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Schlagwortarchiv für: Workation

Workation Frauen: Was eine Woche Algarve zu fünft wirklich bedeutet

3. Mai 2026/0 Kommentare/in Geschichten mit k/von Katrin Klemm

Ich dachte, ich weiß, was ich tue. Ich lag falsch. Und das war das Beste, was passieren konnte.

 

Manche Entscheidungen fallen ratzfatz. Kein langes Grübeln, keine Plus-Minus-Listen, keine Entscheidungsbäume. Nur ein gutes Prototyping und die Bereitschaft, den Menschen, die du um Feedback bittest, wirklich zuzuhören.

Mein Prototyp: eine Workation mit Frauen an der südlichen Algarve. Fünf Frauen, eine grosszügige Villa und die Frage, wie sich dieses Konzept als echtes Angebot aufstellen lässt.

Workation-Frauen-in-einer-Villa-an-der-Algarve-Portugal-Entspannung-am-Pool
Spoiler: Klassische Workations mit klarer Struktur und Ansagen wird es von mir nicht mehr geben. Dafür etwas viel, viel Besseres.

Doch von vorn.

Fünf Frauen, eine Villa, eine Woche Algarve: so war der Plan

Das war der Plan:

  • Ein Buddy-Team von fünf erfahrenen Business-Frauen fährt in eine großzügige Villa an die südliche Algarve.
  • Jede bringt Projekte mit, die zu Hause auf dem Schreibtisch seit Ewigkeiten vor sich hindümpeln, und stellt sie hier endlich fertig.
  • Ich biete einen strukturierten Tagesablauf mit Check-In und Check-Out und organisiere unterschiedliche Gelegenheiten, wohlwollendes Feedback und Unterstützung von den anderen zu bekommen.

Klingt gut, oder? Fand ich auch. Bis die Woche vorbei war.

Was wir wirklich erlebt haben: in den Worten der Frauen selbst

Es war eine intensive Woche. Reich, bunt, manchmal überraschend. Am besten lässt sie sich beschreiben als ein “Schwingen in der Gruppe bei gleichzeitig hoher Individualität”.

Ein offenes Aufeinanderzugehen. Ein Zugeneigt-Sein. Das Gefühl, jede von uns meint es gut mit der anderen. Eine echte Bereitschaft zuzuhören, nicht nur an dem Abend, als Barbara eine bezaubernde Geschichte für uns las. Oder als wir Vor-Premieren-Publikum von Gerda-Maries 4. Staffel des Blogs “Mein Leben mit den Göttern“sein durften. Äusserte eine Einzelne ihre Wünsche, war jede bereit, diese zu verhandeln und zu erfüllen. Und wenn einer von uns mal nicht danach war, war das auch völlig in Ordnung.

Workation Frauen: gemeinsam eine Woche unterwegs an der suedlichen Algarve

Doch wer beschreibt diese Woche besser als die Frauen selbst? Hier sind ihre Stimmen:

Gerda-Marie

„Ich hatte mir ganz wenig vorgenommen, wollte sehen, wie es mit meinem Blog „Mein Leben mit den Göttern” weitergeht, und war gespannt auf euer Feedback. Dass ich daneben noch meine Webseite aktualisiert und Coaching-Gespräche online geführt habe, war schon mehr als erwartet.

Es war so schön, alles tun zu können, auf das ich Lust hatte: gemeinsam essen, Ausflüge, fachlicher Austausch. Es war immer jemand da, um sich in Ruhe in gute Gespräche zu vertiefen. Ich möchte auf jeden Fall 2027 wieder mit dabei sein.”

Barbara

„Mir kam die Woche wahnsinnig kurz vor. Ich habe viel weniger Stunden gearbeitet als in meinen üblichen Arbeitswochen, deshalb auch maximal ein Drittel geschafft von dem, was ich sonst erledige. Doch in der Sonne mitten im April genussvoll am Pool zu entspannen, das habe ich sehr genossen.

Ich bin froh, so eine Workation ausprobiert zu haben. Auch wenn ich heute sage, dass das Vermischen von Freizeit und Beruf für mich kein gutes Format ist. Ich trenne Arbeit und Urlaub lieber sauber voneinander; will im Urlaub den Beruf komplett vergessen können.”

