Du weißt, was du willst! Was brauchst du wirklich?
Tag 16 von 365 in diesem Jahr.
Wie geht es deinen Vorsätzen, den Zielen und Plänen für 2026?
Du weißt, was du willst
Hast du dir etwas vorgenommen, das du erreichen WILLST (Want)? Oder dir mehr Zeit (und den Tiefgang) gegönnt, dir zu überlegen, was du wirklich BRAUCHST (Need)?
Du bist jetzt in deinen besten Jahren. Stehst an einer Schwelle zu entscheiden, wie es jetzt weitergeht. Doch dir ist noch nie aufgefallen, dass es da einen Unterschied gibt?
In diesem Beitrag
- erfährst du, worin der wichtige Unterschied liegt.
- beleuchte ich den Unterschied an einem meiner Lieblingsfilme des letzten Jahres.
- bekommst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um für dich herauszufinden, worum es für dich 2026 wirklich geht.
- kannst du nochmal ins Feintuning gehen.
Der Unterschied
Auf einer tieferen Ebene beschreibt das Feld zwischen dem „was ich will“ und dem, „was ich brauche“ die Spannung zwischen einem allzu verständlichen Wunsch und dem, was für echtes Wachstum nötig (aber selten bequem) ist.
Was ich will
- ist ein explizites Ziel.
- meint etwas, das mich glücklich oder erfolgreich (oder… setze ein, was für dich passt) machen soll.
- hat oft etwas mit äußeren Faktoren zu tun: Geld, Kontrolle („ich hab es im Griff“), Anerkennung („dafür winkt eine Belohnung“), Sieg („ich werde die Erste/Beste/Schnellste sein“).
Was ich brauche
- meint die innere Transformation, die erforderlich ist, um wirklich erfolgreich zu sein. Erfolg meint hier das vollkommene Ankommen in der Persönlichkeit, die du wirklich bist.
- ist häufig unsichtbar, unangenehm, unbequem und wird dich mit Widerständen konfrontieren, auf die du gern verzichtet hättest.
- betrifft deine Werte und Einstellungen, deinen Blick aufs Leben. Es kommt von innen.
Betrachten wir das mal aus der sicheren Entfernung des Kinosessels von der Leinwand.
Im Film treibt das, was unsere Filmheldin WILL, die Handlung voran. Wir werden gut unterhalten von dem, was im Außen passiert. Das, was sie wirklich BRAUCHT ist es allerdings, was uns ihre innere Verwandlung miterleben lässt. Genau das ist es (Ausnahme: schlechte Filme), was uns berührt, bewegt, und einen Film nicht so schnell vergessen lässt.
Wunderschöner
Vielleicht hast du den Film Wunderschöner von Karoline Herfurth 2025 schon gesehen. Wenn nicht, es lohnt sich! Es geht um Schönheit, um Selbstbilder und Beziehungen von Frauen jeden Alters.
Was diese Frauen WOLLEN: Sie wollen als schön angesehen, wollen begehrt werden und sich dafür selbst „verbessern“ – ihren Körper, ihr Alter, ihr Selbstvertrauen, ihren Beziehungsstatus. Erstrebenswertes Ziel ist es, sich endlich in den Augen anderer als ausreichend zu empfinden. Logisch und nachvollziehbar, oder? Und doch vollständig von äußeren Blicken abhängig, sozial konditioniert und befeuert durch soziale Medien, Partner und das ewige Vergleichen mit anderen.
Was sie allerdings BRAUCHEN, das erkennen wir als neunmalkluge Zuschauerinnen in unserem gemütlichen Kinosessel viel schneller – wir leiden ja nur aus der Ferne mit ihnen – sind:
- Selbstakzeptanz ohne Kompromisse.
- Selbstwertgefühl, das sie nicht mehr von der Anerkennung anderer abhängig sein lässt.
- eigene Maßstäbe, mit denen sie ihre Schönheit und ihren Wert definieren.
- die Gelassenheit, ihre Unvollkommenheit ohne Panik zu tolerieren.
Doch genau diese Zutaten inneren Wachstums sind unbequem zu erreichen. Sie fordern die Filmheldinnen (genau so wie uns) bis an die Grenzen.
Sobald wir uns diesem wahren Bedürfnis stellen, darauf lauschen, was wir BRAUCHEN, dann ist es wurscht, ob wir in den Augen anderer „perfekt“ sind. Das Risiko: wir könnten die Garantie auf Anerkennung von außen verlieren.
Genau hier liegt das Spannungsfeld in diesem Film.
- Want: “Wenn ich mich ändere, werde ich am Ende glücklich sein.”
