.

Design your LifeStory - Phantasie kennt keine Grenzen

Mein erster Gedanke, ganz schnell mein Profil als HighClass-DJane aufzubauen, ist doch eher ein Langzeitprojekt. Dafür schaffe ich jetzt erstmal die Voraussetzungen. Gut, dass mir das praktische Prototyping gezeigt hat, wo die Baustellen sind. Dann hat mich auch dieses verrückte Corona-Jahr hier ziemlich zurück geworfen.  Aber ich habe die Zeit gut genutzt. Statt verzweifelt abzuhängen, weil die Veranstaltungbranche brach liegt, habe ich meine Fähigkeiten verbessert. So steht jetzt ein echtes Herzensprojekt in den Startlöchern – stay tuned. Die Webseite kommt in den nächsten Wochen.

SPOILER: Hier schon mal ein kleiner Ausblick – Denise brandneues Video zeigt dir ihre Leidenschaft in Bild und Ton.

Und dann ist da draußen auch so viel Sehnsucht, endlich wieder mal zu tanzen. Deshalb habe ich ad hoc mein Angebot zum privaten Tanzen entwickelt. 15 Jahre Tanzerfahrung + passende Musik. Da geht so viel, wir müssen es einfach nur machen.

A propos „einfach mal machen“: Welchen Frauen empfiehlst du die LifeStory?

Ganz klar Frauen, die gefühlt im Hamsterrad oder in der Sackgasse stecken und sich aufreiben. Da macht es Sinn, genauer hinzuschauen und sich das halbe Jahr zu gönnen. Ich empfehle das LifeStory Designen jeder, die eine Sehnsucht im Herzen trägt, die aber nicht rauslassen kann, weil sie immer nur funktionieren muss. Wenn irgendwas in ihrem Inneren schon weiß: „Eigentlich sollte ich ganz was anderes machen“, dann sollte sie sich anmelden.

Denise, ich danke dir und wünsche dir auf deinem Weg alles alles Gute.

 

Wenn auch du 2021 deiner Sehnsucht Flügel verleihen und ein Fahrgestell zum Landen schaffen willst, dann sei dabei.

Die nächsten Start-Termine:

  • Der Semesterworkshop ab Sommer 2021 in Hamburg
  • Die Kompaktwoche – 7 Tage für deine Sehnsucht ab 13. Oktober 2021 in Portugal an der wunderbaren Algarve

 

Wie man eine Geschichte richtig erzählt

Welche Storytelling-Bücher soll ich lesen, um meine Geschichte richtig zu erzählen?

Immer fragt ihr mich, welche Bücher übers Storytelling ich empfehle.

Da gibt es inzwischen so unendlich viele. Schon lange habe ich mir vorgenommen, hier mit euch die Titel zu teilen, die mir wirklich gefallen haben und aus denen ich richtig viel gelernt habe. Aber immer wieder habe ich es vor mir her geschoben.

Bis heute.

Katrin Klemm Storytelling empfiehlt Bobette Buster

Denn dieses hier habe ich ausgepackt, mich in meinem Zimmer eingeschlossen und es von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen.

Wieso?

Dieses Buch ist eine Geschichte für sich.

Es fordert mich heraus zu überprüfen, ob ich als StoryCoach schon genau so trainiere und berate, wie ich es mir vorgenommen habe. Ob ich schon gut genug bin, wenn ich dich dabei unterstütze, deine Story zu finden und zu erzählen.

Ok, gegen Bobette Buster, Professor of the Practice of Digital Storytelling – sie nennt sich auf ihrer Webseite einen Story Guru – bin ich gefühlt ein Greenhorn. Sie lebt und lehrt schon ihr ganzes Leben Storytelling und berät Hollywood Studios. Aber was soll’s… wir lernen alle durchs Tun. Und durch’s Lesen.

Der Buchtitel im Original „Do Story – How to tell your story so the world listens.“ klingt natürlich im Englisch viel lebendiger als der deutsche „Wie man eine Geschichte richtig erzählt“. Warum muss unsere deutsche Sprache immer nur so trocken sein?

