Love it. Change it. Leave it.

Wenn es doch nur so einfach wäre.

Vor meiner Coachingpraxis steht ein Klo. Ein blaues Dixie-Klo.

  • LOVE it – Finde ich das toll? Nö!
  • LEAVE it – Werde ich deshalb meine Praxis schließen? Nö!
  • CHANGE it – Bekomme ich das Klo da weg? Kommt darauf an…

Ich liebe es, in meiner schnuckeligen Ackermann-Straße zu wohnen und zu arbeiten. Die City und die Alster in Fußnähe, interessante Nachbarn. Alte, wunderschöne Häuser, viele davon Baujahr 1900. Und genau hier beginnt die Story.

In meiner Straße wird immer gebaut. Es gab Wochen, da hatten wir mehr als 15 Baustellen-, Park- und Halteverbots-Schilder auf 400 Metern Straße.

Es gibt Tage, da dröhnen die Presslufthämmer bereits ab 7 Uhr (schlafen ist nicht mehr, dafür kann ich schon weit vor meiner Komfortzonenzeit Artikel schreiben 😉), Tage an denen Kreissägen kreischen, ich in Video-Coachings mein eigenes Wort nicht verstehe und Kopfhörer trage.

Kann ich das ändern? Nein! Natürlich könnte ich zum Bauamt gehen, mich beschweren, großes Theater machen. Viel Mühe, vermutlich wenig Sinn. Denn auch ich brauche Licht, fließendes Wasser, funktionierende Abwasserleitungen und ein dichtes Dach.

Also atme ich ein und atme aus, übe mich in Gelassenheit.

Funktioniert’s? Oft, aber nicht immer!

Letzte Woche:

Montag bin ich um 12 Uhr zu einer Story-Podcast-Aufnahme verabredet. Muss mit der gesamten Technik hektisch in die Küche umziehen, weil pünktlich 11:50 Uhr die Schleifmaschine angeworfen wird. Direkt unter meinem Fenster. Wir kriegen es hin. Hör gern mal rein, weshalb StoryTelling im Sales so nützlich ist.

Am Dienstag um 10 Uhr ein Story-Online-Interview. Du ahnst es… Kurz vorher beginnen die Schleifarbeiten erneut. Jetzt reicht’s. Renne die Treppe runter, bitte die Maler um eine halbe Stunde Ruhe. Funktioniert super und als Dankeschön gibt’s einen Kaffee ☕.

Mittwochmittag, beide Fensterflügel weit offen in der Augusthitze. Mit einer Klientin denken wir hochkonzentriert darüber nach, wie sie eine alte Geschichte, die sie immer noch fürchterlich runterzieht, ganz neu schreiben kann. Die Maler machen Raucherpause, direkt vor dem Fenster. Qualm zieht in den Raum. Wir rollen simultan die Augen zur (wunderschönen Stuck-)Decke und seufzen tief. Ich schließe das Fenster.

Donnerstag, Presslufthammer ab 7 Uhr, siehe oben…

Love, leave, change it? Forget it!

Also greif ich zu Nr. 4.

Use it!

Denn irgendwas geht immer.

Jeder einzelne Tag schenkt uns ungezählte Chancen, uns nicht nur in heiterer Gelassenheit zu üben sondern ganz neue Möglichkeiten zu (er)finden, aus dem, was gerade abgeht, etwas Neues zu machen.

Für mich ist es ein Artikel über Möglichkeiten, was wir tun können, wenn wir (scheinbar) nichts tun können.

Use it!

Was bedeutet das für dich?

Schau dich in deinem Alltag um:

  • Wo läuft‘s gerade ganz anders als du es gerne hättest?
  • Woran kannst du sofort und selbst etwas drehen, sobald du dich dafür entscheidest?
  • Womit kommst du klar? Nicht weil du es musst, sondern weil du dich bewusst dafür entscheidest? Oder dich daran gewöhnst?

Was kannst du Neues daraus machen?

Wenn du mit Aufregen ohne sichtbare Ergebnisse zu viel Lebenszeit verschwendest, lass uns drüber reden.

Du weißt ja, wo du mich findest. Hinter dem Dixieklo, gleich rechts.😆

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