Gundula

„Mir hat die Flexibilität sehr viel gebracht. Ich habe zwar ganz andere Ergebnisse erreicht, als ich geplant hatte. Doch das war meine eigene Entscheidung.

Zwei Dinge haben mich überrascht. Zum einen, wie leicht ich meinen eigenen Rhythmus wieder herausgekramt habe: früh am Morgen und nachts bin ich am produktivsten. Dazu habe ich entdeckt, dass mir – sobald ich mir erlaube, auch im Vacation-Anteil Arbeits-Ideen zu durchdenken – die Ideen wie von selbst zufliegen. Meine besten Konzept-Ideen kamen bei einem Galão allein am Cafétisch. Während der Fährfahrt zur Ilha de Tavira hab ich sie gleich in meinem Notizblock festgehalten.”

Denise

„Für mich hat in dieser Workation der Urlaubsanteil stark überwogen. Doch das passt schon, denn zu Hause arbeite ich sowieso viel zu viel. Hier habe ich die Sonne genossen. Die Ruhe im Garten und der Ausblick ins Grüne waren mein Kreativitätsbooster, mich vor der Saison auf die nächsten Gigs vorzubereiten.

Es ist eine tolle Energie, einfach nur mal unter Frauen – und immer auf Augenhöhe – zu sein. Ich hab den Austausch genossen, mich geborgen gefühlt. Ich durfte einfach die sein, die ich bin, musste mich nie verstellen. Dazu hat bestimmt beigetragen, dass wir uns vor der Reise schon online kennengelernt haben. Dass wir klären konnten, was mir wichtig ist, und was jede so braucht.”

Das Feedback, das alles verändert hat.

Am letzten Tag kam ein Feedback, das reingehauen hat. Mich aber dadurch besonders schnell lernen liess.

Eine der Frauen spiegelt mir zurück, dass sie mich in meiner Rolle unklar erlebt habe. Ja, ich hatte selbst dieses Gefühl. Deshalb bin ich die ganze Woche sehr offen damit umgegangen, dass mir der Prototyp dabei helfen soll, eine Entscheidung über meine Rolle zu treffen.

Was ich unterschätzt hatte: Eine viel schnellere Feedbackschleife hätte unnötige Irritationen vermieden und schneller zur Klarheit beigetragen. Dabei weiss ich aus Erfahrung, dass es immer wieder Mut und professionelles Handwerkszeug braucht, um heikle Gespräche gut zu führen.

Meine Rollenunklarheit hatte einen konkreten Hintergrund. Ich wollte zu viel für alle sein. Am besten gleichzeitig. Nach vielen Jahren, in denen ich regelmässig an der südlichen Algarve als Coach Workations geleitet habe, ist ein Informationsvorsprung ganz natürlich:

  • Wo findet man was vor Ort, von der Bank zum kostenlosen Geldabheben über die nächste Bahnstation bis zum Fahrradverleih?
  • Welches Restaurant hat den köstlichsten Fisch (auch wenn vor Ort vieles in Bewegung ist)?
  • Welcher Tagesausflug lohnt sich besonders, weil er mehrere Wünsche gleichzeitig erfüllt?

Alles Dinge, die selbstverständlich für eine Reiseleiterin sind. Aber ich werde keine Reiseleiterin mehr sein.

Gastgeberin statt Reiseleiterin: meine neue Rolle.

Warum passt sie viel besser zu mir?

  • Ich kann eine Woche lang in hoher Qualität einen Raum halten, in dem sich fünf Frauen zum ersten Mal begegnen Frauen, die es noch nicht gewohnt sind, ihren Alltag miteinander zu verbringen.
  • Ich kann eine fließende Struktur bieten, kurze Check-Ins reichen völlig aus.
  • Ich werde Angebote machen, denen frau sich anschließen kann, niemals muss. Dazu gehören Ausflüge oder Restaurantbesuche.
  • Ich werde an mehreren Abenden kochen. Denn diese Leidenschaft geht mir so leicht von der Hand, dass ich mehr davon will. Was es gibt und um welche Uhrzeit, das vereinbaren wir gemeinsam.

Workation Frauen heisst sich verwoehnen lassen

 

Klingt das nach einer Woche, die du dir schon lange wünschst? Dann lass uns kurz sprechen. Hier geht’s zum kostenlosen 20-Minuten-Gespräch.

Was diese Workation-Woche für Frauen konkret bedeutet.