Gehörst du wie ich zu den Menschen die wirklich Lust haben, mit ihren Geschichten Menschen im Herzen zu bewegen? Ich meine, liegt nicht den meisten von uns daran, durch echte Stories berührt zu werden, statt mit Zahlen, Daten, Fakten zugeballert? Wollen wir nicht beides: das Leben spüren und unsere Leidenschaft weitertragen? Das ist es, was auch Bobette antreibt. Deshalb hier ein paar

gute Gründe, deine Nase in das Buch zu stecken.

Bobette stellt Grundsätze für das Storytelling auf. Bei ihr sind es 10. Sie führt jeden einzelnen Grundsatz mit einer packenden  Geschichte ein, nimmt sie dann auseinander und illustriert so bildhaft, wie du jeden dieser Grundsätze zum Leben erweckst. Ich liebe es, wenn ich echten Könner*innen beim Arbeiten zuschauen kann und sie nicht von oben herab dozieren.

Das macht Lust, mich auszuprobieren.

Drei Lektionen, die mich elektrisieren:

  • Der Kern einer guten Story ist eine Transformation. Transformation verlangt Entscheidungen. Immer.
    Hast du dich schon mal gefragt, welche Momenten in deinem Leben es waren, in denen du eine Wahl getroffen hast? Wann hast du dich entschieden und dadurch deinem Leben eine andere Richtung gegeben? Wie erzählst du deine Geschichte so, dass dein Zuhörer aus deiner Entscheidung etwas mitnehmen kann? Was kannst du ihn lehren, wie kannst du ihn dabei unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen, die auch sein Leben zum Besseren verändern?
  • Nimm deine Maske ab und erzähle die Story, die hinter der offensichtlichen Story liegt. Denn diese ist immer zutiefst persönlich. Lass uns daran teilhaben, woher deine Weisheit über die Welt stammt. Welche Schwäche hast du in deinem eigenen Leben bisher überwunden, damit du jetzt deinem Kunden ein so guter Unterstützer werden kannst, dass er alles erreichen kann. So wie Lionel Logue – der bürgerliche Australier in The King’s Speech (einem meiner Herzensfilme). Als er dem stotternden König George VI. ganz unverblümt erklärt, dass er „einen verdammt guten König abgäbe“, gibt er ihm erst sein Vertrauen in sich selbst zurück. Dann stattet er ihn mit dem notwendigen Handwerkszeug aus, um seine Ziele zu erreichen. Dabei hat „Bertie“ zu Beginn ihrer Zusammenarbeit selbst noch keine klare Vorstellung davon, wonach er sich wirklich im tiefsten Herzen sehnt und wie hoch die Schwelle ist, die er noch zu überschreiten hat. Doch genau so funktioniert StoryCoaching.
  • Last but not least eine Kleinigkeit, die doch manchmal so schwierig scheint. Wenn du Menschen wirklich bewegen willst, dann rede wie ein Mensch mit Menschen – vergiss deine Buzzwords, dein Fachchinesisch und sprich als Mensch zu einem anderen Menschen. Mit genau diesem Vokabular. Das übe ich jeden Tag.

Diese drei Lektionen sind noch nicht deine Lektionen? Aber du bist heiß auf Storytelling? Dann lies selbst, und finde heraus, wie dieses schmale Bändchen Wie man eine Geschichte richtig erzählt dir weiterhelfen kann. Dafür bekommst du ein paar anregende Aufgaben zum Selbermachen.

Keine Lust zu lesen? Aber neugierig auf Bobette? Hier ist ihr TEDx-Talk

Du denkst jetzt:

  • Ja, ich will auch gute Stories nutzen.
  • Aber was habe ich denn schon zu erzählen?
  • Ich bekomme das allein einfach niemals so gut hin.

Ich helfe dir da raus. Denn ich weiß, in jeder von uns stecken großartige Geschichten! Schau dir gleich an, was im 8-Wochen-Kurs „Großes Kino für dein Business“ steckt und sei dabei.