- Need: “Es geht kein Weg daran vorbei, mich selbst zu akzeptieren, um wahre Glücksmomente zu erleben.“
Vorsicht Spoiler:
Der emotionale Gewinn des Films (und befreiendes Lachen im Kinosaal) entsteht in den Momenten, in denen unsere Protagonistinnen ihren Optimierungszwang über Bord werfen, und sich stattdessen für Ehrlichkeit, für Grenzen, für Selbstachtung entscheiden.

Was ist das, was du willst?
Weshalb ich – als StoryCoach – von der transformierenden Kraft guter Drehbücher überzeugt bin:
Durch die klare Unterscheidung in WANT und NEED ergeben sich einfach die besseren Fragen. Was wäre, wenn die zentrale Frage in „Wunderschöner“ auch für dich gilt?
Was wäre, wenn das, was du als Ziel verfolgst, genau das ist, was dich daran hindert, voranzukommen?

Was darf sich 2026 für dich entwickeln?
Stell dir diese zwei Fragen. Unterscheide sie sauber.
- Was will ich – genau jetzt?
- Was brauche ich – genau jetzt?
Spürst du, welche unterschiedliche Energie sie in sich tragen, sobald du sie laut aussprichst?
Wenn du zwischen 45 und 55 bist, und an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt stehst, geht’s dir vielleicht ähnlich wie den Filmheldinnen in „Wunderschöner“.
Für mich ist das kein kritisches Alter. Es ist vielmehr eine Zeit der Klarheit.
45plus ist eine Zeit der Klarheit
Du hast schon viel erlebt, kannst dich auf bewährte Kompetenz verlassen. Das äußere Umfeld scheint stabil. Doch im Innen fühlst du dich erschöpft, weil du immer und immer wieder eine Rolle spielst. Langsam bröckelt deine Toleranz gegenüber dem gewohnten Selbstbetrug.
Das führt zu Spannungen zwischen dem was du willst – und dem, was du wirklich brauchst. In verschiedenen Bereichen deines Lebens.
Beruf – Karriere
Vielleicht hast du dir für 2026 vorgenommen: Sicherheit ohne Erschöpfung, Anerkennung ohne ständige Selbstdarstellung, eine Rolle, die deine Erfahrung respektiert. Kein ständiger Kampf.
Lausche deinen BEDÜRFNISSEN nach: Der Freiheit, über deine Zeit, deine Energie und deine Grenzen selbst zu entscheiden. Einer Aufgabe die deine Werte widerspiegelt, nicht nur deine Fähigkeiten. Dem Mut, deinen Job neu zu gestalten (nicht unbedingt zu kündigen). Oder das erschöpfende „Ich muss mich beweisen“ zu beenden?
Du willst dich nicht mehr fragen: „Wie passe ich hier hinein?“ Sondern dich lieber frei entscheiden: „Wofür stehe ich zur Verfügung?“
Selbstwertgefühl – Beziehungen
Deine WÜNSCHE: Du willst weiterhin als wertvoll, relevant und attraktiv angesehen werden – für berufliche Rollen, Partner, Institutionen. Willst beruflich und sozial nicht in Vergessenheit geraten, nach äußeren Maßstäben „gut altern”. Nicht ständig als “zu viel” oder “zu anstrengend” angesehen, und doch gebraucht zu werden. So wie die Frauen im Film.
BEDÜRFNISSE, die darunter liegen: Du willst deinen eigenen Wert von innen heraus definieren, und aufhören, ständig über ihn zu verhandeln. Sehnst dich danach, den Druck loszulassen, ständig gefallen zu müssen. Möchtest dir lieber selbst treu bleiben, auch wenn es die Zustimmung anderer kostet.
Identität – Lebenszeit – Energie
WÜNSCHE: Du strebst nach mehr Energie, einer ausgeglichenen Balance, weniger Druck.
Doch geht’s mit Blick auf die echten BEDÜRFNISSE nicht eher um Prioritäten, die du nach deinem Gutdünken setzt? Um Rollen, die du loslässt, weil andere sie dir auf den Leib geschneidert haben (die inzwischen kneifen sie wie ein zu enger Hosenbund)? Das Ja zur eigenen Endlichkeit; und genau deshalb zur Freiheit, dich radikal für dich zu entscheiden?
Heißt deine Orientierung jetzt nicht eher: eine klare Identität, ein Nein zu allem, was nicht (mehr) passt? Der radikale Aufbau von Vertrauen in den Menschen, der du wirklich bist (statt jener Frau, die du vorgibst zu sein?)
ANMERKUNG Dies ist eine der schwierigsten Anforderungen – denn sie erfordert Trauerarbeit, nicht Lösungsorientierung.