Am Ende der Feedbackrunde habe ich die Workation als Konzept für Selbständige mit konkreten Zielen gestrichen. Was bleibt, ist etwas Schöneres.

Das Vorhaben: Fünf unabhängigen Frauen  – selbständig oder angestellt – eine genussvolle Woche an der portugiesischen Süd-Algarve zu ermöglichen. Eine Gelegenheit, Muße für sich zu finden, die im Alltag zu Hause selten (wenn nicht unmöglich) ist. Die Chance, weit weg vom eigenen Schreibtisch, jede in ihrem eigenen Rhythmus und Tempo, das zu tun, was ihr wirklich am Herzen liegt. Und dabei Angebote zu machen oder Feedback einzuholen ganz nach persönlichem Gusto.

Das kann zum Beispiel sein:

  • eine Jahresplanung
  • das Buchkonzept, das du endlich starten willst
  • die Artikelserie, die geschrieben werden will
  • überflüssiger Daten-Ballast, von dem du deinen Laptop befreien willst
  • die längst fällige Auseinandersetzung mit deinem letzten Willen
  • oder einfach Zeit zum Nachdenken über das, was dich wirklich bewegt

Meinen Informationsvorsprung werde ich nutzen, um uns eine Unterkunft und die Transfers vor Ort zu organisieren. Was ich weiß und liebe an der Gegend, das teile ich mit dir. Du entscheidest, wann du dabei sein und wann du für dich ganz allein sein willst. Als Gastgeberin bleibe ich die Ansprechpartnerin vor Ort – und für Spezialfragen auch mit einer Insiderin, die seit Jahren in Tavira lebt.

Workation Frauen Neue-Wege-gehen Katrin Klemm in Portugal

Eine Woche, die sich anfühlt wie Urlaub mit alten Freundinnen.

Mehr als eine Workation, die auf Ergebnisse abzielt, wird es ein Urlaub mit Frauen sein, die zu Freundinnen werden können. Selbst wenn sie sich vorher noch nie begegnet sind. Eine Woche, in der die Arbeit am eigenen Projekt, das Teilen von Ideen, gegenseitiges Zuhören und Unterstützen ein Teil des Ganzen sind. Aber eben nur ein Teil.

Dazu gehört:

  • Ich möchte jede der Frauen, die gemeinsam reisen, vorher persönlich kennenlernen. In mehr als dreißig Berufsjahren habe ich ein sehr feines Gespür dafür entwickelt, ob die Chemie stimmt.
  • Check-In und Check-Out passieren beim Essen, nicht als extra Meeting-Format. Wenn wir wieder so unterschiedliche Aufstehzeiten haben wie in diesem Jahr (zwischen 5 und 11 Uhr war alles dabei), können Check-Ins auch mal ganz ausfallen oder am Vorabend schon stattfinden.
  • Der Gesamtpreis für die Woche umfasst die Unterkunft, die Transfers von und zum Flughafen (und vermutlich auch den Kauf einer zusätzlichen WLAN-Karte, damit sichergestellt ist, dass das Online-Projekt der einen den Video-Call der anderen nicht kannibalisiert).
  • Ein Gemeinschaftsportemonnaie vor Ort auf Vertrauensbasis, aus dem wir unsere Einkäufe, Ausflüge und Shuttle zahlen.
  • Das Wichtigste an meiner neuen Rolle: Ich werde für euch kochen. Wie oft, was und was auf gar keinen Fall, das vereinbaren wir. Den Einkauf und das Einräumen des Geschirrspülers erledigen wir gemeinsam. 😉

Noch offen sind das formale Rahmenkonstrukt und der finale Preis mit allem, was in- und exklusiv ist. Ich bin und werde keine klassische Reiseveranstalterin mit Rundum-sorglos-Paket. Was das für dich und mich genau bedeutet, dazu lasse ich mich in den nächsten Wochen beraten.

„Working Holidays with female friends”: Bist du dabei?

Das ist es, wovon ich mehr in meinem Leben will.

UPDATE: Die Villa ist wieder gebucht – am 16. April 2027 geht es für eine Woche wieder los.

Zwei von vier Zimmern sind bereits gebucht. Melde dich bitte JETZT und lass uns miteinander sprechen, wenn du dabei sein willst.