Der StoryLetter – neu, persönlich, regelmäßig

Fragst du dich auch, wo dieses Jahr geblieben ist? Was das ist, das seit Jahresbeginn über uns hinweg und durch jede von uns hindurchfegt? Und das uns mit Sicherheit auch noch eine Weile begleiten wird? Keine Sorge – das wird kein weiteres Big-C-Lamento. Denn es ist, wie es ist.

Wir leben in herausfordernden Zeiten.

Ich persönlich durfte in diesem Jahr extrem viel lernen und habe in den letzten Tagen eine Entscheidung getroffen.

Ab sofort schreibe ich wieder regelmäßig meinen StoryLetter. Doch er wird keiner dieser Newsletter sein, die ununterbrochen kostenlosen Content, Content, Content liefern, mit dem du dein Business zum Fliegen bringst, schlank und schön im Schlaf wirst, dein ganzes Leben optimierst, kurz – über Nacht ein ganz anderer und viel besserer Mensch werden kannst.

katrin klemm storycoach du bist richtig wie du bist

Genau so wie du bist, bist du richtig.

Aber was wird der StoryLetter denn dann? Wofür soll es sich lohnen, ihn überhaupt zu öffnen und sich dann noch die Zeit zum Lesen zu nehmen? In einer Zeit, in der sich unsere Aufmerksamkeit spätestens nach 50 Zeilen verkrümelt und die meisten lieber sowieso ein Video gucken als lesen wollen.

Es wird ein ganz persönlicher Newsletter, so als bekämst du von mir einen guten alten handgeschriebenen Brief. Natürlich wird es immer um Stories gehen – du weißt, die sind mein Motor und eine meiner großen Lieben.

  1. Ich gebe dir Einblicke hinter die Kulissen meiner Arbeit als StoryCoach und StoryTelling-Trainerin; Gedanken und Ereignisse teilen, die mich inspirieren.
  2. Natürlich werde ich Arbeitsweisen und Tools vorstellen, mit denen sich Stories besonders gut entdecken, entwickeln und nutzen lassen.
  3. Ich will dich inspirieren und herausfordern, dein Leben immer wieder durch eine neue überraschende Brille zu sehen. Damit es sich so entwickeln kann, wie du es dir wünschst.
  4. Du sollst von den vielen Ideen, die ich in diesem Story-Jahr dazu umgesetzt habe, natürlich profitieren. Hier gibts ein paar davon.
  5. Und wie ich von meinen Klientinnen nie Dinge verlange, die ich nicht selbst ausprobiert habe, lasse ich dich ehrlich und ungeschminkt auch an meinen Flops teilhaben. Kennst du schon die Fortsetzung meiner Heldinnen-Story die inzwischen schon 5 Monate ohne happy end an meinen Nerven zerrt?

Mir liegt am Herzen, über Dinge zu schreiben, die dich zu den Stories deines Lebens interessieren und weiterbringen. Deshalb lade ich dich ein: Erzähl mir von deinen Wünschen und stelle mir Fragen, die du gern beantwortet haben möchtest.

Abonnieren kannst du den StoryLetter gleich rechts im Kasten.

Ich freu  mich drauf, für dich zu schreiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

September- Zwischenbilanz 2020

Mein unglaubliches Storyjahr

Unser Jahr ist jetzt 9 Monate alt. Perfektes Alter für ein Baby, um zur Welt zu kommen. Dass die menschlichen Natur das auch nach Jahrtausenden so hält, schafft eine gewisse beruhigende Konstante in unserem Leben, oder?

Blicke ich auf mein Jahr zurück, dann habe ich den Stall schon jetzt voller 2020er-Kinder fröhlich, frühreif und irgendwie unglaublich. Vieles von dem, was heute zu meinem Alltag gehört, hätte ich mir im Januar nicht in meinen kühnsten Träumen ausgemalt. Geht’s dir auch so?