Die stille Wahrheit
Viele Frauen wissen in ihren Vierzigern oft bereits, was sie brauchen. Was ihnen fehlt, ist nicht Einsicht. Es ist Erlaubnis.
- Erlaubnis, andere zu enttäuschen.
- Erlaubnis, sich neu zu definieren.
- Erlaubnis, mit bestimmten Rollen Schluss zu machen.
Der Preis ist hoch, und oft nicht einmal bewusst: die ständige Distanz zu dir selbst.
Du entscheidest, was du willst. Und was du brauchst.
Nur du kannst entscheiden, ob du weiterhin an deinen Zielen festhältst. Oder ob du dein Leben neu nach deinen Bedürfnissen ausrichtest.
Erstes Anzeichen einer Schieflage deiner Vorhaben, Pläne und Ziele für 2026 kann es sein, wenn du schon jetzt Enttäuschung spürst. Bekommst du nicht, was du willst, kann es daran liegen, dass du vermeidest, was du wirklich brauchst.
Nicht dein Thema? Oder zu harte Vorstellung?
Dann lies jetzt bitte nicht weiter!
Du willst es jetzt wissen?
Doch wenn du jetzt sagst: Ich hab das echte Bedürfnis, meinen Blick auf das kommende Jahr noch einmal nachzujustieren, dann nutze diese Schritt für Schritt-Anleitung für dich. Schnapp dir Papier und Stift. Finde einen ruhigen Platz für eine gute Stunde. Mach dein Telefon aus und dann viel Spaß beim Entdecken.
Um welches Thema es für dich geht, entscheidest du selbst.
Hinweis: Für die bessere Verständlichkeit erläutere ich das Vorgehen bei Schritt 5 am Gedankenspiel “So geht’s nicht weiter in meinem Job” . Falls das gerade dein Thema ist, prima. Ansonsten bleibst du beim Thema, das du dir gewählt hast.
Wenn du weitergelesen hast, spürst du vermutlich schon, um welchen Bereich deines Lebens es geht. Damit kannst du sofort loslegen.
Schritt 1: Ergänze ehrlich folgenden Satz: (5 Minuten)
„Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem es mich ______ kostet, so weiterzumachen wie bisher.”
Spüre in dich hinein, was an die Leerstelle gehört. Vielleicht: Energie? Oder Selbstachtung, Gesundheit, Neugier, Überwindung, …?
Vervollständige den nächsten Satz:
„Was ich am meisten zu verlieren fürchte, ist ______.“
Analysiere nicht zu viel. Schreib auf, was als erstes kommt.
Unterscheide klar
Schritt 2: Trenne Wünsche (WANT) von Bedürfnissen (NEED) (20 Minuten)
Falte ein Blatt Papier in der Mitte.
Überschrift linke Seite „Was ich WILL“.
Schreibe auf, was du erreichen willst, was du dir erhoffst, dir von anderen wünschst. Wovon du überzeugt bist, es würde dein Leben einfacher machen. Schreib runter ohne zu filtern.
Überschrift rechte Seite „Was ich BRAUCHE“.
Nimm dir Zeit, die folgenden Fragen zu beantworten:
- „Wobei habe ich es satt, so zu tun, als wäre es in Ordnung?“
- „Wo übertreibe ich es, um akzeptiert/ angenommen zu bleiben?“
- „Welche Wahrheit verdränge ich, anstatt sie zu leben?“
- „Was weiß ich bereits, schiebe es aber immer wieder auf?“
Wenn es sich schwer anfühlt, bist du nah dran. Fühlt es sich clever an, was du da schreibst, bist du weit weg. Dann mach es nochmal.
Bleib realistisch
Schritt 3: Finde heraus, welche Bedürfnisse unverhandelbar sind (10 Minuten)
Kreuze von der rechten Seite BEDÜRFNISSE die 3 Punkte an, die dir am wichtigsten sind. Teste jeden dieser Punkte mit der Aussage:
„Wenn sich hier in 5 Jahren nichts ändern würde, würde ich es bereuen.“
Das hilft dir, aktuelle Stimmungen von wahrhaftigen Bedürfnissen zu unterscheiden.
Schritt 4: Notiere einschränkende Rahmenbedingungen (10 Minuten)
Sei klar und deutlich: Welche realistischen Einschränkungen gibt es in Bezug auf:
- Finanzielles monatliches Minimum?
- Menschen, die von dir abhängig sind?
- Einschränkungen im Hinblick auf deine Gesundheit oder Energie?
- Geografische oder juristische Einschränkungen?
Schreibe jetzt den folgenden Satz auf und vervollständige ihn:
„Innerhalb dieser Einschränkungen habe ich immer noch Einfluss auf ______.“
Spüre, wie dieser Satz dir deine Kraft zurückgibt, ohne unrealistische Traumschlösser zu bauen.