Wenn du noch nicht sicher bist, lass uns in Kontakt bleiben. Du hast verschiedene Möglichkeiten:

  • Im monatlichen StoryLetter erfährst du als Erste davon. Hier kannst du dich anmelden.
  • Die Webseite, die ich nach und nach aktualisieren werde: CoWorking in Portugal
  • Ein 20-Minuten-Zoom-Gespräch – damit wir herausfinden, was du dir von einer solchen Woche wünschst. Was möglich ist. Und auch, wann eine solche Woche eher nicht zu dir passt. Finde hier einen Termin für deinen kostenlosen Call
  • LinkedIn – dort lasse ich meine Community an den weiteren Entwicklungen teilhaben.

 

 

Über die Autorin

Katrin Klemm ist StoryCoach und begleitet Frauen in der Lebensmitte dabei, ihr Lebens-Drehbuch neu zu schreiben. Seit mehr als dreissig Jahren arbeitet sie als Coach und Beraterin, seit Jahren auch an der portugiesischen Algarve.

Über diesen Artikel: Katrin Klemm ist StoryCoach und Begleiterin für Frauen ab 50 in beruflichen und persönlichen Veränderungsprozessen. In diesem Blogartikel beschreibt sie ihren Erfahrungsbericht einer Workation-Woche an der südlichen Algarve in Portugal, mit fünf erfahrenen Business-Frauen in einer gemeinsamen Villa.
Was das Angebot ist: Katrin Klemm plant für April 2027 „Working Holidays with female friends” – eine Woche an der portugiesischen Süd-Algarve für fünf unabhängige Frauen, selbständig oder angestellt. Das Konzept verbindet persönliche Projektarbeit, gegenseitigen Austausch und gemeinsamen Urlaub in entspannter, vertrauter Atmosphäre. Katrin übernimmt die Rolle der Gastgeberin: Sie organisiert Unterkunft und Transfers, teilt ihr lokales Wissen und kocht für die Gruppe.
Für wen das Angebot geeignet ist: Frauen ab 50, die selbständig oder angestellt sind, sich eine produktive Auszeit vom Alltag wünschen und gleichzeitig an einem eigenen Projekt arbeiten möchten – zum Beispiel einer Jahresplanung, einem Buchkonzept, einer Artikelserie oder einfach Zeit zum Nachdenken. Das Format eignet sich besonders für Frauen, die Urlaub und persönliche Weiterentwicklung verbinden möchten, ohne ein klassisches Coaching-Programm zu buchen.
Was dieses Angebot von klassischen Workations unterscheidet: Keine feste Tagesstruktur, keine Ansagen, kein Gruppencoaching. Stattdessen: individuelle Freiheit im eigenen Rhythmus, eine sorgfältig zusammengestellte Gruppe, persönliches Kennenlernen vor der Reise und eine Gastgeberin mit mehr als dreißig Jahren Berufserfahrung und tiefem Ortswissen an der Algarve.
Kontakt und weitere Informationen: Website: katrinklemm.de | LinkedIn: Katrin Klemm | Direktkontakt für ein 20-Minuten-Gespräch über die Website.
https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2026/05/Working-Holidays-with-female-friends-auf-Augenhoehe-verbunden.jpg 220 587 Katrin Klemm https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2020/09/katrin-klemm-storycoach.png Katrin Klemm2026-05-03 20:06:072026-06-17 22:32:42Workation Frauen: Was eine Woche Algarve zu fünft wirklich bedeutet

Geschichten im Urlaub

2. Mai 2024/0 Kommentare/in Inner Stories/von Katrin Klemm

Du willst in den Urlaub. Doch ständig quatscht einer dazwischen. Und das nicht von außen…

In den letzten Jahren bedeutete eine mehrwöchige Workation für mich die ziellos zielgerichtete – die „intuitive“ – Art zu arbeiten. Wenn mir gerade danach war – oder eine Kundin einen konkreten Termin anfragte, habe ich losgelegt. Dabei gab es keine scharfe Trennlinie zwischen Urlaub und Arbeit. Ich habe die zahlreichen Umwege genossen, die die die Ortskenntnis erhöhen. Gerade hier in Portugal purzeln die kreativen Ideen nur so.