Im Januar startete mein persönlicher Prototyp: „Wie lässt es sich in vier Wochen Workation im Ausland Schreiben und Genießen?“ Meine Top-Erkenntnisse:

  • Am besten geht’s, wenn es lecker ist. Dafür ist Thailand das perfekte Land.
  • Ich werde nie wieder über Menschen lästern, die ihr Essen in Social Media posten.
  • Ich brauche Struktur, um zu schreiben: Zeiten, Orte, konkrete Ziele. Schau an, wie treu mir meine alten Projektmanager-Muster immer noch sind.
  • Mit weniger Planung entstehen die besseren Stories und das wie von selbst. Aha, wir arbeiten dann mal weiter am Loslassen, Katrin.
  • Wie Nr. 3 und Nr. 4 gemeinsam funktionieren sollen? Ich habe noch keinen blassen Schimmer. Das wird der Prototyp 2021 zeigen (allerdings eher in Mecklenburg-Vorpommern als in Thailand).

Zurück aus Asien, bereits mit der Maske im Flieger dann mit Kopfsprung in die Online-Welt.

katrin klemm storytelling auch mit maske

Himmel, welche Tools teste ich alles, um meinen Klienten und Teams ein so persönliches und intensives Arbeiten zu ermöglichen, wie sie es von mir gewohnt sind. Ok, es bleiben immer zwei Scheiben und ein Mikro dazwischen, doch es funktioniert großartig, und – ich fürchte mich nie wieder vor einem neuen Tool. Alle kochen nur mit (digitalem) Wasser.

Dann geht es im Raketentempo weiter

  • April Start der ersten Online-Interviews, Stephanie Selmer lädt mich in ihren Podcast ein – Storytelling im Change Management
  • April Das letzte Buch der Bella4Business Reihe ist schon Ende 2019 erschienen, doch echte Lesung mit Publikum ist nicht drin. Also lese ich online – auch um Mut zu machen, die es heftig aus der Spur geworfen hat: Mentaler Reboot mit dem New Deal
  • Juni – ich starte meinen allererstes exklusives Webinar „Großes Kino für dein Business“ – die Teilnehmerinnen bekommen viel mehr als sie erwartet hatten und ich bin happy, dass wir trotz technischer Anlaufschwierigkeiten nicht nur eine großartige Zeit miteinander haben, sondern auch über die unglaublichen Business-Stories, die die Frauen am Ende entwickeln.
  • Juli Sicherheit und Finanzen sind ein großes Thema in diesen Zeiten, ich teste Finanzgeschichten vom Buffet Welche Stories erzählen wir Frauen uns selbst über unseren Umgang mit Geld? Welche davon bringen uns voran und welche in Stress? An diesem Abend kommt alles auf den Tisch. Entspannt und lecker.
  • Juli – mit zitternden Nerven und weichen Knien stehe ich vor der Kamera für die Digitale Karrieremesse der Sticks and Stones mit „Zeig dich und deine Story. Für eine authentische Karriere“. Ich interagiere mit 187 Teilnehmer*innen, die ich nicht sehen kann. Ein Abenteuer der dritten Art. Doch der Vortrag bekommt die zweihöchsten Einschaltquoten der ganzen Messe.
  • Im August schufte ich gefühlt Tag und Nacht. Mehr als einmal will ich aufgeben. Doch es klappt. Nur wenige Stunden vor Abgabeschluss (nostalgische Erinnerung an die Diplomarbeiten) wird er fertig und jetzt gibt es ihn zu kaufen – egal ob ich da bin oder nicht – mit einem Klick – meinen allerersten selbstproduzierten Online-Kurs in einem echten Online-Shop „Geschichten für dein Business gibts wie Sand am Meer„. Schon über 120 Menschen arbeiten jetzt mit Hilfe meiner Videos daran, lieber ihre authentischen Geschichten zu finden, statt im Netz nur bei anderen abzugucken.
  • September Mit Abstand und Lüften darf jetzt auch der StoryTeller wieder stattfinden, das Thema „Krise als produktiver Zustand“ – eine ganz neue Vernetzung entsteht.
  • Die Teilnehmer*innen der dritten Runde von Design your LifeStory haben unglaubliche Improvisationen meistern müssen und sind mit beeindruckenden Lebensentwürfen im Sommer in ihr Prototyping gegangen. Inzwischen läuft seit September die vierte Runde – endlich wieder ganz echt und live mit drei phantastischen Teilnehmerinnen.
  • Für Oktober/ November habe ich noch eine Überraschung in der Pipeline. So viele haben mich schon gefragt, wann es endlich losgeht. Auch das wird wieder ein fröhlicher Selbstversuch.