Es gibt immer Optionen
Schritt 5 – Wähle deinen Weg
Die Entscheidung, einen konsequenten Richtungswechsel vom WANT ins NEED vorzunehmen, geschieht selten mit einem Fingerschnipsen. Doch da ist ein Raum in diesem Spannungsfeld. Ein Raum, den du mit deiner Kreativität füllen kannst.

WICHTIG: Du wählst keine komplette Lösung. Du bestimmst nur deine Richtung.
Lass mich das am Beispiel “So geht’s nicht weiter in meinem Job” erläutern. Lenkt dich dieses Beispiel nur ab, wähle nur die Überschriften der Optionen A, B oder C und geh direkt zu Schritt 6.
A – BLEIBEN & UMGESTALTEN
Du behältst deine Rolle/ deinen Job im Unternehmen. Doch du:
- Verhandelst deine Grenzen neu.
- Gestaltest den Umfang neu.
- Wechselst innerlich von „Ich muss mich beweisen” zu „Ich wähle aus, wo ich mich besonders engagiere”.
Teste diese Option, wenn dein Job noch zu retten ist und deine Bedürfnisse dem nicht vollkommen entgegen stehen.
B – VERÄNDERN UND NEU VERHANDELN
Du bleibst angestellt, aber:
- Wechselst in einen anderen Bereich.
- Veränderst oder reduzierst deine Rolle / Funktion, den Arbeitsrhythmus oder die Verantwortung.
- Baust dir ein zweites Standbein auf (Side-Business, Studium, Ehrenamt).
Das kann deine Option sein, wenn du mehr leben willst, als es dein Job erfordert (und du gleichzeitig nicht alles hinschmeißen willst).
C – VERLASSEN UND NEU AUFBAUEN
Plane deinen Ausstieg mit:
- einer neuen Idee und einem tragfähigen Timing.
- finanzieller Realitätsnähe.
- Selbstvertrauen (und ohne Zorn oder Verachtung).
Wenn ein weiteres Verharren in diesem Job gegen deine unverhandelbaren Bedürfnisse (siehe Schritt 3) verstößt, ist das deine Option.
Wähle jetzt eine Option aus.
Schritt 6 – Entwirf deinen ersten ehrlichen Schritt (10 Minuten)
Es geht nicht um den EINEN großen Sprung. Es geht um den ERSTEN Schritt auf deinem neuen Weg.
Notiere dir deine Ideen zur Frage:
„Was kann (will und werde) ich in den nächsten 30 Tagen tun, um meinen Bedürfnissen näher zu kommen. Ohne so zu tun, als wäre alles in Ordnung?“
Du könntest:
- Ein schwieriges Gespräch führen.
- Eine Verantwortung reduzieren.
- Ohne Erklärung „Nein“ sagen.
- Etwas in aller Stille beginnen.
- Um eine Veränderung bitten, die du bisher vermieden hast.
Wenn es sich dramatisch anfühlt, ist es zu groß. Fühlt es sich erleichternd an, hat der Schritt die richtige Größe.
Schritt 7 – Schaff dir einen Reality Check (3 Minuten)
Weil sich eine Neuausrichtung manchmal zuerst wie ein Verlust anfühlt (schließlich verlässt du vertrautes Gelände), bevor du die Freiheit erleben kannst, schreibe dir den folgenden Satz auf. Bewahre ihn gut auf. Oder bringe ihn an einer dir gut sichtbaren Stelle an.
„Wenn ich mich schuldig, missverstanden oder vorübergehend verunsichert fühle, werde ich das nicht als Versagen interpretieren. Ich bin auf meinem Weg.“
Bleib dran.
Nimm dir deine Aufzeichnungen von heute aller 6 Monate zur Hand und frage dich:
- „Welchem Wunsch aus dem Außen diene ich noch?“
- „Welches Bedürfnis ist deutlicher geworden?“
- „Wo habe ich neue Energie gewonnen?“
Fortschritt darf langsam sein.
Fortschritt bedeutet mehr Ehrlichkeit, nicht mehr Geschwindigkeit.
Wenn sich all das zu mächtig für dich anfühlt, und du den Weg nicht allein gehen willst, sag Bescheid. In einen kostenfreien Gespräch besprechen wir, wie ich dich auf deinem Weg unterstützen kann.
Ein gemeinsames Stop & Grow kann der Anfang sein. Wünschst du dir eine längerfristige Begleitung, kann auch die LifeStory eine kraftvolle Option sein.








Es geht tatsächlich darum, die Assistenz in den Vordergrund zu stellen.