Plötzlich Urlaub first

Jetzt – im Frühjahr 24 – will ich wissen, ob das Workation auch anders funktioniert. Nacheinander. Also erst den Urlaubs-(Vacation) Anteil genießen. Danach die Arbeit (Work) rocken.

Wenn ich Dinge zum ersten Mal mache, bin ich ein großer Fan des Prototypings. Wenn du mehr wissen willst, hier gibt es meine 7 guten Gründe  dafür.

Spoiler: Es wurde eine interessante Herausforderung. Die hatte nichts mit Land und Leuten zu tun. Ganz im Gegenteil: Mitreisende, Wetter, Essen – alles prima.

Was heißt Urlaub

Die beste Frage gleich zu Beginn: „Was heißt denn Urlaub?“, will Steffi wissen. Sie ist eine meiner Reisebegleiterinnen, die ich nur vielbeschäftigt und hard-working kenne. Gerade hat sie mit “Einfach Tanzen” schon wieder ein neues Projekt am Start. Sie fragt sich „Woher kommt das Wort Urlaub überhaupt?“, beginnt zu recherchieren und wird fündig:

Urlaub in Deutschland = Wegtreten bitte

Gesetzlich ist lt. Bundesurlaubsgesetz gar kein Durcheinander erlaubt. Urlaub ist eine „Bezahlte Freistellung zur Wiederherstellung und zum Erhalt der Arbeitskraft“, sagt Gablers Wirtschaftslexikon. In Deutschland darf der Arbeitnehmer deshalb “keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten.“ Das gilt – auch wenn es nach Mittelalter klingt – noch heute für Arbeitnehmer*innen, Soldaten und Beamte.

Nach Wikipedia soll der Begriff Urlaub im Deutschen auf das alt- und mittelhochdeutsche Substantiv urloup zurückgehen. Es bezeichnete die „Erlaubnis“, sich aus dem Dienst zurückzuziehen. Knechte und Mägde konnten nach der Ernte zum Altbauern, dem „Ur“ gehen und um Er„laub“nis fragen, sich eine Weile zu entfernen.
Höre ich heutzutage manchem Angestellten zu, hat sich daran nicht viel geändert.

Urlaub kann Freiheit sein

Auch der niederländische Begriff Vakantie geht auf das späte Mittelalter zurück. Er leitet sich aber vom lateinischen vacantia (Freistellung) oder vacare (frei sein) ab. Hier ist der Urlaub also eine Freiheit von Verpflichtungen. Die Niederländer*innen bestimmen selbst, was sie mit ihrer freien Zeit anstellen. Zum Beispiel woanders arbeiten.

In Deutschland sind für Angestellte die unterschiedlichen Zwecke des Urlaubs festgelegt und gesetzlich geregelt. Auch das Urlaubsgeld.

Selbständige müssen sich selbst kümmern. Sie genehmigen sich ihren Urlaub selbst, stellen sicher, dass das Urlaubsbudget reicht und vor allem – dass diese freie Zeit wirklich der Erholung dient.

So weit, so gut. Nehmen wir an, im Außen ist jetzt für alles gesorgt. Der Urlaub kann beginnen.

Auch Innen alles im Urlaub?

Jetzt wird es richtig spannend.

Stell dir folgende Szene vor:

Du hast die Haustür hinter dir abgeschlossen, bist pünktlich am Flughafen, checkst ein. Boarding absolviert. Du hast deinen Platz gefunden, schnallst dich an. Die Maschine hebt ab.

Plötzlich startet ein Geplapper.

Du schaust dich um. Doch deine Mitreisenden sind schon weggedöst. Oder in ihr Buch vertieft. Von denen sagt niemand etwas …

Aussen im Urlaub - Innen in Aufruhr - gib Saboteuren keine Chance - schreib neue Geschichten

Die Diskussion, die du hörst, kommt von Innen. Aus deinem eigenen Kopf melden all deine KlugSch*… ihre Bedenken an.