Während ich – fast ein bisschen atemlos – all das runterschreibe, was in diesem Jahr bereits rund um das Thema STORY entstanden ist, dann spüre ich in mir eine tiefe Ruhe, Sicherheit und Lebensfreude, die Raum finden dürfen, weil ich 2020 wirklich angekommen bin in meinem Leidenschaftsthema.

Wie ist es dir in diesem Jahr bis jetzt ergangen?

Welche Geschichten hast du erlebt? Welche Hindernisse überwunden?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Heldenstory – ganz alltäglich

Eine Heldenstory erleben immer nur die anderen!?

Vergiss es! Du steckst täglich in deiner mittendrin!

Das glaubst du nicht? Dann überspring meine und lies gleich Hier weiter

Jetzt als Fortsetzungsroman

Update vom 11. September  – die besten Stories haben Fortsetzungen, oder? Aktuelle Staffel: wird es der Heldin gelingen ihre Nerven zu behalten…?  Hier weiter

Das ist meine Heldenstory vom 5. Mai 2020.

Gestern Abend im Video-Call war das schon komisch mit meinem HP-Laptop. Der Netzstecker steckt, doch die Ladestandsanzeige in der Symbolleiste sinkt von Minute zu Minute. Wie kann das sein? Bei 20 % brechen wir unseren Call ab. Ich muss dringend rausfinden, was hier los ist. In Zeiten von Corona und Onlinearbeit bin ich drauf angewiesen, dass das Gerät reibungslos funktioniert. Hat die Steckerleiste einen Kurzschluss? Probiere andere Steckdosen. Alle in Ordnung. Gerät lädt nicht. Ist der Anschlusspin verdreckt? Sauber! Rechner runter- und wieder hochfahren. Nichts ändert sich. Außer dem Ladestand, der sinkt. Und siiinkt. Und siiiiinkt. Die 1. Hilfe-Anleitung sagt: Akku ausbauen! Mein Laptop hat keinen Akku, den ich ausbauen kann… Kurz vor Mitternacht geb ich auf. Ladestand 12 %. Lass das Gerät an der Steckdose. Wird schon gut gehen.

Doch mein Gefühl funkt mir das Gegenteil.

Meine letzte Datensicherung ist eine Woche alt. Ich war sehr fleißig diese Woche…(habe allerdings keine Datensicherung in irgendeiner Cloud, keine Synchronisation der Daten auf dem Smartphone). Mein Moralometer unkt auch…

 

Heldenstory mit Ansage

Letzter Blick zum Schreibtisch – die Mini-LED neben der Ladebuchse: ein gespenstisch rotes Glimmen. Winzig wie meine Hoffnung. Das wird eine unruhige Nacht.

Morgens, noch im Bett, entwerfe ich meinen Masterplan: welche Daten müssen unbedingt gesichert (Steuern, Podcast- und Video-Input, Trainingsunterlagen für meine LifeStory diese Woche), welche Termine oder Kontaktdaten notiert werden? Und wo sind die Garantieunterlagen des Laptops? Er ist erst 5 Monate alt.

Um 8 Uhr blinzelt mir die rote LED entgegen. Kein Wunder ist über Nacht geschehen. Ladestand noch immer 12 %. Mir wird ganz anders. In Zeiten von Homeoffice mit geplanten Calls, Weiterbildung, Onlinematerial das erstellt werden will – das gibt ne Katastrophe… Meine innere Selbstzerfleischungskrähe krächzt: „Ja hättest du mal ne Datensicherung gemacht, hättest du…, hättest du…“. Der Katastrophenminister in meinem Kopf lamentiert volles Rohr: „Du wirst deine Kunden enttäuschen, wirst die Woche vergeuden, den Auftrag verlieren…“, jaulend rauft er sich die Haare. Ich atme tief durch.

Atmen hilft immer gegen Panikattacken.