  • Perfektions-Else: “Abschalten? Im Flugzeug? Niemals! Dieser Urlaub muss funktionieren, bis ins kleinste Detail. Haben wir wirklich alles eingepackt? Kein Detail übersehen? Taxi bestellt, Plätze im Restaurant gebucht, Öffnungszeiten kontrolliert? Ich kann einfach nicht entspannen! Ich glaub, du hast das Business überhaupt nicht perfekt für deine Abwesenheit vorbereitet. Was ist, wenn etwas schiefgeht?“
  • Workaholic-Peter: „Bist du doof, ausgerechnet jetzt frei zu nehmen? Das passt doch gerade jetzt ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht. Du kannst nicht einfach abschalten und den Urlaub genießen. Es gibt noch so viel Arbeit zu erledigen. Pass auf, sobald du dich entspannst, fallen dir bestimmt noch 100 Dinge ein, die du jetzt nicht mehr erledigen kannst.”
  • Panisch-vor-Angst-Lotte: “Was, wenn etwas Schlimmes passiert, während du im Urlaub bist? Die Kolleg*innen sind gar nicht drauf vorbereitet. Der Kunde will die Unterlagen bestimmt wieder eine Woche vorab haben! Du musst dich auf das Schlimmste einstellen. Was ist, wenn du ertrinkst oder dir nen exotischen Virus einfängst. Das Land ist doch voll zu gefährlich. Du kannst dich nicht so einfach entspannen! Du wirst doch viel zu träge, um jemals wieder einen Auftrag zu bekommen.“
  • Kontrolletti-Bert: “Du kannst nicht einfach so herumhängen und den Moment genießen. Du musst alles im Blick behalten, da geht sonst bestimmt was schief. Hast du wirklich alle Wasserhähne abgestellt? Hast du nachgesehen, ob die Versicherung auch verlorene Koffer abdeckt? Was ist, wenn die Katzenklappe nicht funktioniert (kein Witz, in Thailand habe ich eine Frau getroffen, die ihre sieben Katzen mehrmals täglich mit einem Tracker kontrolliert hat)? Und was, wenn du jetzt in ein Unwetter kommst, was machst du dann, um das wieder in den Griff zu kriegen?“
  • Zweifel-Hanni: „Meinst du das war wirklich eine gute Idee, jetzt nach drei Jahren schon wieder Urlaub zu nehmen? Und wenn du viel zu knapp kalkuliert hast, die Inflation ist auch dort heftig? Oder wenn die Villa gar nicht so schön ist wie auf den Bildern? Was mach ich, wenn das Bett quietscht oder die Dusche tropft? Ob sie nach diesem Urlaub noch mit mir reden werden?“
  • Schuldig-Heinz: ” Ich fühle mich so schlecht, einfach so in den Urlaub zu fliegen, mich zu entspannen, wenn so viele Menschen um mich herum leiden oder arbeiten. Schäm dich, diesen Luxus zu genießen, während andere sich abstrampeln.“

Kannst du sofort in den Urlaubsmodus schalten? Oder welche von denen kennst du?

Wie heißen deine Urlaubs-Saboteure?

Wen musst du um Er-laub-nis fragen, wenn du dich vom Ort des Arbeitsgeschehens entfernen willst? Welche Anteile beruhigen, um deinen Urlaub zu genießen?

Schreib sie dir auf. Das hilft schnell, ihnen oft den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Welche Geschichten von „Du musst noch…!“, „Vergiss nicht…!“, „Hast du schon…?“, „Du kannst nicht einfach…!“ und anderen Saboteuren brauchen ein neues Drehbuch? Du kannst es jederzeit selbst schreiben.

Aussen im Urlaub - Innen in Aufruhr - gib Saboteuren keine Chance - schreib neue Geschichten

Drei Inspirationen, die ich genutzt habe, um meine inneren Mitreisenden zu überzeugen. So konnte ich mich schon im Flieger auf meine Vakantie freuen. Und die Freiheit von meiner Jobverpflichtung noch mehr genießen.

Urlaubszeit = Ideenzeit

Im Urlaub entstehen ganz wunderbare Ideen und Lösungen wie von allein, weil

  • Wir unsere Gedanken nicht auf ein spezielles Problem richten, sondern sie schweifen lassen. Das erfreut unser Gehirn, sagt man bei Gehirn-Info (und die müssen es ja wissen, oder?)
  • Wir neue Assoziationen bilden können, sobald wir unser Umfeld wechseln. So erfahren wir ungewohnte Perspektiven am eigenen Leib – das Essen, die Art zu Bauen und zu Wohnen, die Alltagsroutinen der Menschen vor Ort. Ich teste in diesem ganz anderen Kontext gerade, ob ich wirklich ein Nachtmensch bin. Oder ob mir nur der deutsche Alltag einreden will, es sei so.
  • Wir Offenheit gegenüber ungeplantem Input als eine Grundvoraussetzung für Innovation nutzen können. Bei mir heißt das immer direkt neue Gerichte auf den StoryTeller zu bringen. Was uns eher zufällig begegnet – also sprichwörtlich zufällt – lockert unsere kreativen Muskeln, sagt die Kreativitätsforschung.

Jetzt habe ich also meine Urlaubswoche – den Vacation-Anteil – gut “überstanden” und meine Zeit genossen. Selbst mit ein paar inneren Diskussionen zu Beginn hat mir mein Prototyping wieder eine konkrete Fragestellung beantwortet.

Mein Urlaubs-Fazit

Für mich wird es in Zukunft immer wieder eine intuitiv gemischte Workation werden. Denn ich liebe gute Ideen. Ich muss niemanden um Erlaubnis fragen, wann und woher sie kommen dürfen. Wann immer sie auftauchen, ich werde sie nicht bremsen.

 

Mich interessiert jetzt:

  • Was bedeutet für dich Urlaub? Ist es die Abwesenheit von allem, was auch nur an Arbeit erinnert?
  • Welche Anteile wollen dir den Urlaub vermiesen, und wie nimmst du sie an die (lange) Leine?
  • Was machst du mit richtig guten Ideen, die ausgerechnet während des Urlaubsteils auftreten?

 

https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2024/05/katrin-klemm-urlaubsgeschichten-storycoaching-1.png 220 587 Katrin Klemm https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2020/09/katrin-klemm-storycoach.png Katrin Klemm2024-05-02 15:42:292024-05-02 15:42:29Geschichten im Urlaub

Stimmen der Teilnehmerinnen: LifeStory Portugal

23. Mai 2023/0 Kommentare/in Stories erleben/von Katrin Klemm

Wenn wir jedes Jahr im Frühjahr an der portugiesischen Algarve arbeiten, bedeutet Design your LifeStory  viel mehr als nur ein Workshop unter früher Sommersonne. Was kann unsere Erlebnisse authentischer schildern als die

Stimmen der Teilnehmerinnen

Deshalb habe ich Gabriela und Monika gebeten, ihre Eindrücke aus dem letzten Frühjahr selbst zu schildern.

  • Was hat sie hierher geführt?
  • Welche Inhalte stecken in den 10 Tagen – wie sind sie aufgebaut?
  • Welche persönlichen Highlights haben sie erlebt?
  • Für welche Frauen lohnt sich aus ihrer Sicht eine LifeStory in Portugal?
  • Welche konkreten Ergebnisse nehmen sie mit?

Es kommt der Moment, da wird die Stimme in dir ganz laut. Eine Stimme, die sich nach Entwicklung sehnt.

Zu Beginn einer LifeStory muss das Ziel noch nicht einmal glasklar sein. Gabriela und Monika über ihre Beweggründe nach Portugal zu kommen und den Moment der Entscheidung.

Persönliche Highlights: individuell und vielfältig

Stimmen der Teilnehmerinnen über Luxus und wohltuende Fülle für Körper, Geist und Seele, über die Kraft des Buddy-Teams und das Flair dieses besonderen Ortes, an dem wir 10 Tage unseren Alltag teilen.

Wann sich sich die Investition in sich selbst auszahlt

Umbruchsituationen im Leben sind so vielfältig wie das Leben selbst.  Eine konkrete Veränderung im Job oder Leben fühlt sich groß an. Ein neuer Lebensabschnitt steht an, ein alter geht (vielleicht unfreiwillig) zu Ende. Du bist auf der Suche, und dir nicht sicher, wonach eigentlich. Doch allein kommst du nicht weiter.

Fokussiere dich in der LifeStory. Finde heraus, worum es dir wirklich geht. Sieh es als Teil des Weges, dein stimmiges Ziel für den nächsten Schritt zu finden. Es lohnt sich für dich immer dann, wenn du nicht zufrieden bist mit deinem Leben. Wenn es an der Zeit ist, herauszufinden, was in dir steckt an Wünschen, Ideen, Erfahrungen und was sich daraus als nächster Schritt entwickeln lässt. Handfest und praktisch.

Im O-Ton Stimmen der Teilnehmerinnen dazu und auch, wann du vielleicht lieber zu Hause bleiben solltest 😉.