Notfallplan anschmeißen. Ich fahre den Rechner hoch, sichere das allerallerwichtigste, kontaktiere den HP-Support-Avatar. Der kennt mein Gerät nicht, aber ich darf online ein Ticket einstellen. Meine Gedanken rasen, füttern den Katastrophenminister: „Arbeitsausfall für Wochen, in der Krise kein neuer Laptop zu bekommen, was soll bloß werden…“ Das Telefon klingelt – Journalistenanfrage für ein Interview zur Gewaltfreien Kommunikation im Business für die OWUp? Ich simse zurück „Ne, heute bestimmt nicht, habe gerade wenig gewaltfreie Gedanken: Scheiß-Laptop“. Kurze Nachricht an eine Businesskollegin mit der ich in zwei Tagen zum Call verabredet bin: „Wird knapp werden, hier gerade Ausnahmezustand“. Sie bedauert mich ein bisschen, zeigt ganz viel Mitgefühl. Wow – das tut gut.

„Reiß dich zusammen!“

Diese Stimme in meinem Kopf kenne ich doch: „Hallo liebe Oma!“ Ihre Ansagen waren früher selten nett, doch geholfen haben sie immer. Ich rufe den HP-Support an. Nach 3 Minuten hab ich einen echten Menschen dran. Hurra. Er gibt mir das Gefühl, mir wirklich helfen zu wollen. Viel wert in diesen Zeiten. Wir testen das Gerät, das mit 5 % auf dem letzten Loch pfeift. Ergebnis der Diagnose: Akku und Netzteil völlig ok. In exakt diesem Moment verglimmt das letzte Leuchten des Bildschirms. Alles schwarz, auch kein LadeLED-Licht mehr. Nicht mal ein Fünkchen Rot.

Seine Lösung „Ich schicke ein neues Netzladekabel los, das ist dann in 5 Tagen bei ihnen“ ist für mich keine Lösung. Denn meine Intuition sagt mir, dass das nicht die Ursache ist. Sollte die sich in der nächsten Woche bestätigen, darf ich wieder anrufen, HP holt den Laptop ab und schickt ihn nach Indien. „Das kann dann nochmal 3 Wochen dauern.“ Der junge Mann am Supporttelefon leidet mit mir, doch er muss sich an die Vorschriften halten. Mehr als einen Monat ohne Laptop? Meine ungesicherten Daten fliegen dann einmal um die Welt und sind nach der Reparatur vermutlich futsch. Vier Wochen ohne Rechner. In Online-Only-Zeiten.

Inzwischen laufen mir die Tränen.

„Hättest du nur“, schnarrt die Krähe. „Halt den Schnabel“, fauche ich zurück. Sie schüttelt sich, behält meine Panik mit ihren blanken Äuglein im Blick. „Muss ich halt einen neuen Rechner kaufen.“ Höhnisches Krächzen „Issss klar, bei der Marktlage.“ „Die Lager sind leer“, das hatte auch der HP-Mann gesagt. Atmen, Katrin! Weiterdenken!

Positive Erfahrungen abrufen!

Stimmt, die PC Feuerwehr 112 – die haben mir schon einmal schnell und konkret geholfen. Ich rufe an. Ja – es ist ein Mitarbeiter in der Nähe. Oh my god – hallelujah. Herr Koch kommt nach einer Stunde, öffnet den Laptop, legt die Eingeweide bloß, nimmt den Akku raus, schließt das Ladekabel an. Läuft. Also – läuft jetzt. Im Moment. Das könnte sich wieder ändern. Vermutlich ist das Betriebssystem Matsch. Die Hardware ist ok, doch Windows kann nicht erkennen, dass der Akku voll ist.

So als wäre nach einem üppigen Essen dein Magen übervoll. Doch bekommt dein Gehirn nicht mit, dass genügend Brennstoff für Bewegung da ist, verweigern deine Muskeln den Dienst und du kannst nicht mehr vom Tisch aufstehen.