Wir tun, was dran ist. Oder: die Glocke ist die Glocke.

Die LifeStory ist wie das Leben selbst. Es schadet nie, einen Plan zu haben. Doch manchmal kommt was dazwischen. So wie eine Kirchenglocken-Generalprobe bei unserem Videodreh 🤣.
Wir nehmen es mit Humor, Flexibilität und einer großen Portion Gelassenheit. Wir lassen uns auf’s Leben ein, tun das, was die Einzelne gerade braucht und das Beste für alle ist.

Intensive Workation 10 Tage kompakt: was bringt’s?

Monika über ihre Erfahrungen mit längeren Formaten und den Vorteil, sich die Zeit für sich zu nehmen. Dabei hatte Gabriela sich schon für das 6-Monats-Semester in Hamburg angemeldet. Was sie in den 10 Tagen in Portugal gewonnen hat.


Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie eine solche Woche abläuft, bekommst du einen Eindruck im Tagebuch eines portugiesischen Lebensgefühls .

Wenn du – wie Monika und Gabriela – erst einmal mit mir sprechen möchtest, sehr gern.

Lass uns im persönlichen Gespräch herausfinden, was dir diese Reise zu dir selbst bringen kann, schreib mir oder ruf mich an. Dann sprechen wir in Ruhe darüber, wo du stehst und was du für dich persönlich mitnehmen möchtest.

https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2023/05/katrin-klemm-lifestory-portugal-hinter-den-Kulissen_4.png 220 587 Katrin Klemm https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2020/09/katrin-klemm-storycoach.png Katrin Klemm2023-05-23 21:24:082026-03-20 21:52:40Stimmen der Teilnehmerinnen: LifeStory Portugal

LifeStory Workation in Portugal – Wir waren dabei

24. Juni 2022/0 Kommentare/in Stories erleben/von Katrin Klemm

Workation, das ist die Kombination aus „Work“ und „Vacation“. Diese Mischung bietet für unsere Design your LifeStory  an der Portugiesischen Algarveküste den perfekten Mix aus konzentriertem Arbeiten und genussvollem Entspannen.

Die inspirierende Arbeitsumgebung unterstützt dich dabei, aus alten Denkmustern auszubrechen und frische Ideen zu entdecken. Für ein Leben, das wirklich zu dir passt. Wir nutzen den erfolgreichen Methodenmix aus dem Design Thinking und das kraftvolle Handwerkszeug des Storytellings. Dazu entdecken wir Land und Leute und genießen kulinarische Überraschungen.

Doch ich kann dir viel erzählen. Das habe ich im Tagebuch eines portugiesischen Lebensgefühls auch getan 😉.

Monika und Marina waren bei der Workation im Mai 2022 dabei. Schau dir an, wie sie die Tage erlebt und was sie für sich mitgenommen haben.

Für wen ist die LifeStory Workation eine gute Wahl?

Ich habe mich für die Workation entschieden, weil …

Weshalb lieber 10 Tage statt 6 Monate in Hamburg?

Was macht den Mix dieser Woche aus?

Wie erlebst du Katrin als StoryCoach?

Was nimmst du für dich mit?

Du fragst dich, ob eine LifeStory Workation etwas für dich ist?

Lass es uns im persönlichen Gespräch herausfinden, schreib mir oder ruf mich an. Dann sprechen wir in Ruhe darüber, wo du stehst und was du für dich persönlich mitnehmen möchtest.

 

 

 

https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2022/06/katrin-klemm-workation-portugal-interviews.png 220 587 Katrin Klemm https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2020/09/katrin-klemm-storycoach.png Katrin Klemm2022-06-24 16:59:102026-03-20 21:57:53LifeStory Workation in Portugal – Wir waren dabei

Portugiesisches Tagebuch

20. Mai 2022/0 Kommentare/in Stories erleben/von Katrin Klemm

10 Tage Design your LifeStory in Portugal – Persönliches Tagebuch einer Workation

Weiterlesen
https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2022/05/LifeStory-katrin-klemm-Portugal-H.png 220 587 Katrin Klemm https://katrinklemm.de/wp-content/uploads/2020/09/katrin-klemm-storycoach.png Katrin Klemm2022-05-20 21:14:012023-08-25 16:43:32Portugiesisches Tagebuch

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