Nein – also es liegt nicht am Kabel. Das Zuschicken des neuen Kabels wird gar nichts bringen. Während Herr Koch schraubt, reden wir kurz über die Globalisierung der Produktion – ja, nach Indien schicken ist billiger als unser Geld in Deutschland zu investieren. Wir haben uns an so viele Dinge gewöhnt. Doch er könnte mir helfen, rasch und unkompliziert – in zwei Stunden das Betriebssystem neu aufsetzen. Doch das wird HP nicht bezahlen. Ihnen ist es vermutlich egal, dass ich vier Wochen nicht arbeiten kann. Ich rufe den HP-Support zurück „Sie brauchen kein Kabel schicken!“ Die junge Frau kann das nur ins System eintragen. Ob HP die Rechnung übernehmen würde, kann sie nicht beantworten, verspricht Rückruf des Kollegen (der ist nach 7 Stunden noch immer nicht erfolgt).

Fortsetzung folgt …

Atmen. Adlerperspektive.

Ich erkenne, was hier mit mir passiert – Angst, Trauer, Ärger – Emotionen haben mich überflutet. Doch ich bin ausgestiegen, kann wieder klar denken. Ich bin ruhig und gelassen, habe einen Plan für die nächsten Schritte. Wie das geht, hab ich im NEW DEAL beschrieben. Hier lese ich dir das Kapitel zum Mentalen Re-Boot vor.

Ich bin StoryCoach. Ich erkenne die Muster.

Du auch? Es ist immer wieder die gleiche Geschichte: ein Mensch wird in seinem alltäglichen Leben von einer Herausforderung kalt erwischt (in C-Zeiten vier Wochen ohne Laptop). Er muss sich stellen, die Reise beginnt. Er begegnet Widersachern, die ihn piesacken und überzeugen wollen, dass er sein Ziel niemals erreicht (hallo Krähe, hallo Katastrophenminister). Er trifft auf Verbündete, die alles tun, um ihm aus der Krise herauszuhelfen. Ob lebendig (Danke Martina Bloch, danke Herr Koch) oder in anderen Welten unterwegs (danke liebe Oma), oder innere Stärken (ich hab als Coach all meine Tools selbst ausprobiert und weiß, wie ein mentaler Reboot funktioniert). Der Kampf wird gekämpft, wird bestanden und die Erkenntnis als Geschichte an andere weitergetragen.

Das war meine Heldenreise, ganz ohne Schwert oder magisches Cape.

Die Heldenstory – ein ganz normales Geschehen.

Doch das sind sie, unsere Stories.

Du glaubst noch immer, eine Heldenstory ist nur was fürs Kino? Nur was fürs Fernsehen oder Bücher? Nur was für die anderen?

Wach auf! Du steckst mitten drin.

Du selbst. Jeden einzelnen Tag.

Schau zurück auf deinen Tag heute. Dann geh Schritt für Schritt durch das universelle Muster.

  • Wie bist du heute in deinen Tag gestartet? Wo war das? Wann? Und wer war dabei?
    Schreib es auf…
  • Wann gab es einen Moment in dem du dachtest: „Oh nein, das kann nicht wahr sein“? oder „Muss ich jetzt wirklich…?“ Der Augenblick in dem du in ein schwarzes Loch gefallen oder in eine (mentale) Matschpfütze gestolpert bist? Wann ist dir heute etwas passiert, mit dem du nicht gerechnet hast? Was fühlte sich wie Krise an? Oder schon wie der Vorhof zur Hölle?
    Schreib es auf…
  • Was hast du daraus gemacht? Und wer oder was hat dir dabei geholfen? Ein Mensch von außen, der Unterstützung angeboten hat? Ein vertrautes Tier – Hund, Katze, Pferd-  das dich mit seinem intensiven Blick angeschaut hat als könne es nicht glauben, dass du nur so tatenlos herumsitzen willst? Eine verborgene Stärke, die du in dir trägst, und dich doch jedes Mal von Neuem daran erinnern musst, sie zu nutzen, um dich aus einer kniffligen Situation zu befreien oder ein klein bisschen die Welt zu retten? Für dich oder die, die dir am Herzen liegen?
    Schreib es auf…
  • Und wie ist es ausgegangen? Wenn du jetzt darauf zurückblickst: Was hast du erfahren, was hast du gelernt? Das kann dich stolz machen. Oder auch ein kleines traurigen Bedauern zurücklassen, falls es schief gegangen ist. Und ein “Ok, beim nächsten Mal mach ich es anders.“
    Schreib es auf…
  • Und wenn du jetzt deine Geschichte vom heutigen Tag erzählen würdest – deinen Kindern vor dem Schlafengehen, der besten Freundin am Telefon, dem Kumpel in der Kneipe (oder beim virtuellen Bierchen) – wie klingt sie, deine Geschichte der Alltagsheld*in, die/der du bist?

Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin von Heldenstories des Alltags. Schreib mir gern deine. Ich freu mich drauf..

 

Dienstag, 5. Mai 2020/ 19:57 Uhr – aktueller Akkuladestand: 100 %

Donnerstag, 7. Mai / 9:30 Uhr – Update für alle, die mitgefiebert haben: Rückruf von HP am Mittwoch 10 Uhr – der Laptop muss nicht nach Indien. Aktueller Akkuladestand: 83 %

DIE ZWEITE STAFFEL

humor katrin klemm storytelling

 

Mittwoch, 29. Juli / 10 Uhr – exakt das gleiche Problem: kein Akku, kein Strom, Rechner tot. Exakt die gleiche Regelkonformität von HP, die mich keinen Schritt weiter kommen lässt. Geduldig teste ich alles durch, was mir der Supporter am Telefon anweist. Wieso ist mir das Ergebnis schon vorher klar? Kennst du auch manchen Film schon so gut, dass du die Dialoge oder einzelne Schlüsselsätze mitsprechen kannst? Weil du ganz genau weißt was kommt?

Wenn du meine Heldenstory vom Mai oben gelesen hast, errätst du, wie es weitergeht ….. Trommelwirbel…. Jaaaaa: „Schicken sie das Gerät ein für 3 Wochen“. Diesmal hab ich gottseidank eine Datensicherung, hätte aber wieder keinen Laptop für Wochen. Erneut Herr Koch, der mir aus der Patsche hilft. Diesmal muss der ausgebaute Akku aber draußen bleiben, sonst bleibt das Gerät tot. Und so läuft der Laptop, der ja eigentlich für mobiles Arbeiten vorgesehen ist (nicht sarkastisch werden, liebe Heldin) ab jetzt nur noch an der Steckdose. Aber er läuft. Und ich komme an der bitteren Wahrheit nicht vorbei, dass ich in ein neues Gerät investieren muss.

Enttäuschung ist nur das Ende der Täuschung

Ende August telefoniere ich mit dem Beschwerdemanagement von HP und lerne, dass ich mir ein vernünftiges Gerät hätte kaufen müssen, wenn ich es ernsthaft als Businessgerät nutzen will. Auch eine spannende Aussage für mich als Freiberuflerin, die seit mehr als einem Jahrzehnt auf HP vertraut hat. Nun gut, eine Enttäuschung ist halt das Ende einer Täuschung. Ich bin als Einzelunternehmerin gar kein Zielobjekt für HP.

Montag, 31. August/ Herr Koch richtet den neuen Laptop ein. Er läuft. Sogar im Akku-Betrieb. Aufatmen.

Donnerstag, 10. September/ Anruf bei HP: „Ich würde das Gerät jetzt gern einschicken.“ Der sehr freundliche HP-Supporter beginnt das Regelwerk der Tests abzuspulen. Ich: „Wir können den Akku nicht testen, der Akku ist nicht mehr drin.“ Er: „Bitte testen sie trotzdem.“ Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll… Das Ergebnis „Sie können das Gerät nur zur Reparatur einschicken, wenn der Akku drin ist.“ (hatte ich bereits erwähnt, dass es sich bei dem HP Pavillion um ein Gerät handelt, bei dem nur ein Fachmann den Akku ausbauen kann?)

Freitag, 11. September / Das Beschwerdemanagement bittet mich per Mail, den Sachverhalt zu schildern… Ich bleibe gaaanz ruhig, ich schreibe ja gern…